Spielberichte

„Jeder hat genau den Job erfüllt“ – SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b knackt Tabellenführer

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SV Schalchen II
Pfaffstätt/Munderfing 1b

In der 2. Klasse Süd-West hat der SV HAI Schalchen II am Mittwochabend gegen die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b mit 1:4 verloren. Neo-Trainer Franz Neuhauser sprach nach dem ersten Saisonsieg seiner Mannschaft von einer „Topleistung“ und führte den Erfolg vor allem auf taktische Disziplin und eine von Beginn an spürbare Fokussierung zurück. Entscheidend war aus seiner Sicht auch, dass seine Elf auf den Anschlusstreffer sofort die passende Antwort fand.

Torhüter mit Dress in Rot-Weißer im Tor

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kompakt geblieben und vor der Pause zugeschlagen

Die Partie begann aus Sicht der Gäste so, wie es Neuhauser erwartet hatte: mit viel Druck des bislang verlustpunktfreien Tabellenführers. „Schalchen ist sehr druckvoll gestartet“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade in dieser Phase sei aber die Grundlage für den späteren Auswärtssieg gelegt worden, weil seine Mannschaft defensiv kompakt blieb und dem Favoriten wenig Raum gab. Mit Fortdauer der ersten Hälfte kam Pfaffstätt/Munderfing dann selbst besser in die Partie, wurde laut Neuhauser „immer öfter vor dem Tor der Schalchner gefährlich“ und belohnte sich noch vor der Pause. In der 39. Minute brachte Matthias Ibertsberger die Gäste mit 1:0 in Führung, mit diesem Vorsprung ging es auch in die Kabinen. Für Neuhauser war das kein Zufall, sondern das Ergebnis eines klaren Plans, den seine Mannschaft in dieser Phase konsequent durchzog.


Antwort nach Elfmeter macht Unterschied

Auch nach dem Seitenwechsel blieb der Spielverlauf aus Sicht des Trainers nachvollziehbar. „In der zweiten Halbzeit war uns klar, dass Schalchen sofort auf den Ausgleich drücken würde“, erklärte Neuhauser. Seine Mannschaft erledigte die Defensivarbeit nach seiner Einschätzung aber weiter sehr gut und legte in der 64. Minute sogar nach, als Valentin Wolf auf 2:0 stellte. Spannend wurde es noch einmal, weil Lukas Berer in der 70. Minute für Schalchen auf 1:2 verkürzte. Neuhauser sprach dabei von der strittigsten Szene des Abends und meinte zum Elfmeter: „Den muss man nicht unbedingt geben.“ Entscheidend war für ihn aber nicht die Diskussion um diese Entscheidung, sondern die Reaktion seiner Mannschaft. Schon vier Minuten später stellte Simon Ibertsberger den alten Zwei-Tore-Abstand wieder her, ehe Valentin Wolf in der 86. Minute mit seinem zweiten Treffer alles klar machte. „Ausschlaggebend für den Sieg war nach dem Elfmeter dann die postwendende Antwort, als wir das 3:1 erzielen konnten. Das hat Schalchen komplett den Wind aus den Segeln genommen und uns auf die Siegerstraße geführt“, sagte Neuhauser.

Viel Fokus vor Anpfiff, viel Lob nach Abpfiff

Dass die Partie in diese Richtung laufen könnte, hatte der Trainer nach eigener Aussage schon sehr früh gespürt. „Eigentlich schon vor Spielbeginn“, sagte Neuhauser auf die Frage nach dem Moment, in dem er das Spiel kippen sah. Seine Mannschaft sei von Beginn an voll da gewesen, habe unbedingt den ersten Sieg einfahren wollen und diese Entschlossenheit auch auf den Platz gebracht. Besonders gegen einen Gegner, den er spielerisch hoch einschätzte, war das für ihn ein wichtiger Punkt. „Man hat gesehen, dass da alle sehr gut Fußball spielen können“, sagte er über Schalchen, schob aber sofort nach, dass den Gastgebern im letzten Drittel zu wenig eingefallen sei, weil seine Elf das gut verteidigt habe. Das größte Lob hob sich Neuhauser für die Umsetzung des Matchplans auf. „Die größte Stärke der Mannschaft war die taktische Diszipliniertheit. Wir haben vor Spielbeginn genau besprochen, wie wir spielen wollen und die Mannschaft hat das wirklich punktgenau umgesetzt. Jeder hat genau den Job erfüllt, den wir vorher ausgemacht haben und da kann ich als Trainer nur den Hut ziehen.“

Erster Sieg soll erst der Anfang sein

Trotz des klaren 4:1 wollte Neuhauser den Auftritt nicht einfach nur abfeiern. Er sprach zwar davon, dass seine Mannschaft diesmal vor dem Tor endlich jene Effizienz gezeigt habe, die in den vergangenen Partien gefehlt hatte, sah aber trotzdem noch genug Arbeit. „Verbesserungspotenzial gibt es überall“, betonte er und nannte vor allem den Defensivbereich im Mittelfeld als Punkt, an dem weiter gearbeitet werden müsse. Gerade das gefiel ihm an diesem Abend aber auch: dass selbst nach einem solchen Erfolg noch Dinge sichtbar bleiben, die man verbessern kann. Den Sieg wertete er deshalb weniger als Endpunkt, sondern als Bestätigung dafür, was in seiner Mannschaft steckt. „Die ersten Partien waren wirklich etwas schwierig, aber man hat schon in der Vorwoche gesehen, dass wir eine gute Mannschaft sind“, sagte der neue Trainer. Gegen den SV Schalchen habe sein Team nun „taktisch diszipliniert und auch vor dem Tor heute eiskalt“ gespielt. Die Aufgabe für die nächsten Wochen formulierte er entsprechend klar: „Jetzt besteht die große Kunst darin, dass wir das die nächsten Partien auch bestätigen.“

2. Klasse Süd-West: SV Schalchen II : Pfaffstätt/Munderfing 1b - 1:4 (0:1)

  • 86
    Valentin Wolf 1:4
  • 74
    Simon Ibertsberger 1:3
  • 70
    Lukas Berer 1:2
  • 64
    Valentin Wolf 0:2
  • 39
    Matthias Ibertsberger 0:1