In der 2. Klasse Süd-West hat der SV HAI Schalchen II am Freitagabend die Sportunion Raiffeisen St. Peter/Hart mit 8:0 besiegt. Schon zur Pause stand es 6:0, am Ende war es ein Abend, an dem die Gastgeber vom Anpfiff weg das Kommando hatten. Trainer Gabor Nagy führte den klaren Heimsieg vor allem auf den konzentrierten Beginn und eine wiedergefundene Linie seiner Mannschaft zurück.

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Schalchen machte von Beginn an klar, in welche Richtung sich diese Partie entwickeln würde. Nagy brachte es nach dem Schlusspfiff knapp, aber deutlich auf den Punkt: "Wir waren von der ersten Minute an im Spiel, und eigentlich war die ganze Partie unsere." Genau so las sich dann auch der Spielverlauf. In der 12. Minute brachte Stefan Köhler die Gastgeber mit 1:0 in Führung, sieben Minuten später erhöhte Krasimir Balinski auf 2:0. Noch ehe sich die Gäste davon erholen konnten, stellte Oscar Armadi in der 21. Minute bereits auf 3:0. Damit war früh zu sehen, dass Schalchen an diesem Abend das deutlich aktivere Team war und St. Peter am Hart kaum Zugriff bekam.
Auch danach blieb der SV am Drücker und zog das hohe Tempo in der ersten Hälfte konsequent durch. Armadi schnürte in der 28. Minute seinen Doppelpack und stellte auf 4:0, ehe Simon Erkner mit seinen Treffern in der 36. und 41. Minute noch vor der Pause auf 5:0 und 6:0 erhöhte. Spätestens mit diesem Zwischenstand war die Partie praktisch entschieden. Nagy hatte vor dem Spiel offensichtlich genau die Haltung eingefordert, die er sehen wollte, und seine Mannschaft setzte das vom ersten Abschnitt an um. Dass die Begegnung schon nach 45 Minuten so deutlich war, hatte vor allem mit dieser geschlossenen und konzentrierten ersten Halbzeit zu tun.
Der Trainer wollte den klaren Sieg nach dem Spiel nicht an einem einzelnen Namen festmachen. Für ihn stand vielmehr im Vordergrund, dass seine Mannschaft wieder als Einheit auftrat. "Wir haben die ganze Woche daran gearbeitet, wieder unsere Linie zu finden. Das ist in diesem Spiel zurückgekommen. Wir waren von der ersten Minute an konzentriert und wollten die drei Punkte zu Hause halten", sagte Nagy. Das erklärt aus seiner Sicht auch, warum Schalchen von Beginn an so sicher wirkte und das Spiel nicht mehr aus der Hand gab. Es ging also nicht nur um acht Tore, sondern um die Art, wie seine Elf geschlossen auftrat und den Plan über die gesamte Partie hinweg durchzog.
Entsprechend deutlich fiel auch sein Lob für das Kollektiv aus. "Die ganze Mannschaft hat sehr gut funktioniert. Ich kann keinen einzelnen Spieler herausheben, wir haben als Mannschaft funktioniert", erklärte Nagy. Das deckte sich mit dem Blick auf die Torschützenliste. Mit Stefan Köhler, Krasimir Balinski, Oscar Armadi, Simon Erkner und Franciscus Bernardus Albregts trugen sich gleich fünf Spieler in die Liste ein, dazu kamen drei Doppelpacks von Balinski, Armadi und Erkner. Gerade bei einem 8:0 ist es naheliegend, einzelne Akteure hervorzuheben, doch der Schalchen-Trainer legte bewusst den Schwerpunkt auf das gemeinsame Auftreten. Aus seiner Sicht war genau das der Kern dieses deutlichen Heimsiegs.
Auch nach dem Seitenwechsel ließ Schalchen nicht nach, obwohl die Partie beim Stand von 6:0 längst eine klare Richtung hatte. Balinski erzielte in der 51. Minute seinen zweiten Treffer des Abends und erhöhte auf 7:0, ehe Franciscus Bernardus Albregts in der 58. Minute den Endstand von 8:0 herstellte. Damit war auch der zweite Durchgang früh mit Zahlen unterlegt, obwohl die ganz große Spannung zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht mehr vorhanden war. Schalchen blieb aber im Spiel und setzte die Linie aus der ersten Hälfte fort, was für Nagy ein weiterer Beleg dafür war, dass seine Mannschaft an diesem Abend den richtigen Zugriff hatte.
Trotz des klaren Resultats sprach der Trainer aber auch einen Punkt an, bei dem er noch Luft nach oben sieht. "Bei der Chancenverwertung müssen wir noch arbeiten. In der zweiten Halbzeit hatten wir mehrere, die wir normalerweise nützen müssen", sagte Nagy. Gerade dieser Satz zeigt, wie er den Abend einordnet. Das 8:0 war für ihn ein sehr guter Auftritt, aber eben nicht der Endpunkt. Schalchen nutzte viel, offenbar aber nicht alles, was sich nach der Pause noch bot. Auch zur Spielleitung hatte der Trainer eine klare und kurze Meinung: "Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung." Viel wichtiger war für ihn ohnehin, dass seine Mannschaft wieder genau das auf den Platz brachte, was sie nach seiner Einschätzung stark macht.
Unter dem Strich war es für den SV Schalchen ein Abend, an dem vom frühen 1:0 bis zum Schlusspfiff fast alles nach Wunsch lief. Der 6:0-Pausenstand hatte die Partie früh entschieden, und auch danach blieb der SV konsequent genug, um das Ergebnis noch auszubauen. Nagys Aussagen passten dabei gut zum Gesamtbild dieses Spiels: konzentrierter Beginn, klare Linie, geschlossenes Auftreten und dazu die Entschlossenheit, die Punkte zu Hause zu behalten. Genau diese Punkte nannte er auch als Grundlage für den deutlichen Erfolg, und genau diese Punkte waren im Spielverlauf klar zu erkennen.
Mit dem 8:0 gegen die Union St. Peter steht Schalchen II nach fünf Runden bei fünf Siegen und 15 Punkten. Damit bleibt die Mannschaft an der Spitze der 2. Klasse Süd-West. Der klare Heimsieg bringt also nicht nur drei weitere Punkte, sondern bestätigt auch das, was der Trainer nach dem Spiel besonders betonte: "Wir haben unsere Linie wiedergefunden." Nach einem derart eindeutigen Abend ist das für Schalchen wohl die wichtigste Erkenntnis, weil sie über das Ergebnis hinausweist und zeigt, warum diese Mannschaft in den ersten fünf Spielen der Saison bislang nicht zu stoppen war.