In der 2. Klasse Süd-West hat sich die Union Raiffeisen Geretsberg bei der Union Feldkirchen/Mattighofen nach 0:2-Rückstand noch einen 3:2-Auswärtssieg geholt. Trainer Moritz Huber machte vor allem den Anschlusstreffer unmittelbar vor der Pause als Wendepunkt aus. Weil seine Elf nach schwacher erster Hälfte kämpferisch zulegte und in der Nachspielzeit nochmals zuschlug, drehte Geretsberg eine Partie, die lange in Richtung Heimteam gelaufen war.

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Feldkirchen erwischte genau jenen Beginn, vor dem sich jeder Auswärtstrainer fürchtet. Schon in der 1. Minute brachte Emilio Elias Schinwald die Gastgeber mit 1:0 in Führung. Huber sprach von einem „perfekten Start“ des Gegners und machte keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in dieser Phase nicht gut im Spiel war. „Die erste Halbzeit war nicht besonders gut, da war wenig Intensität drin und wir haben wenig Gutes gezeigt“, sagte der Geretsberger Trainer offen. Noch schwieriger wurde es aus Sicht der Gäste, als Stefan Meixner in der 43. Minute auf 2:0 stellte. Dass Elias Handleder kurz vor der Pause noch auf 2:1 verkürzte, veränderte den Abend für Geretsberg aber spürbar. Aus einem klaren Rückstand wurde plötzlich wieder eine offene Partie, und genau das hob Huber nach dem Schlusspfiff auch besonders hervor.
Genau diesen Treffer zum 2:1 stellte Huber in den Mittelpunkt seiner Analyse. „Das 2:1 war der Schlüsselmoment“, sagte er und erklärte auch, warum er das so sieht: „Seit diesem Zeitpunkt haben wir besser ins Spiel gefunden und sind relativ gut aus der Halbzeit rausgekommen.“ Geretsberg blieb nach dem Seitenwechsel dran und bekam die Partie Schritt für Schritt offener. In der 67. Minute fiel durch Bernhard Maislinger dann auch der Ausgleich zum 2:2. Für Huber passte das zu dem Bild, das er in der zweiten Hälfte gesehen hatte. „Wir waren in der zweiten Halbzeit kämpferisch da und haben uns das Glück, das wir gebraucht haben, erkämpft“, meinte er. Darum sei der Sieg am Ende, gerade wegen des deutlich verbesserten Auftritts nach der Pause, auch verdient gewesen.
Die Schlussphase wurde danach noch einmal richtig eng. Huber sprach von „etwas hektischen“ letzten zehn bis 15 Minuten, betonte aber zugleich, dass es insgesamt ein „relativ faires Spiel von beiden Seiten“ gewesen sei und Schiedsrichter Petereder das gut im Griff gehabt habe. Die Entscheidung fiel tief in der Nachspielzeit: In der 96. Minute tankte sich Julian Lasser außen durch, legte den Ball in den Strafraum auf Adrian Mayer, und der Geretsberger vollendete aus kurzer Distanz zum 3:2. Huber schilderte die Szene so: „Adrian hat im Fünfer sehr cool zur Entscheidung getroffen.“ Trotz des späten Sieges hatte der Trainer auch lobende Worte für den Gegner. „Die Union Feldkirchen war läuferisch stark, kampfstark und hat offensiv immer wieder gute Akzente gesetzt. Das ist mit Sicherheit eine sehr gute Mannschaft in der Liga“, sagte er. In der Tabelle hält die Union Geretsberg damit nach sechs Spielen bei zehn Punkten und liegt auf Rang fünf, Feldkirchen bleibt mit sieben Zählern Sechster.