In der 2. Klasse Ost hat der UFC Ternberg das Derby gegen den SV Losenstein mit 2:0 für sich entschieden. Auf schwierigem Boden und bei Regen war es die kampfbetonte Partie, die man in der Nachbarschaft erwartet. Trainer Walter Schörkhuber sah seine Mannschaft diesmal vor allem in einem Punkt stark: „Wir haben den Kampf von der ersten Minute an angenommen“ – und genau das war für ihn der Schlüssel zu diesem Heimsieg.

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Schörkhuber hatte schon beim Rückblick auf den Anpfiff das passende Derby-Wort parat: „Das Spiel war von Anfang an sehr kampfbetont, wie es für ein Derby normal ist.“ Dazu kamen Regen und schlechte Platzverhältnisse, die geordnete Kombinationen nur schwer zuließen und der Partie zusätzlich einen unruhigen Charakter gaben. Losenstein hatte laut dem Ternberg-Trainer gleich zu Beginn eine sehr große Möglichkeit, doch der Ternberg-Torwart Julian Grunewald hielt mit einer starken Parade die Null. Danach wogte die Begegnung hin und her, ohne dass sich eine Seite dauerhaft festsetzen konnte. Ternberg hielt robust dagegen und kam in der 35. Minute zum ersten Treffer: Nach dem ersten, schön herausgespielten Angriff über die rechte Seite“ schob der kurz zuvor eingewechselte Felix Dorfner überlegt zum 1:0 ein.
Mit der knappen 1:0-Führung ging Ternberg in die Halbzeit, doch entschieden war das Derby damit noch lange nicht. Schörkhuber sagte, Losenstein sei zu Beginn der zweiten Hälfte „leicht feldüberlegen“ gewesen. Allerdings hat die gesamte Mannschaft als stabil funktionierender Defensiv-Block fast alles sehr gut wegverteidgt und setzte mit einigen guten Kombinationen immer wieder gefährliche Nadelstiche. „Wir haben eigentlich mehrere Chancen gehabt, aber die lnicht zu Ende gespielt oder sie leider liegen lassen“, sagte der Trainer. So blieb die Partie bis in die Schlussphase hinein eng und umkämpft. Erst in der 88. Minute fiel die Entscheidung, als Ternberg nach einem Corner zum zweiten Mal traf und Nico Zöttl das 2:0 erzielte. Für Schörkhuber war das „die Erlösung“, weil seine Mannschaft damit einen intensiven Nachmittag endlich absicherte.
Für den Ternberg-Coach lag der Schlüssel zu diesem Derby nicht in einer einzigen Szene, sondern in der Art, wie seine Mannschaft das Spiel angenommen hat. „Das Wichtigste war, dass wir im Gegensatz zu vielen früheren Derbys von Beginn an körperlich voll dagegengehalten haben“, erklärte er. Gerade gegen Losenstein, das er als kampfstarke und körperlich sehr robuste Mannschaft mit guten Einzelspielern beschreibt, sei genau das entscheidend gewesen. Schörkhuber meint, dass der derzeitige Tabellenplatz des Gegners nicht mit der wahren Stärke zusammenpasst und Losenstein weiter vorne in der Tabelle stehen. Umso zufriedener war er damit, dass Ternberg diesmal nicht nur dagegenhielt, sondern Losenstein „ein bisschen das Feuer rausgenommen“ habe. Dazu kam aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft spielerisch leicht überlegen gewesen sei. Weiters betont er, dass trotz aller Rivalität, das Derby weitestgehend sehr fair geführt wurde.
Entsprechend klar fiel am Ende auch das Gesamturteil des Trainers aus. „Kämpferisch war es top“, sagte Schörkhuber, der den Erfolg vor allem als Gemeinschaftsleistung verstanden wissen wollte. „Die Mannschaft hat gut harmoniert, jeder hat jedem geholfen, und wir sind als richtige Mannschaft aufgetreten“, fasste er zusammen. Genau daraus leitete er auch sein Fazit ab, dass dieser Derbysieg verdient gewesen sei. Selbst über die Leitung des Unparteiischen verlor er kein kritisches Wort, sondern nannte sie in Summe „sehr korrekt“ und „ausgezeichnet“. Was aus Ternberger Sicht von diesem 2:0 bleibt, ist damit nicht nur das Ergebnis, sondern vor allem die Erkenntnis, dass man auf schwierigem Boden, bei Regen und gegen einen robusten Gegner mit Leidenschaft, Energie und kühlem Kopf genau jene Tugenden auf den Platz gebracht hat, die in einem Derby das Quäntchen Unterschied ausmachen können.