In der 2. Klasse Süd-West hat die Union Neukirchen/Enknach das Derby gegen den SV LITZ Mauerkirchen klar mit 6:0 gewonnen. So eindeutig, wie es der Endstand vermuten lässt, begann die Partie nach Einschätzung von Sportchef Hannes Moser allerdings nicht. Die Gäste hatten zunächst die besseren Möglichkeiten, ehe der Absteiger die erste eigene Chance nutzte, vor der Pause auf 5:0 stellte und damit früh den Grundstein für den deutlichen Heimsieg legte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Der Beginn gehörte aus Mosers Sicht zunächst den Gästen. „Am Anfang war Mauerkirchen am Drücker und hatte die ersten zwei besseren Chancen“, sagte der sportliche Leiter. Genau diese Phase sei im Nachhinein besonders wichtig gewesen, weil Mauerkirchen daraus nichts machte und Neukirchen danach immer besser in die Partie fand. In der 7. Minute gingen die Gastgeber dann durch Nikola Stanisavljevic mit 1:0 in Führung. Moser beschrieb dieses Tor als „schön herausgespielt“ und meinte, sein Stürmer habe den Abschluss „präzise gemacht“. Mit diesem Treffer habe sich das Spiel klar auf die Seite der Neukirchner bewegt. Stanisavljevic legte in der 20. und 21. Minute noch zwei weitere Tore nach und stellte mit seinem Dreierpack sehr früh auf 3:0.
Mit dem dritten Treffer war die Partie zwar noch nicht beendet, aber sie lief nun klar in Richtung der Heimischen. „Ich glaube, dass die zwei Chancen von Mauerkirchen nicht genutzt wurden und wir dann das erste Tor gemacht haben. Das war entscheidend“, sagte Moser. Danach konnte seine Mannschaft sofort nachlegen und spielte den Vorsprung weiter aus. Christoph Pommer erhöhte in der 26. Minute auf 4:0, kurz vor dem Seitenwechsel traf auch Christian Reschenhofer noch zum 5:0. Damit war das Spiel schon zur Pause praktisch entschieden. Moser sah den größten Unterschied an diesem Tag vor allem in der Konsequenz vor dem Tor. „Wir haben nicht viele Chancen gebraucht und gleich die erste genutzt“, sagte er. Genau diese Effizienz habe Neukirchen den klaren Vorteil verschafft.
Direkt nach dem Wiederbeginn setzte Neukirchen noch einen drauf. Kevin Aigner traf in der 47. Minute zum 6:0 und sorgte damit früh in der zweiten Halbzeit für den Endstand. Danach änderte sich der Charakter der Partie laut Moser deutlich. „Dann hat sich das ein wenig verflacht“, erklärte er. Auf beiden Seiten wurde viel gewechselt, das Spiel wurde ausgeglichener und verlor ein gutes Stück an Tempo. Am klaren Bild auf der Anzeigetafel änderte sich aber nichts mehr. Moser ordnete auch diese Phase nüchtern ein und meinte, dass es bei einem so deutlichen Zwischenstand natürlich leichter werde, das Spiel zu kontrollieren. Diskussionen abseits des Sportlichen gab es für ihn ebenfalls keine. „Es gab keine strittige Situation. Der Schiedsrichter war top und sehr fair“, sagte er.
So deutlich der Sieg auch ausfiel, Moser stellte nach dem Schlusspfiff nicht nur die sechs Tore in den Vordergrund. Für ihn war vor allem wichtig, wie seine Mannschaft in dieses Derby hineinging und nach dem etwas heikleren Beginn gemeinsam reagierte. „Der Kampf und die Kameradschaft waren der Weg zum Ziel“, sagte er. Jeder habe das Spiel gewinnen wollen, jeder habe zusammengeholfen, und gerade in einem Derby sei genau das oft entscheidend. Dass die Union Neukirchen nach vier Runden bei 12 Punkten hält und damit ganz vorne dabei bleibt, passt zu diesem starken Auftritt. Moser nutzte den klaren Heimsieg außerdem, um den Blick auf die Entwicklung im Verein zu richten. „Wir haben zurzeit einen sehr guten Nachwuchs mit sehr kompetenten Trainern. Unser Ziel ist, wieder auf viele Eigene zu setzen“, sagte er. Der klare Derbyerfolg war damit nicht nur ein guter Sonntagnachmittag für die Kampfmannschaft und der 1b, sondern auch ein weiterer Hinweis darauf, in welche Richtung sich der Verein entwickeln will.