Ein frühes Ausrufezeichen, viel Laufarbeit und ein klares Bekenntnis zur Stabilität: Nach dem Heimduell mit dem ASKÖ SV Weing Uttendorf zeigte sich Roland Reis, Trainer des ATSV Laab, zufrieden mit der Reife seiner Mannschaft. In der 2. Klasse Süd-West schilderte er eine Partie, die phasenweise ausgeglichen war, aber durch Konsequenz in der Defensive und Effizienz in den Schlüsselmomenten entschieden wurde. Ein Strafstoß eröffnete den Abend (Torschütze: Ömer Forsterpointner), noch vor der Pause legte Laab nach (Torschütze: Christian Forst) und setzte nach dem Seitenwechsel den Schlusspunkt (Torschütze: Michael Windholz). Wichtiger als nackte Zahlen war für Reis die Art und Weise: robuste Abwehrarbeit, Wachsamkeit gegen lange Bälle und ein kollektives Bekenntnis zur Vorgabe, „von Spiel zu Spiel“ zu denken – inklusive klarer Ziele für die kommenden Wochen.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Der Auftakt war maßgeschneidert: Laab ging früh mit 1:0 in Führung – per Elfmeter durch Ömer Forsterpointner. Reis ordnete die Schlüsselszene nüchtern ein: „Das war ein Elfmeter, den kann man geben, muss man nicht.“ Weitere heikle Situationen im Strafraum prägten die erste Hälfte, ohne das Gesamtbild zu kippen. Zugleich beeinflussten die Bedingungen das Spiel: ein schwerer Platz, viele hohe und lange Bälle. „Das Spiel war eher ausgeglichen“, so der Coach. Im richtigen Moment setzte sich Laab dennoch ab – kurz vor der Pause fiel das 2:0 durch Christian Forst, nach dem Seitenwechsel stellte die Heimelf auf 3:0 durch ein Traumtor ( direkt verwandelte Ecke) von Michael Windholz. Reis zeigte dabei dafür, dass einzelne Entscheidungen im Tempo des Spiels schwer zu treffen sind.
Reis’ Kernbotschaft: Die Stabilität gegen den Ball war der Schlüssel. Sein Team stand kompakt, verteidigte den Strafraum konsequent und blieb gegen das Uttendorfer Mittel der langen Bälle sowie das aggressive Nachsetzen auf die zweiten Bälle wach. Herausragend aus Sicht des Trainers: Simon Huber. Reis kürte ihn zum Mann des Spiels: „Er war defensiv stabil und stark, im Spielaufbau gut und hat viele Zweikämpfe gewonnen – für mich klar der Man of the Match.“ Dass Laab diese Konsequenz bis zum Schluss hielt, zeigte sich in den wenigen klaren gegnerischen Abschlüssen – zugleich blieb die Heimelf nach Ballgewinnen gefährlich und nutzte ihre Momente.
Trotz drei Treffern bleibt der Coach selbstkritisch: „Das Spielerische kann man immer verbessern.“ Im Großen und Ganzen, betonte er, habe die Mannschaft die Vorgaben jedoch umgesetzt – was sich im Ergebnis widerspiegle. Personell sieht es gut aus: Der Kader ist aktuell weitgehend vollständig; lediglich ein Spieler aus der Vorbereitung fehlt nach einem Kreuzbandriss, wurde aber mannschaftlich aufgefangen. Inhaltlich bleibt der Blick bewusst kurzzyklisch: „Wir schauen, dass wir von Spiel zu Spiel gehen und die ersten Runden mit Siegen beginnen.“ In zwei Wochen wartet das Derby am Laaber Sportplatz – ein Termin, den Reis klar einordnet: Er will mit einem Sieg heimgehen und den eingeschlagenen Weg nach oben bestätigen.