In der 2. Klasse Süd-West setzte sich Union Raiba Hochburg-Ach am 22. Spieltag klar mit 5:1 (2:1) gegen Union Schwand durch. Nach zwei Treffern binnen zwei Minuten legte der Tabellenführer den Grundstein, nach der Pause machten drei weitere Tore alles klar. Co-Trainer Sebastian Schulz sprach von einem verdienten Sieg: "Wir waren über neunzig Minuten die stärkere Mannschaft." Das 3:1 war für ihn der endgültige Knackpunkt.
Hochburg-Ach war von Beginn an das aktivere Team und belohnte sich nach einer guten halben Stunde doppelt. In Minute 29 schob Aysen Raad Abed Halata zum 1:0 ein, nur zwei Minuten später stellte Adrian Michael Etmanski auf 2:0. "Besonders ausschlaggebend war sicher das 1:0 und auch vor der Pause noch das 2:0", ordnete Sebastian Schulz die frühe Weichenstellung ein. Schwand blieb jedoch im Spiel und verkürzte noch vor dem Pausenpfiff: Patrick Weissenbacher traf in der 41. Minute zum 2:1. Schulz ärgerte sich vor allem über den Ursprung des Gegentreffers: "Defensiv haben wir nur ein Tor zugelassen, das durch einen Ballverlust im Zentrum passiert ist, welches dann von den Gästen sehr gut herausgespielt wurde." Zur Halbzeit stand es 2:1, und die Partie war trotz klarer Hochburg-Ach-Phasen wieder offen.
Aus der Kabine kam Hochburg-Ach zunächst nicht so dominant wie zuvor. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit anfangs Probleme, die Kontrolle zu erlangen", beschrieb Schulz diese Phase offen. Schwand witterte seine Chance, doch Hochburg-Ach blieb stabil und setzte genau im richtigen Moment den nächsten Nadelstich: In der 74. Minute traf Andreas Bonauer zum 3:1. Für Schulz war das der Moment der Entscheidung: "Als wir das 3:1 gemacht haben, wussten wir, dass wir als Sieger vom Platz gehen." Die Hausherren nutzten den Rückenwind und spielten die Partie eiskalt zu Ende. Sebastian Werner erhöhte in der 79. Minute auf 4:1, nur zwei Minuten später stellte Tobias Schulz mit dem 5:1-Endstand (81.) den klaren Heimerfolg endgültig sicher.
Nach dem Schlusspfiff hob Sebastian Schulz zwei Punkte besonders hervor: "Defensiv haben wir nur dieses eine Tor zugelassen, und vorne haben wir unsere herausgespielten Chancen gut verwertet." Gleichzeitig blieb der Co-Trainer selbstkritisch: "Verbesserungspotenzial gibt es immer. Wir müssen von Woche zu Woche genauer werden, im Aufbau und im letzten Drittel." Den Gegner sah er stark, vor allem im vorderen Bereich: "Schwand war wie erwartet stark, vor allem im letzten Drittel durch ihren Stürmer, der aus wenigen Chancen immer gefährlich wurde." Strittige Szenen gab es aus seiner Sicht keine, die Schiedsrichterleistung war "gut".
Mit dem 5:1 untermauert Hochburg-Ach seine Spitzenposition (53 Punkte), will aber, so Schulz, vor allem eines: Woche für Woche sauber arbeiten und die Führung behaupten.