Spielberichte

"Im letzten Drittel hat uns die Zielstrebigkeit gefehlt" – torloses Remis trotz viel Ballbesitz

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Geretsberg
USV St. Pantaleon

In der 2. Klasse Süd-West musste sich Union Raiffeisen Geretsberg am Sonntag mit einem 0:0 gegen USV St. Pantaleon begnügen. Trainer Moritz Huber sah seine Mannschaft über weite Strecken am Ball und mit Vorteilen im Spiel, am Ende fehlte aber genau dort die Schärfe, wo Partien entschieden werden. Viel Ballbesitz, zu wenig Tempo und zu wenig Genauigkeit im letzten Drittel verhinderten aus Sicht der Gastgeber den Heimsieg.

Mehrere Fußbälle auf Rasen

Foto: Pixabay


Bis zur Mittellinie sauber, davor zu wenig zwingend

Schon das 0:0 zur Pause passte zum Ablauf, den Huber nach dem Schlusspfiff schilderte. Geretsberg hatte laut seinem Trainer rund 60 bis 70 Prozent Ballbesitz und ließ den Ball bis zur Mittellinie auch ordentlich laufen. Dort hörte der gute Teil des Auftritts aber häufig auf. "Grundsätzlich bis zur Mittellinie haben wir den Ball relativ gut laufen lassen. Aber ab der Mittellinie haben wir sehr viele Passfehler drinnen gehabt, und die Zielstrebigkeit zum Tor hat gefehlt", sagte Huber. So blieb über weite Strecken der Eindruck einer Mannschaft, die mehr vom Spiel hatte, das Tempo aber nicht hoch genug bekam, um daraus auch wirklich Druck auf das gegnerische Tor zu entwickeln.

Die Chancen waren da, das Tor blieb aber aus

Dass am Ende trotzdem eher das Gefühl eines verpassten Heimsiegs blieb, lag für den Geretsberg-Coach an den wenigen, aber guten Möglichkeiten. Huber sprach von "zwei, drei sehr guten Aktionen", in denen seine Mannschaft das 1:0 machen musste. Einmal ging der Ball über das Tor, einmal wurde auf Abseits entschieden, einmal hielt der Gäste-Torwart stark. Gerade bei einer dieser Szenen blieb bei den Gastgebern das Gefühl, dass die Entscheidung vielleicht auch anders hätte ausfallen können. Huber formulierte das bewusst vorsichtig: "Da war eine Aktion dabei, wo anscheinend kein Abseits war." Mehr wollte er daraus aber nicht machen, weil er die Leistung des Schiedsrichters insgesamt als ordentlich einordnete.

St. Pantaleon stand tief, Geretsberg fand zu selten Lösungen

Ein großes Thema in Hubers Analyse war auch die Spielweise des Gegners. St. Pantaleon stand nach seiner Einschätzung sehr tief, verteidigte beinahe durchgehend mit zwei Viererketten und warf sich in jeden Ball. Genau an dieser kompakten Haltung biss sich Geretsberg immer wieder die Zähne aus. "Wir hatten schon viel Ballbesitz, aber in den gefährlichen Zonen waren wir zu ungenau und nicht zielstrebig genug", erklärte Huber. Für ihn ist damit auch klar, woran seine Mannschaft arbeiten muss: früher abschließen, im letzten Drittel sauberer spielen und mehr Tempo in die Angriffe bringen. Der Ball lief zwar teilweise gut, doch ohne die nötige Schärfe blieb der Aufwand am Ende ohne Belohnung.

Ein Punkt, der sich eher nach zu wenig anfühlt

Unterm Strich blieb für Geretsberg damit ein Punkt, der sich angesichts des Spielbilds eher nach zu wenig anfühlte. Nach fünf Runden hält die Mannschaft nun bei sieben Zählern, während St. Pantaleon den ersten Punkt der Saison mitnahm. Für Huber war es dabei kein Spiel, in dem seine Elf in allen Bereichen schlecht war. Der Kern seiner Analyse blieb klar und deutlich: "Die Zielstrebigkeit im letzten Drittel hat gefehlt. Wir müssen früher zum Abschluss kommen und im letzten Drittel genauer werden." Wenn Geretsberg diesen Teil verbessert, wird ein Auftritt mit so viel Ballbesitz und Feldvorteilen künftig eher in einen Heimsieg münden als in ein torloses Remis.