In der 2. Klasse Süd-West hat die Union Feldkirchen/Mattighofen am Samstagnachmittag beim USV St. Pantaleon eine turbulente 4:6-Niederlage hinnehmen müssen. Sektionsleiter Franz Josef Katzdobler fand danach klare Worte: „Die Einstellung hat an diesem Tag gefehlt“, sagte er und machte vor allem die fehlende defensive Stabilität für die Niederlage verantwortlich.

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Für Feldkirchen begann die Partie zunächst nach Wunsch. Schon in der 7. Minute brachte Laurenz Seidl die Gäste in Führung. Lange tragen konnte die Mannschaft diesen Vorsprung aber nicht. Rund um die 23. Minute drehte der Absteiger das Spiel innerhalb kürzester Zeit, als zunächst Julian Gerhartinger ausglich und Haris Abdulahovic auf 2:1 stellte. Damit war das Spiel endgültig bei den Gastgebern angekommen. Gerhartinger erhöhte in der 32. Minute auf 3:1, nur zwei Minuten später legte Patrick Sacher das 4:1 nach. Feldkirchen war damit schwer unter Druck, schaffte vor der Pause aber noch eine Reaktion. Laurenz Seidl verkürzte in Minute 37 auf 4:2, ehe Hannes Meixner nur eine Minute später sogar das 4:3 nachschob. Mit diesem knappen Rückstand ging es in die Kabinen, obwohl St. Pantaleon die Begegnung in dieser Phase bereits klar an sich gezogen hatte.
Dass Feldkirchen trotz des späten Doppelschlags vor der Pause nicht mehr entscheidend zurückkam, lag aus Sicht von Franz Josef Katzdobler vor allem an den vielen Fehlern gegen den Ball. „Viele Tore sind durch schlechtes Verhalten in der Abwehr gefallen. Wir haben sehr viele Fehler gemacht und verdient 6:4 verloren“, sagte der Sektionsleiter nach dem Schlusspfiff. Direkt nach Wiederbeginn bekam seine Mannschaft den nächsten Rückschlag. Wieder war es Julian Gerhartinger, der in der 46. Minute auf 5:3 stellte und St. Pantaleon damit wieder Luft verschaffte. Nur sechs Minuten später erhöhte derselbe Spieler auf 6:3 und schnürte damit seinen Viererpack. Das 6:4 durch Florian Egger in der 69. Minute war für Feldkirchen zwar noch Ergebniskosmetik, mehr als dieser vierte Treffer gelang den Gästen aber nicht mehr. So blieb es bei einem Spiel, in dem Feldkirchen offensiv durchaus vier Tore erzielte, defensiv aber nie die nötige Sicherheit fand.
Besonders deutlich wurde Katzdobler, als er auf die Gründe für die Niederlage angesprochen wurde. „Entscheidend war, dass unsere Einstellung an diesem Tag nicht gepasst hat“, sagte er ohne Umschweife. Für ihn war das keine Randnotiz, sondern der Kern des gesamten Nachmittags. „Wir waren defensiv nicht stabil. Wir konnten die hohen Bälle nicht verteidigen. Wir waren nicht bereit, den nötigen Einsatz zu zeigen, und das hat St. Pantaleon ausgenutzt.“ Damit lieferte der Feldkirchner Funktionär auch gleich die Erklärung dafür, warum die Partie trotz vier eigener Treffer verloren ging. Den Gastgeber sah er dabei keineswegs spektakulär, aber wirksam. „St. Pantaleon hat hohe Bälle gespielt, um das Mittelfeld zu überbrücken. Vorne hatten sie einen sehr guten Stürmer, der seine Chancen gut genutzt hat“, sagte Katzdobler. Dass Julian Gerhartinger am Ende viermal traf, passte genau zu dieser Einschätzung und machte den Unterschied im Ergebnis gut sichtbar.
Viel Erfreuliches wollte Katzdobler nach dem Schlusspfiff deshalb nicht herausstreichen. „An diesem Tag wenig. Das war die schlechteste Leistung seit sehr langer Zeit“, sagte er offen und ließ damit keinen Zweifel daran, wie er diesen Auftritt einordnet. Immerhin blieb die Partie aus seiner Sicht ohne größere Nebenschauplätze, denn es habe „wenig strittige Situationen“ gegeben und „die Leistung von Schiedsrichter Martinkovic war in Ordnung“. Für die Union Feldkirchen ist diese Niederlage damit vor allem eine Partie, aus der die richtigen Schlüsse gezogen werden müssen. Nach sieben Runden hält die Mannschaft bei sieben Punkten und liegt damit auf Rang sieben, während der USV St. Pantaleon mit dem ersten Saisonsieg bei vier Zählern steht. Was bei den Gästen nach diesem 4:6 hängen bleibt, hat ihr Sektionsleiter ohnehin klar zusammengefasst: Vor allem Einstellung, Wille und Bereitschaft in den Zweikämpfen haben diesmal nicht gereicht.