In der 2. Klasse Süd-West hat die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b am Sonntagnachmittag gegen den SV LITZ Mauerkirchen nach einer lange zähen Partie noch klar mit 4:1 gewonnen. Zur Pause stand es 0:0, nach dem zwischenzeitlichen 1:1 zog die Elf von Neo-Trainer Franz Neuhauser aber noch davon. Für den neuen Coach lag der Knackpunkt vor allem in der Reaktion seiner Mannschaft nach dem Ausgleich und in der Kaderbreite trotz mehrerer Ausfälle.

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Franz Neuhauser machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft in der ersten Halbzeit weit von ihrem besseren Gesicht entfernt war. "Mauerkirchen war in der ersten Halbzeit wirklich spritzig und in den Zweikämpfen voll da. Sie haben uns das Leben sehr schwer gemacht", sagte der Trainer. Die Gäste liefen aggressiv an, waren von Beginn an präsent und stellten Pfaffstätt/Munderfing damit vor Probleme, auf die der Gastgeber zunächst keine gute Antwort fand. Neuhauser sprach davon, dass seine Mannschaft nicht gut gespielt habe und sich von der Intensität des Gegners überraschen ließ. Dass es trotzdem mit einem 0:0 in die Kabinen ging, war aus seiner Sicht ein wichtiger Umstand. Der eigene Torwart hielt die Heimischen in dieser Phase im Spiel, ehe in der Pause klar angesprochen wurde, was auf dem Platz bis dahin gefehlt hatte.
Direkt nach Wiederbeginn zeigte Pfaffstätt/Munderfing dann ein anderes Auftreten. Neuhauser berichtete von mehreren Ecken kurz nach der Pause, bei denen der Mauerkirchener Tormann zunächst noch stark reagierte, ehe in der 55. Minute doch das 1:0 fiel. Julian Kaufmann brachte die Gastgeber nach einer Standardsituation in Führung und belohnte damit die deutlich aktivere Phase seiner Mannschaft. Lange hielt dieser Vorsprung aber nicht. In der 73. Minute nutzte Marcel Nemetz eine Unachtsamkeit nach einem langen Ball zum 1:1 für Mauerkirchen. Genau dort setzte für Neuhauser aber der entscheidende Abschnitt des Spiels an. "Der wichtigste Moment war, dass wir uns nach dem 1:1 nicht aufgegeben haben", sagte er. Nur sechs Minuten später traf Fabian Klinger, der in der Halbzeit eingewechselt worden war, nach einer Kombination über die linke Seite zum 2:1. Für den Trainer war dieses Tor deshalb so wichtig, weil damit die kurze aufkommende Drangphase der Gäste sofort wieder beendet war.
Mit der neuerlichen Führung im Rücken bekam Pfaffstätt/Munderfing das Spiel dann endgültig auf seine Seite. Das 3:1 durch Daniel Willibald Schwab in der 84. Minute fiel nach einer sauber ausgespielten Kontersituation, wie Neuhauser schilderte, und nur drei Minuten später setzte Valentin Wolf mit einem verwandelten Elfmeter den Schlusspunkt zum 4:1. Gerade dieser späte Verlauf passte zu jener Einschätzung, die der Trainer nach dem Spiel besonders hervorhob. "Heute hat eigentlich nicht so viel richtig gut funktioniert", sagte Neuhauser offen, um dann gleich den Punkt zu nennen, der für ihn den Unterschied ausmachte: "Die Kaderbreite hat uns heute den Sieg gebracht." Nach dem kräfteraubenden Spiel am Mittwoch in Schalchen und mehreren krankheitsbedingten Ausfällen musste er im Vergleich zur vorherigen Partie gleich fünf Wechsel vornehmen. "Die Spieler, die reingekommen sind, haben alles gegeben und mich nicht enttäuscht", sagte der Coach, der genau darin den Ausschlag für diesen Heimsieg sah.
Neuhauser ordnete den Erfolg deshalb nicht als glanzvollen Auftritt ein, sondern als Spiel, das seine Mannschaft erst nach und nach auf ihre Seite ziehen konnte. Der SV Mauerkirchen habe es vor der Pause "ziemlich gut gemacht", meinte er, weil die Gäste aggressiv waren und den Gastgebern kaum Ruhe ließen. Nach Seitenwechsel, so seine Sicht, habe die SPG Pfaffstätt/Munderfing aber deutlich besser ins Spiel gefunden, während Mauerkirchen nicht mehr viel nachlegen konnte. Positiv hob der Trainer außerdem hervor, dass es keine strittigen Szenen gegeben habe. Unterm Strich stand für die Heimischen damit genau das, was sie nach den schwierigen Tagen mit Ausfällen und Umbauten brauchten: der erhoffte Dreier, ein klarer 4:1-Erfolg und das Gefühl, ein unangenehmes Spiel nach dem 1:1 doch noch entschlossen gelöst zu haben.