In der 2. Klasse Ost hat die Union EDER Karosserie Waldneukirchen am Samstagnachmittag bei der Sportunion Wolfern überraschend mit 3:2 gewonnen und dabei einen frühen Rückstand noch vor der Pause gedreht. Co-Trainer Mario Raml sah vor allem das 3:1 in Unterzahl als entscheidenden Moment. Dieses Tor habe dem Absteiger den nötigen Rückhalt gegeben, um die Schlussphase trotz zweier Ausschlüsse erfolgreich zu überstehen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Waldneukirchen begann der Nachmittag alles andere als ideal. Schon in der 3. Minute brachte Michael Schaufler die Hausherren mit 1:0 in Führung, Wolfern lag damit gleich früh vorne. Die Gäste ließen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen und fanden noch in der ersten Halbzeit die passende Antwort. Daniel Thomas Kopf stellte in der 11. Minute auf 1:1, Robert Korn sorgte in der 24. Minute für das 2:1 aus Sicht von Waldneukirchen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Pause. Mario Raml sah genau in dieser Phase den wichtigen Umschwung und sagte nach der Partie: „Zwei schöne Umschaltmomente konnten wir nutzen, um das Spiel zu drehen.“ Aus seiner Sicht war entscheidend, dass die Mannschaft nach dem frühen Gegentor nicht den Faden verlor, sondern ihre Möglichkeiten konsequent nutzte.
Dass Wolfern immer wieder gefährlich bleiben würde, war für die Gäste keine Überraschung. Raml erklärte, dass der Gegner genau so auftrat, wie man es im Vorfeld erwartet hatte: „Der Gegner spielte wie erwartet mit schnellen Bällen nach vorne, die wir meist gut abwehren konnten.“ Damit war auch klar, worauf es für Waldneukirchen ankommen würde: konzentriert verteidigen, die direkten Angriffe entschärfen und selbst in den passenden Momenten umschalten. Genau das gelang nicht nur vor der Pause, sondern auch später noch einmal ganz wichtig. In der 60. Minute erhöhte Sebastian Andrei Pesteleu auf 3:1, und dieses Tor bekam für den Co-Trainer besonderes Gewicht. „Entscheidend war das in Unterzahl erzielte 3:1. Das hat uns erst den nötigen Rückhalt gegeben, um die restliche Zeit das Spiel über die Bühne zu bringen“, sagte Raml und benannte damit den entscheidenden Moment der Partie.
Richtig unangenehm wurde die Aufgabe für die Gäste in der Schlussphase auch deshalb, weil Waldneukirchen zwei Ausschlüsse hinnehmen musste. Der Co-Trainer bezog dazu klar Stellung und meinte: „Unsere beiden Ausschlüsse waren extrem hart. Die muss man so nicht geben.“ Viel wichtiger als die Diskussion über diese Entscheidungen war für ihn aber die Reaktion seiner Mannschaft. „Der Einsatz und die Geschlossenheit der Mannschaft konnten auch trotz der Ausschlüsse nicht zerstört werden“, sagte Raml. Die Union Wolfern kam in der 76. Minute durch Jan Glück zwar noch einmal auf 2:3 heran und machte die Partie damit bis zum Ende offen, doch mehr ließ die Union Waldneukirchen nicht zu. So stand am Ende der erste Auswärtssieg der Saison, der vor allem über Zusammenhalt, sauberes Umschalten und eine stabile Defensivarbeit zustande kam. Genau diese Mischung wird Waldneukirchen auch in den nächsten Runden wieder brauchen.