In der 2. Klasse Ost hat SPG Weyer/Kleinreifling das Heimspiel gegen DSG Union Großraming mit 2:0 gewonnen und damit in Runde fünf den vierten Saisonsieg geholt. Lange sah alles nach einer engen, kampfbetonten Partie aus, wie Co-Trainer Dragan Ivanic schilderte. Ausschlaggebend war am Ende genau jener Moment, den er schon im Spiel als Schlüssel gesehen hatte: das erste Tor.

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Ivanic beschrieb eine Partie, die von Beginn an wenig Räume bot und über weite Strecken von Zweikämpfen lebte. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen und kampfbetont. Wir sind hinten sehr gut gestanden und haben versucht zu spielen. Wir haben auch Chancen gehabt“, sagte der Co-Trainer. Genau dieser Eindruck spiegelte sich auch im Halbzeitstand wider, denn bis zur Pause blieb es beim 0:0. Weyer/Kleinreifling stand laut Ivanic stabil, Großraming hielt dagegen, und weil keine Mannschaft entscheidend zulegen konnte, blieb das Spiel lange offen. Es war aus Sicht der Gastgeber kein Spiel für viele offene Räume, sondern eines, in dem man geduldig bleiben musste und in dem jeder Fehler wohl sofort Gewicht bekommen hätte.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich laut Ivanic zunächst wenig. „Die zweite Halbzeit war eigentlich dasselbe. Wir waren präsent und haben dann unsere zwei Chancen genutzt“, sagte er. Der erste entscheidende Moment kam in der 76. Minute, als Markus Lumplecker das 1:0 erzielte. Für Ivanic war damit viel entschieden. „Nach dem 1:0 war meine Meinung: Okay, wir gewinnen das Spiel. Die Partie war so aufgebaut: Wer das erste Tor schießt, gewinnt, sonst wird es ein Unentschieden.“ Genau dieses Gefühl bestätigte sich in der Schlussphase. In der Nachspielzeit legte Lumplecker mit seinem zweiten Treffer zum 2:0 nach und belohnte damit eine Mannschaft, die laut ihrem Co-Trainer über die gesamte Spielzeit präsent geblieben war und im richtigen Moment zugeschlagen hat.
Dass es am Ende bei null Gegentoren blieb, führte Ivanic vor allem auf die Arbeit gegen den Ball zurück. „Sehr gut funktioniert hat unsere Abwehrreihe. Bis auf ein paar kleine Fehler haben wir das sehr gut ausgebessert“, sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht die Präsenz in den entscheidenden Duellen. „Bei den hohen Bällen hinten in der Verteidigung haben wir die Kopfbälle gewonnen, und in den Zweikämpfen waren wir immer da.“ Großraming habe „sehr aggressiv in den Zweikämpfen“ dagegengehalten und auch eigene Möglichkeiten gehabt, „die wir aber gut verteidigt haben“. Auch Tormann Maximilian Klausberger hob der Co-Trainer ausdrücklich hervor. „Er hat gut gefangen. Das hat sehr gut gepasst“, sagte Ivanic und machte damit klar, dass der Sieg nicht nur an der Chancenverwertung, sondern ebenso an der stabilen Defensivleistung hing.
Neben dem Ergebnis blieb Ivanic vor allem der geschlossene Auftritt seiner Mannschaft hängen. „Jeder für jeden. Teamgeist. Jeder hat für jeden gekämpft“, brachte er den Auftritt seiner Elf auf den Punkt. Besonders freute er sich über den Doppelpack von Markus Lumplecker. „Ich freue mich sehr über die drei Punkte und für Markus Lumplecker, für seinen Doppelpack. Er hat immer hart gekämpft“, sagte der Co-Trainer nach dem Schlusspfiff. Ganz ohne Ansatz für Verbesserungen wollte er den Sieg aber nicht stehen lassen. „Wir müssen rund um den Sechzehner und auch von außerhalb öfter abschließen. Das ist eigentlich das Einzige, das wir verbessern können.“ Mit dem 2:0 hält Weyer/Kleinreifling nach fünf Runden bei zwölf Punkten und bleibt damit in der Spitzengruppe.