In der 2. Klasse Süd-West hat die Union Feldkirchen/Mattighofen einen 0:1-Pausenrückstand gegen den ASKÖ SV Weing Uttendorf noch in einen 3:1-Heimsieg gedreht. Entscheidend war aus Sicht von Sektionsleiter Franz Josef Katzdobler, dass seine Mannschaft nach der Pause den Glauben an sich nicht verlor, das Spiel besser kontrollierte und sich für eine deutlich stärkere zweite Halbzeit mit drei Treffern belohnte.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Der Start in die Partie war aus Sicht der Gastgeber alles andere als zufriedenstellend. Katzdobler sprach das nach dem Schlusspfiff klar an und machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in den ersten 45 Minuten nicht an ihr eigentliches Niveau herankam. „In der ersten Halbzeit konnten wir unser Potenzial leider nicht abrufen“, sagte er. Dazu kamen nach seiner Einschätzung zu viele Ballverluste, die Uttendorf immer wieder in die Partie brachten. Feldkirchen gab das Spiel dadurch phasenweise aus der Hand und ließ den Gästen zu viel Raum. Dass Uttendorf in der 36. Minute durch Iulian Radu Sustrean das 0:1 erzielte, passte deshalb ins Bild dieser ersten Hälfte. Katzdobler bezeichnete den Treffer der Gäste als schön herausgespielt und meinte auch, dass Uttendorf mit dieser Führung zusätzlichen Auftrieb bekam.
Nach dem Seitenwechsel zeigte Feldkirchen dann genau die Reaktion, die sich der Sektionsleiter gewünscht hatte. „Dass wir nach der Halbzeit trotz Rückstand an uns geglaubt haben, war sehr wichtig“, sagte Katzdobler. Ebenso wichtig sei gewesen, dass seine Mannschaft das Spiel nun „in die Hand genommen“ und kontrollierter aufgezogen habe. Der Lohn dafür folgte in der 55. Minute, als Stefan Nedeljkovic nach einer Standardsituation per Kopf zum 1:1 traf. Für Katzdobler war genau dieser Ausgleich der zentrale Punkt der Wende. „Der Ausgleich war für uns sehr wichtig“, betonte er. Feldkirchen blieb danach am Drücker und legte in der 78. Minute nach, als Maximilian Schönhofer einen schön herausgespielten Angriff mit einem starken Abschluss zum 2:1 verwertete. Den Schlusspunkt setzte Jonas Seidl in der Nachspielzeit mit dem 3:1 aus dem Spiel heraus.
Katzdobler sah den Unterschied zwischen den beiden Mannschaften am Ende nicht in einem einzelnen Zufall, sondern in der Entwicklung nach der Pause. „Der Unterschied lag heute einfach darin, dass wir in der zweiten Halbzeit an uns geglaubt haben und mehr Tore erzielt haben“, sagte er. Gleichzeitig fand er auch anerkennende Worte für den Gegner. Der SV Uttendorf habe unbedingt etwas mitnehmen wollen und über die gesamten 90 Minuten versucht, dagegenzuhalten. Gerade mit dem Führungstreffer im Rücken habe die Mannschaft Selbstvertrauen bekommen. Umso wichtiger war für die Union Feldkirchen die Steigerung nach dem Wechsel. Ganz zufrieden war Katzdobler trotz des Sieges aber nicht, weil er vor allem in der ersten Halbzeit Verbesserungspotenzial sieht. „Wir müssen mehr Ballsicherheit, mehr Passsicherheit und mehr Klarheit haben“, forderte er. So bleibt unter dem Strich ein verdient erarbeiteter Heimsieg nach schwieriger erster Hälfte und zugleich die klare Erkenntnis, woran Feldkirchen in den kommenden Spielen arbeiten muss.