In der 2. Klasse Süd-West feierte die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b am Sonntag einen 3:1-Heimsieg gegen den SV Mining/Mühlheim. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte und dem schnellen Ausgleich nach der Pause brachte eine Standardsituation die Gastgeber wieder auf Kurs. Sportchef Christian Helmut Launer sprach von einer „harmlosen Partie“ und sah den Wendepunkt klar: „Der entscheidende Moment war das 2:1.“ In der Schlussphase gab es bei den Gästen noch Rot, kurz darauf legte Pfaffstätt/Munderfing 1b das 3:1 nach und brachte den Sieg sicher über die Zeit.

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Der Beginn war ruhig, genau so ordnete es Christian Helmut Launer ein: „Es war eine harmlose Partie.“ Beide Seiten tasteten sich ab, große Chancen gab es zunächst nicht. Mit der ersten klaren Möglichkeit stellte die Heimelf aber auf 1:0: In Minute 22 traf Julian Kaufmann und bestätigte damit Launers Eindruck, dass seine Mannschaft „verdient in Führung ging“. Bis zur Pause blieb es beim 1:0. Der Start in Hälfte zwei gehörte dann den Gästen: In Minute 49 stellte Kilian Franz Scherfler auf 1:1. Pfaffstätt/Munderfing 1b ließ sich davon jedoch nicht lange beeindrucken. In der 67. Minute brachte Fabian Klinger seine Farben wieder in Front – und genau dieses 2:1 bezeichnete Launer als Schlüssel. Spät wurde es dann deutlich: In Minute 78 sah Minings Florian Furtner Rot, und im selben Spielabschnitt erhöhte Alexander Helmreich auf 3:1. „Nach dem Ausschluss war das Spiel gelaufen“, meinte Launer, dessen Team die Führung nun souverän heimspielte.
Warum das 2:1 der Knackpunkt war, erklärte der Sportliche Leiter sehr anschaulich. „Es war ein Einwurf. Der Ball wurde vom Gegner geklärt, dann kam der Ball noch einmal in den Fünfer und Fabian Klinger verwertet aus kurzer Distanz.“ Aus Launers Sicht war es „sagen wir, nach einer Standardsituation“ – und genau dieser Moment gab der Heimelf die Kontrolle zurück. „Wir haben Chancen vorgefunden und heute drei Tore geschossen“, bilanzierte er. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Bei langen Bällen hatten wir heute Probleme in der Abwehr. Ansonsten hatten wir alles im Griff.“ Dieser Spagat aus Effektivität vorne und klarer Analyse hinten zog sich durch seine Aussagen: Nach dem 2:1 wirkte Pfaffstätt/Munderfing 1b gefestigt, blieb am Drücker und nutzte die nächsten Möglichkeiten eiskalt, ohne unnötig ins Risiko zu gehen.
Auch für den Gegner fand Launer faire Worte: „Mining/Mühlheim hat sich bemüht, aber es hat heute bei weitem nicht gereicht.“ Das passte zur Chancenverteilung in seinem Fazit: „Der Gegner hatte insgesamt nur zwei Chancen und hat eine verwertet.“ Zur Leitung des Unparteiischen meinte er: „Der Schiedsrichter war etwas kleinlich, aber er hat seine Linie auf beiden Seiten gleich durchgezogen.“ Die rote Karte gegen Florian Furtner erklärte Launer mit klaren Worten: „Das war eine Beleidigung gegen den Schiedsrichterassistenten, das hat er auch geahndet.“ Mit dem Dreier steht Pfaffstätt/Munderfing 1b laut aktueller Tabelle bei 27 Punkten auf Rang 10, Mining/Mühlheim hält bei 18 Zählern auf Platz 13. Für die Schlussrunden ist die Marschroute aus Sicht des Sportchefs eindeutig: die Stabilität gegen lange Bälle schärfen, vorne die Effizienz wie an diesem Tag beibehalten – dann soll ein sauberer Saisonabschluss gelingen.