In einem Duell der 2. Klasse Ost hat die Union EDER Karosserie Waldneukirchen gegen die SV Grün-Weiß Micheldorf Juniors einen 8:1-Kantersieg eingefahren. Co-Trainer Mario Raml machte nach dem Schlusspfiff vor allem die starke erste Halbzeit als Unterschied aus. Der Absteiger kam sofort in die Partie, führte schon zur Pause 6:0 und hatte nach Ramls Einschätzung früh alles auf seiner Seite: „Nach dem 2:0 war die Sache eigentlich schon klar.“

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Waldneukirchen setzte die Richtung sofort fest. Robert Korn brachte die Gastgeber bereits in der 8. Minute in Führung, Pavel Valik legte nur vier Minuten später das 2:0 nach. Genau dort sah Raml den Punkt, an dem die Partie klar zu kippen begann: „Nach dem 2:0 und dem verletzungsbedingten Wechsel bei Micheldorf war die Sache eigentlich schon klar.“ Waldneukirchen blieb am Drücker und nutzte die Räume konsequent. Maximilian Diwald erhöhte nach 25 Minuten auf 3:0, Christopher Pschernig traf zwei Minuten darauf zum 4:0, Daniel Kopf stellte nach einer halben Stunde auf 5:0 und elf Minuten vor der Pause machte Pschernig mit seinem zweiten Treffer das 6:0. Raml brachte den Auftritt seiner Mannschaft auf einen einfachen Nenner: „Wir sind in der ersten Hälfte richtig gut ins Spiel gekommen und konnten dieses Mal sehr vieles in Tore umsetzen.“
Gerade diese erste Hälfte war aus Sicht des Co-Trainers der entscheidende Unterschied. „Ein größeres Debakel in der ersten Hälfte verhinderte nur der Schlussmann von Micheldorf“, sagte Raml, der vor allem das Offensivspiel seiner Mannschaft hervorhob. „Unsere größte Stärke war heute ganz klar das Offensivspiel. Wir haben Chancen kreiert und großteils auch verwertet.“ Nach dem klaren Pausenstand änderte sich das Bild allerdings etwas. Waldneukirchen ließ es laut Raml nach der Pause etwas ruhiger angehen und agierte mehr auf Verwalten. Dadurch kam Micheldorf besser in die Begegnung, fand mehr ins Spiel und belohnte sich in der 62. Minute durch Timothy Giryes mit dem 6:1. Raml sprach den Gästen trotz der klaren Niederlage einiges zu: „Der Gegner war sehr jung, sehr motiviert, spielerisch und technisch sicher.“
Bis etwa zur 75. Minute sah Raml die Gäste sogar mit mehr Anteil an der zweiten Halbzeit, doch in der Schlussphase zog die Union Waldneukirchen noch einmal an. Christopher Pschernig, der schon vor der Pause doppelt getroffen hatte, stellte in der 77. Minute auf 7:1 und legte drei Minuten später das 8:1 nach. Damit stand der 36-Jährige am Ende bei vier Treffern. Für den Co-Trainer war das ein weiterer erfreulicher Punkt dieses Abends: „Mit vier Toren nach einer längeren Pause ist Pschernig wieder voll da.“ So blieb unter dem Strich ein sehr klarer Heimsieg, bei dem die Gastgeber vor allem mit ihrer Effizienz vor der Pause überzeugten, aus der zweiten Hälfte aber auch die Erinnerung mitnehmen, dass sie nach einer deutlichen Führung nicht zu früh in den Verwaltungsmodus schalten sollten.