Spielberichte

David Zehetner (Trainer Sattledt Juniors): „Es war ein glücklicher Sieg“

Union Steinhaus
Sattledt Juniors

In der 19. Runde der 2. Klasse Ost lieferte sich Union Kremsmüller Steinhaus mit ATSV Ammer Tank Sattledt Juniors ein enges Duell, das die Gäste am Ende 3:2 für sich entschieden. Nach einem torlosen ersten Durchgang fielen alle Treffer nach der Pause – die Entscheidung spät. Trainer David Zehetner freute sich über drei Punkte, blieb aber ehrlich: „Es war am Ende ein glücklicher Sieg.“ Gleichzeitig lobte er den Kampfgeist seiner Mannschaft, die eine Phase in Unterzahl überstand.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Zähes 0:0 zur Pause, danach Schlagabtausch mit fünf Treffern

Der Auftakt war vorsichtig, viele Zweikämpfe, wenig Präzision – beides passte zu Zehetners nüchterner Einordnung. „Wir haben nicht wirklich ins Spiel gefunden. In der Vorwärtsbewegung hatten wir individuelle Fehler. Unterm Strich war es keine gute Leistung in der ersten Halbzeit – und auch nicht in der zweiten“, sagte der Sattledt-Coach. Nach dem 0:0 zur Pause nahm die Partie Fahrt auf: In Minute 50 brachte Moumini Bance die Juniors 1:0 vorne, nur zwei Minuten später glich Andreas Bauer zum 1:1 aus. In der 68. Minute legte Ramazan Sen mit einem schönen Abschluss aus der Distanz das 2:1 für Sattledt nach. Kurz darauf mussten die Gäste mit einem Mann weniger auskommen, ehe Steinhaus zurückschlug: Daniel Paulmaier stellte in der 76. Minute auf 2:2. Das letzte Wort hatten jedoch die Juniors: In der 83. Minute traf Yusuf Oguz nach einem Freistoß aus weiter Entfernung zum 3:2. Zehetner wollte das nicht überhöhen: „Der Ball war scharf, für mich war es sehr glücklich – kein Tor, das wir uns groß herausspielen.“

Moral als Plus, aber klare Hausaufgaben

So knapp der Sieg zustande kam, so deutlich war die Botschaft des Trainers an sein Team. „Was besonders gut war: Wir haben uns zu zehnt nicht aufgegeben, wir haben weitergekämpft“, betonte Zehetner. In dieser Phase trug die mannschaftliche Geschlossenheit den Auswärtssieg über die Ziellinie. Gleichzeitig blieb der Coach kritisch und forderte Konsequenzen: „Wir müssen an der Disziplin arbeiten, damit so eine rote Karte nicht passiert. Generell müssen wir wieder kompakter werden, unsere Positionen besser halten und die individuellen Fehler abstellen.“ Erst dann, so seine Hoffnung, könne man wieder stabil punkten „wie zum Start der Hinrunde“. Der Tenor: Moral stimmt, Spielanlage braucht Feinschliff – und zwar schnell.

Lob für den jungen Referee und ein nüchterner Blick aufs Ergebnis

Auch zum Unparteiischen fand Zehetner klare Worte – und zwar positive. „Wir hatten einen sehr jungen Schiedsrichter, der eine große Zukunft hat. Er verteilt nicht gleich Karten, nimmt nichts persönlich – mit ihm kann man auf Augenhöhe sprechen“, sagte er. Kleinere strittige Szenen sah er gelassen: unterschiedliche Wahrnehmungen ja, aber eine insgesamt gute Linie. In seiner Gesamteinschätzung blieb der Trainer bodenständig: „In meinen Augen gab es keinen entscheidenden Unterschied zwischen den Teams. Es war einfach ein glücklicher Sieg. Den muss man mitnehmen. Entscheidend sind die drei Punkte.“ Für die nächsten Wochen gilt aus Sattledter Sicht: die kämpferische Haltung beibehalten, die Fehlerquote drücken – dann passt auch die Leistung wieder zum Ergebnis.

2. Klasse Ost: Steinhaus : Sattledt Juniors - 2:3 (0:0)

  • 83
    Yusuf Oguz 2:3
  • 76
    Daniel Paulmaier 2:2
  • 68
    Ramazan Sen 1:2
  • 52
    Andreas Bauer 1:1
  • 50
    Moumini Bance 0:1