Spielberichte

0:6-Debakel in St. Radegund: „Uns haben Intensität und Konsequenz gefehlt“

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St. Radegund
Friedburg Juniors

In der 2. Klasse Süd-West setzte es für die SV Lugstein Cabs Friedburg Juniors bei der Union St. Radegund ein 0:6-Debakel. Schon zur Pause lagen die Gäste 0:2 zurück, nach dem dritten Gegentor war die Partie aus Sicht von Neo-Trainer Nicola Rago endgültig gekippt. Sein Fazit fiel klar aus: St. Radegund war in vielen Bereichen besser, während seine junge Mannschaft die nötige Intensität und Konsequenz vermissen ließ.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Frühe Tore gaben Richtung vor

Die Partie nahm aus Sicht der Friedburg Juniors einen denkbar ungünstigen Verlauf. Bereits in der 7. Minute brachte Petar Malic die Gastgeber 1:0 in Front, nach 22 Minuten legte Dominik Hager das 2:0 nach. Damit hatte St. Radegund früh klare Vorteile auf seiner Seite und gab dem Spiel früh die Richtung vor. Rago fand nach dem Schlusspfiff deutliche Worte: „Heute mussten wir uns Union St. Radegund deutlich geschlagen geben. Der Gegner war uns in vielen Bereichen überlegen, körperlich, technisch, aber auch in der Erfahrung und mentalen Stabilität.“ Vor allem störte ihn, dass seine Mannschaft über weite Strecken nicht jene Schärfe auf den Platz bekam, die in dieser Liga notwendig ist. „Wir konnten nicht die notwendige Intensität und Konsequenz auf den Platz bringen, um dagegenzuhalten“, sagte der Trainer.


Nach dem dritten Gegentor war Spiel entschieden

Mit dem 0:2 zur Pause war die Aufgabe für die Gäste bereits schwierig, nach dem Seitenwechsel wurde sie rasch noch schwerer. In der 55. Minute traf Malic zum 3:0, und genau diesen Moment beschrieb Rago als klaren Bruch im Spiel seiner Mannschaft. „Gerade nach dem dritten Gegentor hat man bemerkt, dass es uns schwergefallen ist, den Gegner noch einmal ernsthaft unter Druck zu setzen und ins Spiel zurückzufinden“, sagte er. Aus seiner Sicht war dieser Treffer allerdings auch von einer strittigen Szene begleitet. „Beim dritten Tor war der Gegner aus meiner Sicht mindestens drei Meter im Abseits, aber das wurde nicht gesehen“, meinte Rago. Sportlich zog St. Radegund danach aber konsequent weiter davon: Malic erhöhte in der 64. Minute auf 4:0, ehe Laszlo Toth mit Treffern in der 69. und 72. Minute den 6:0-Endstand herstellte.

Klare Anerkennung für Gegner, klarer Weg für eigene Entwicklung

Trotz des deutlichen Ergebnisses suchte Rago nicht nach Ausreden, sondern gratulierte dem Gegner ausdrücklich. „Die Union St. Radegund hat heute eine sehr starke Leistung gezeigt und aus unserer Sicht durchaus das Potenzial, in dieser Liga ganz oben mitzuspielen“, sagte der neue Trainer. Er beschrieb die Hausherren als sehr kompakt und erfahren, als Mannschaft also, die genau wisse, wie diese Liga zu spielen sei. Darin sah er auch einen wesentlichen Unterschied zu seiner eigenen Elf, die sich mit vielen jungen Spielern noch in einem Entwicklungsprozess befindet. „Heute war der Gegner klar besser. Das gilt es anzuerkennen und daraus zu lernen“, hielt Rago fest. Für die Friedburg Juniors richtet sich der Blick deshalb rasch wieder nach vorne. „Für uns heißt es, weiter konsequent an unserem Weg festzuhalten“, sagte er und verwies auf die Aufgabe, die jungen Spieler gemeinsam mit erfahrenen Kräften durch die Saison zu begleiten. Es gehe darum, sie Schritt für Schritt an den Erwachsenenfußball heranzuführen, „körperlich, technisch und mental“. Entsprechend nüchtern fiel auch sein Ausblick aus: „Wir schauen nach vorne, analysieren das Spiel und wollen uns von Woche zu Woche weiterentwickeln.“

2. Klasse Süd-West: St. Radegund : Friedburg Juniors - 6:0 (2:0)

  • 72
    Laszlo Toth 6:0
  • 69
    Laszlo Toth 5:0
  • 64
    Petar Malic 4:0
  • 55
    Petar Malic 3:0
  • 22
    Dominik Hager 2:0
  • 7
    Petar Malic 1:0