In der 2. Klasse Ost feierte ASV Mayr Bau Bewegung Steyr bei Union Kremsmüller Steinhaus einen klaren 3:0-Auswärtssieg. Die Gäste stellten schon in den ersten 25 Minuten die Weichen auf Erfolg und nahmen den Vorsprung danach mit in die Pause und bis zum Schlusspfiff. Doppelpacker Anes Kaltak und Armin Memic sorgten für den Torschützenjubel, zur Halbzeit stand es bereits 0:3. Trainer Mirsad Sulejmanovic sprach von einem „hitzigen Spiel auf engem Platz“, freute sich über die „Null hinten“ – und über drei wichtige Punkte.

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Der Beginn passte zur Ankündigung des Trainers: „Es war von Beginn weg ein sehr hitziges Spiel und der Platz ist sehr eng.“ Bewegung Steyr brauchte ein paar Minuten, um die Hektik abzuschütteln, fand dann aber die passende Antwort – auch, weil die Hausherren patzten. „Wir waren am Anfang sehr hektisch. Zwei Fehler von Steinhaus haben uns in Führung gebracht, das hat uns Ruhe gegeben“, erklärte Sulejmanovic. In Zahlen hieß das: Anes Kaltak traf in Minute 15 zum 0:1 und legte in der 21. Minute das 0:2 nach. Nur vier Minuten später erhöhte Armin Memic auf 0:3 (25.). „Das dritte Tor haben wir schön herausgespielt“, meinte der Coach, der seine Elf danach gefestigt sah: „Wir waren sicherer am Ball und haben das bis zum Ende souverän fertiggespielt.“ Zur Pause stand es 0:3 – ein klares Polster, das dem Match die Richtung vorgab.
Im zweiten Durchgang blieb Bewegung Steyr das aktivere Team, verpasste aber, das Ergebnis höher zu schrauben. „Das Spiel hätte eigentlich 4:0 oder 5:0 ausgehen müssen“, ärgerte sich Sulejmanovic über ausgelassene Möglichkeiten. „Wir haben einen Elfer verschossen, ein Tor hat er uns nicht gegeben und weitere Chancen vergeben.“ Zugleich gefiel ihm, dass seine Mannschaft die Intensität über weite Strecken hielt: „Das Pressing war über 90 Minuten ganz gut.“ Kritisch sah der Trainer die Phase nach Ballverlusten: „Im letzten Drittel dürfen wir keine leichtsinnigen Bälle verlieren. Dann entstehen hinten Lücken, und gegen gute Gegner kann es brennen.“ Steinhaus blieb vor allem über Konter gefährlich; laut Sulejmanovic gab es dabei auch zwei Lattentreffer der Heimischen. Am Ende stand jedoch das, was er betonte: „Das Positive war die Null – das war das Wichtigste für mich.“
Beim Blick auf den Unterschied an diesem Abend hielt Sulejmanovic fest: „Wir sind eine der Top drei, vier Mannschaften der Liga und technisch stark. Wenn wir das ausnutzen, werden wir vorne gefährlich.“ Genau das geschah vor der Pause – und machte den Ausschlag. Den Unparteiischen beurteilte er ausgewogen: „Die Schiedsrichterleistung war über 90 Minuten okay. Mühsam ist es, wenn Assistenten von den Vereinen an der Linie stehen – da wird es auswärts oft emotional. Aber man muss damit leben.“ In der Tabelle steht Bewegung Steyr nach 21 Runden bei 36 Punkten auf Rang vier, Steinhaus hält bei 16 Zählern auf Platz zwölf. Der Trainer blickte daher zufrieden, aber nicht satt zurück: „Wir nehmen die drei Punkte gerne nach Steyr mit – und arbeiten weiter daran, vorne keine einfachen Bälle zu verlieren.“