In der 2. Klasse Süd-West musste sich die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b der Union Schwand mit 0:2 geschlagen geben. Neo-Trainer Franz Neuhauser sah dabei keine klar unterlegene Leistung seiner Mannschaft, sondern vor allem zwei Fehler in entscheidenden Momenten und eine Chancenverwertung, die am Sonntagnachmittag den Unterschied ausmachte. Vor der Pause war die Partie noch offen, nach dem Seitenwechsel nutzte Schwand seine Möglichkeiten eiskalt.

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Aus Sicht von Franz Neuhauser begann die Partie durchaus ordentlich. Der Trainer der Heimischen sagte nach dem Spiel: „In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel eigentlich weitestgehend unter Kontrolle.“ Schwand kam laut seiner Einschätzung nur zu einem Abschluss nach einer Ecke, während seine Mannschaft selbst zwei, drei Halbchancen vorfand, aus denen mit dem letzten Pass mehr hätte werden können. Neuhauser sprach deshalb von einer ausgeglichenen ersten Hälfte „mit Vorteilen für uns“, auch wenn sich diese Überlegenheit noch nicht im Ergebnis zeigte. So ging es mit einem 0:0 in die Pause, und genau dieser Zwischenstand passte auch zu einem Spiel, das vorerst wenig klare Unterschiede zeigte. Dass die SPG in dieser Phase mehr Ordnung im Spiel hatte, wertete der Trainer im Rückblick als positiven Punkt, zumal er seiner Mannschaft insgesamt eine gute Leistung attestierte.
Die Partie kippte dann unmittelbar nach Wiederbeginn. Schon in der 46. Minute brachte Patrick Weissenbacher die Gäste mit 1:0 in Führung, und genau dieses frühe Gegentor nach der Pause war für die Heimischen ein schwerer Schlag. Neuhauser sprach von einer „Unachtsamkeit in der Abwehr“ und wurde später noch genauer: „Beim ersten Gegentor musste ein Innenverteidiger von uns rausrücken und genau in diesen Raum wurde dann der Ball gespielt. Der gegnerische Stürmer Weissenbacher wusste dann einfach, wo er hinlaufen muss und hat das Tor gemacht.“ Nach diesem Treffer, so schilderte es der Trainer, brauchte seine Mannschaft „zehn, fünfzehn Minuten“, um wieder in die Partie zurückzufinden. Als die SPG dann wieder besser im Spiel war, bot sich die große Möglichkeit auf den Ausgleich. „Wir hatten dann eine riesengroße Ausgleichsmöglichkeit, wo wir leider den Ball aus drei Metern nicht ins leere Tor brachten“, sagte Neuhauser. Statt 1:1 fiel wenig später beinahe im Gegenzug das 0:2, das erneut Patrick Weissenbacher erzielte. Auch dieses Tor erklärte der Trainer klar: „Es war eine Standardsituation von Schwand. Wir konnten den Ball klären, waren beim Rausrücken. Leider hob einer unserer Spieler das Abseits auf und der Stürmer Weissenbacher fand sich wieder alleine vor dem Tor wieder und erzielte das 2:0.“ In der offiziellen Spielchronik steht dieser zweite Treffer in der 79. Minute. Für Neuhauser war damit auch der Knackpunkt des Nachmittags eindeutig benannt: „Die zwei Unachtsamkeiten, die zu den Toren führten.“
Trotz der Niederlage wollte der neue Trainer seine Mannschaft ausdrücklich nicht grundsätzlich kritisieren. „Das Toreschießen. Ansonsten war es eine gute Mannschaftsleistung“, sagte Neuhauser, als er auf die Frage nach den Problemen seines Teams antwortete. Er betonte auch, dass sich seine Spieler „von der ersten bis zur letzten Minute eigentlich voll reingehauen“ hätten und dass es nach dem frühen 0:1 zwar einen kurzen Hänger gab, die Mannschaft danach aber wieder zurückgefunden habe. Entscheidend war für ihn deshalb nicht, dass Schwand über die gesamte Spielzeit klar besser gewesen wäre, sondern dass die Gäste ihre Chancen nützten und seine Mannschaft eben nicht. „Der Gegner konnte einfach seine Chancen verwerten und wir nicht. Das war heute der ausschlaggebende Punkt“, fasste er es zusammen. Besonders hob er dabei Doppeltorschütze Patrick Weissenbacher hervor. Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den beiden Teams antwortete Neuhauser kurz und deutlich: „Im Stürmer Weissenbacher aus Schwand.“ Dass es daneben eine faire Partie war, hielt der Trainer ebenfalls fest. Aus seiner Sicht gab es keine Situationen, „über die man diskutieren muss“, und auch mit der Leistung von Schiedsrichter Tiefenthaler war er einverstanden: „Es war eine faire Partie grundsätzlich und der Referee hatte alles im Griff.“ Für die kommenden Wochen sieht Neuhauser aber noch eine zusätzliche Baustelle, die über dieses einzelne Spiel hinausgeht. „Grundsätzlich ist es bei uns so, dass wir jetzt in jeder Partie vier, fünf Spieler vorgeben mussten“, erklärte er. Dadurch sei es schwer, eine klare Stammformation zu finden, und genau das mache es im Spielbetrieb kompliziert. Mit Blick nach vorne liegt für die SPG also nicht nur die Aufgabe darin, sich für gute Phasen endlich zu belohnen, sondern auch mehr Stabilität in die personelle Besetzung zu bringen.