Spielberichte

Mario Boschinger (Co-Trainer Sipbachzell): 'Wir haben uns verdient durchgesetzt'

Union Sipbachzell
SV Reichraming

In der 21. Runde der 2. Klasse Ost feierte Union Breitenfellner Personal Sipbachzell gegen SV Reichraming einen späten 2:0-Heimsieg. Zur Pause hatte es noch 0:0 gestanden, ehe in der langen Nachspielzeit der Bann brach: Denis Grbic traf doppelt und entschied die Partie zugunsten der Heimischen. Co-Trainer Mario Boschinger sprach von viel Kontrolle, Geduld und sauberer Defensivarbeit – und von einer Chancenverwertung, die lange auf sich warten ließ.

Orange-Schwarzer Ball auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Geduld, Druck – und zwei späte Stiche von Grbic

Sipbachzell hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, hielt den Ball in den eigenen Reihen und blieb geduldig. Co-Trainer Mario Boschinger brachte es auf den Punkt: „Sipbachzell hat über die neunzig Minuten die Kontrolle gehabt, aber wir waren vor dem Tor sehr unentschlossen und haben schlechte Entscheidungen getroffen.“ Folgerichtig ging es nach 45 Minuten mit 0:0 in die Kabinen. Nach dem Seitenwechsel zog sich Reichraming noch kompakter zurück. „In der zweiten Halbzeit hat sich Reichraming noch weiter hinten hineingestellt, und es war schwerer, Chancen zu kreieren“, erklärte Boschinger. Die Entscheidung fiel erst ganz spät: Denis Grbic traf in Minute 90+3 zum 1:0 und legte in 90+8 das 2:0 nach. Boschinger beschrieb den Dosenöffner so: „Das erste Tor war ein Freistoß aus rund zwanzig Metern, rechts ins Kreuzeck.“ Das zweite Tor fiel, als Reichraming aufgerückt war: „Das 2:0 fiel nach einem Konter, von außerhalb des Sechzehners.“ Sein Fazit zu den Schlussminuten: „Zum Schluss hin ist es uns gelungen, noch zwei Tore zu erzielen. Gott sei Dank.“

„Letzte Linie stand sehr gut“ – warum Sipbachzell am Ende zupackte

In der Analyse hob Boschinger vor allem die Arbeit gegen den Ball hervor. „Wir waren sehr gut gegen den Ball. Die letzte Linie stand sehr gut. Wir haben wenig Chancen zugelassen“, sagte der Co-Trainer und ergänzte: „Wir haben auch gut den Ball in der Mannschaft gehalten.“ Was lange fehlte, war die Präzision im Abschluss: „Sehr viel Luft nach oben ist noch bei der Chancenverwertung, da wir sicher schon früher das 1:0 und 2:0 hätten erzielen können.“ Den Knackpunkt sah Boschinger im späten Standard: Der Freistoß in Minute 90+3 löste den Knoten – offiziell wurden beide Treffer Denis Grbic gutgeschrieben. Insgesamt war für ihn entscheidend, dass seine Mannschaft im Kopf ruhig blieb: „Ich glaube, wir waren spielerisch besser als unser Gegner und sehr geduldig, und deswegen haben wir uns am Ende auch verdient durchgesetzt.“ Die Mischung aus Kontrolle, Stabilität hinten und Ausdauer im eigenen Spiel zahlte sich spät, aber umso wirkungsvoller aus.

Respekt für Reichraming, Lob für den Unparteiischen – und der Blick nach vorne

Bei aller Freude über den Heimsieg fand Boschinger deutliche Anerkennung für die Gäste. „Unser Gegner war sehr gut gegen den Ball, sehr diszipliniert. Eine sehr gute Mannschaft, die wirklich wenig Chancen zulassen wollte“, meinte er. Auch die Leitung passte zum fairen Abend: „Die Schiedsrichterleistung war sehr gut. Er hat eine klare Linie geführt und hat keinerlei Diskussion zugelassen.“ Mit den drei Punkten hält Sipbachzell nun bei 23 Zählern und liegt in der Tabelle knapp vor Reichraming, das ebenfalls 23 Punkte aufweist (Ränge 10 und 11). Für die restlichen Runden nimmt die Heimelf vor allem eines mit: Wenn die Chancenverwertung früher greift, müssen Spiele mit so klarer Kontrolle nicht bis in die Nachspielzeit offen bleiben.

2. Klasse Ost: Sipbachzell : Reichraming - 2:0 (0:0)

  • 98
    Denis Grbic 2:0
  • 93
    Denis Grbic 1:0