In der 2. Klasse Süd-West hat sich der ATSV Laab am Freitagabend mit 1:0 gegen die Union Feldkirchen/Mattighofen durchgesetzt. Nach einem torlosen ersten Durchgang fiel die Entscheidung in Runde drei erst nach der Pause, als Christian Forst für die Gastgeber traf. Feldkirchen blieb laut Sektionsleiter Franz Josef Katzdobler bis zum Schluss im Spiel, haderte mit einem aberkannten Treffer kurz vor dem Ende und sah insgesamt ein Remis als durchaus möglich an.
Franz Josef Katzdobler schilderte eine Partie, die von Beginn an wenig Leerlauf hatte. „Das Spiel war sehr intensiv, sehr schnell, mit vielen Zweikämpfen. Beide Mannschaften wollten eine gute Leistung bringen“, sagte der Feldkirchner Sektionsleiter. Dass es zur Pause 0:0 stand, passte zu diesem Bild. Vieles war umkämpft, klare Vorteile wechselten laut Katzdobler von einer Seite zur anderen. Auch nach dem Seitenwechsel blieb es eng, ehe Laab in der 56. Minute den einen Moment fand, der das Spiel entschied. Christian Forst kam innerhalb des Sechzehners aus spitzem Winkel zum Abschluss, der Ball sprang von der Innenstange ins Tor, und Feldkirchen lief diesem Rückstand danach hinterher.
Gerade dieser Treffer zum 1:0 war für Katzdobler der Punkt, an dem das Spiel gekippt ist. „Es war so ein Spiel, in dem der erste Treffer entscheidend war. Das war sicher der Knackpunkt, als Laab mit 1:0 in Führung ging“, sagte er. Trotzdem sprach er seiner Mannschaft die Leistung nicht ab. „Vieles hat funktioniert. Die Mannschaft wollte gewinnen. Der Kampfgeist war da“, so Katzdobler. Aus seiner Sicht fehlte in den entscheidenden Momenten aber etwas mehr Ruhe am Ball. Feldkirchen hätte „die Bälle besser halten“ und vor allem „die Angriffe im letzten Drittel besser zu Ende spielen“ müssen. Genau dort sah er den kleinen Unterschied, der in einem engen Unterhausspiel oft den Ausschlag gibt.
Dass die Gäste bis zum Ende an etwas Zählbares glaubten, lag auch daran, dass das Spiel laut Katzdobler immer wieder hin und her ging. „Es gab Phasen, wo wir überlegen waren. Es gab auch Phasen, wo Laab überlegen war. Phasenweise haben wir auch das Spiel geführt“, erklärte er. Umso mehr ärgerte ihn, dass sich diese guten Momente nicht im Ergebnis niederschlugen. Feldkirchen kam noch zu einigen Chancen, nutzte sie aber nicht. In der 90. Minute schien der Ausgleich dann doch noch zu fallen, doch der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt. „Das war schwer zu beurteilen. Hier ging es vermutlich um Zentimeter. Man kann aber niemandem einen Vorwurf machen“, sagte Katzdobler.
So blieb es beim knappen Heimsieg für den ATSV Laab, der damit auch nach drei Runden ohne Punktverlust dasteht. Die Union Feldkirchen hält nach drei Spielen bei vier Zählern, nahm aus Katzdoblers Sicht aber mehr mit als nur die nackte Niederlage. Er lobte den Gegner als „gute Mannschaft“ mit „starken Spielern auf jeder Position“ und verwies auch auf die Bedingungen: „Auf dem kleinen Platz in Laab ist immer Druck da.“ Gerade deshalb ordnete er das 0:1 nicht als klaren Rückschritt ein. „Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, meinte der Sektionsleiter. Für Feldkirchen bleibt damit vor allem das Gefühl, in einem offenen Spiel sehr nahe an einem Punktgewinn gewesen zu sein.