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„Uns fehlt aktuell noch die Routine“ – Union Schwand bleibt im Derby ohne Punkte

Neukirchen/E.
Schwand

In der 2. Klasse Süd-West musste sich die Union Neukirchen/Enknach im Derby gegen die Union Schwand mit 3:1 durchsetzen. Für Schwand fühlte sich die Niederlage bitter an, weil die Gäste nach dem Ausgleich durch Leonhard Wöckl bis weit in die zweite Hälfte hinein voll im Spiel waren. Neo-Trainer Harald Ertl sah aber nicht nur das Ergebnis, sondern auch Fortschritte und meinte nach dem Schlusspfiff: „Uns fehlt aktuell noch ein bisschen die Routine.“

Spieler mit dem Fuß auf dem Ball

Foto von Hal Gatewood auf Unsplash

Lange offen, dann hatte Neukirchen die besseren Antworten

Harald Ertl sprach nach dem Schlusspfiff von einem „spannenden Derby“ und genau so entwickelte sich die Partie auch. Aus Sicht des neuen Trainers starteten beide Mannschaften gut in dieses Duell, ehe seine Elf die Kontrolle übernahm und ordentlich in die Begegnung fand. Trotzdem blieb es eng. In der 33. Minute ging der Absteiger dann mit 1:0 in Führung, als Nikola Stanisavljevic traf. Zur Pause stand damit ein knappes 1:0 für die Gastgeber auf der Anzeigetafel, obwohl Ertl das Spiel weiter als offen einschätzte. Nach dem Seitenwechsel kam Schwand zurück. In der 61. Minute gelang Leonhard Wöckl das 1:1, doch Neukirchen legte in der Schlussphase noch einmal nach. Simon Schrems stellte in der 74. Minute auf 2:1, ehe Stanisavljevic in der 85. Minute mit seinem zweiten Treffer den Endstand fixierte.

Chancen nicht genutzt, nach dem Rückstand musste Schwand aufmachen

Dass aus Sicht der Gäste am Ende nichts Zählbares herausschaute, machte Ertl vor allem an zwei Punkten fest. „Wir haben die Chancen, die wir gehabt haben, leider nicht nutzen können und wir haben einfach die Tore nicht machen können“, sagte der Schwand-Coach. Gerade deshalb ärgerte ihn das erste Gegentor besonders, auch wenn er es offen anerkannte. „Das 0:1 war wunderschön rausgespielt und perfekt abgeschlossen“, meinte Ertl über den Treffer von Stanisavljevic. Nach dem Ausgleich war für Schwand wieder alles offen, umso mehr freute ihn der Torschütze. „Besonders freut mich, dass der Ausgleich von unserem Nachwuchsspieler Leonhard Wöckl gemacht worden ist“, sagte er. Dazu hob er auch Patrick Weissenbacher hervor, der den Assist geliefert habe. Weil Schwand danach mehr riskieren musste, bekam Neukirchen laut Ertl genau die Räume, die der Gegner für sein schnelles Umschaltspiel brauchte. „Dann haben wir aufmachen müssen und durch Konter die anderen beiden Tore bekommen“, brachte es der Trainer auf den Punkt.

Trotz Niederlage sieht Coach Ertl Fortschritte und bleibt zuversichtlich

So enttäuschend das 1:3 für die Union Schwand auch war, Ertl wollte den Auftritt seiner Mannschaft nicht auf das nackte Ergebnis reduzieren. Er verwies darauf, dass sich sein Team gerade in einer Umstellung befindet und noch an der neuen Spielweise arbeitet. „Unserer Mannschaft fehlt aktuell noch ein bisschen die Routine, nachdem wir unser Spielsystem umgestellt haben und die neue Spielweise erst einstudieren“, erklärte er. Gerade deshalb wertete er es positiv, dass seine Spieler vieles von dem auf den Platz brachten, was zuletzt trainiert worden war. „Die Spieler haben das, was vorgegeben war, konsequent umgesetzt“, sagte Ertl und ergänzte, der Fußball werde dadurch attraktiver und es werde schon viel besser kombiniert. Auch insgesamt fand er deutliche lobende Worte: „Ich kann der Mannschaft trotzdem gratulieren. Ein Unentschieden wäre auf alle Fälle gerechtfertigt gewesen.“ Den Gegner beschrieb er als stark im Sturm und gefährlich im Umschalten. Mit Schiedsrichter Feichtinger zeigte er sich „sehr zufrieden“, auch wenn es aus seiner Sicht eine Szene gegeben habe, in der man über einen Elfmeter für Schwand hätte sprechen können. Nach zwei Runden wartet die Union zwar weiter auf die ersten Punkte, doch Ertl bleibt ruhig: Er sei überzeugt, „dass wir schon bald die ersten Punkte einfahren können“ – und auf das Rückspiel dieses Derbys freue er sich schon jetzt.

2. Klasse Süd-West: Neukirchen/E. : Schwand - 3:1 (1:0)

  • 85
    Nikola Stanisavljevic 3:1
  • 74
    Simon Schrems 2:1
  • 61
    Leonhard Wöckl 1:1
  • 33
    Nikola Stanisavljevic 1:0