In der 2. Klasse Süd-West hat die Union Raiffeisen Geretsberg ein wildes Heimspiel gegen die Sportunion Raiffeisen St. Peter/Hart mit 3:2 gewonnen. Nach einer starken Anfangsphase führten die Gastgeber schon 2:0, ließen den Gegner aber wieder herankommen und erzwangen erst in der Nachspielzeit die Entscheidung. Trainer Moritz Huber sprach danach von einem „zum Schluss etwas glücklichen, aber trotzdem hochverdienten Sieg“.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Geretsberg war von Beginn an sofort in der Partie. Huber sagte nach dem Spiel: „Wir sind sehr gut ins Spiel reingestartet.“ Vor allem gegen den Ball gefiel ihm der Auftritt seiner Mannschaft, weil sie den Gästen früh den Rhythmus nahm und immer wieder in gute Zonen kam. „Wir hatten sehr viele Ballgewinne im letzten Drittel“, erklärte der Trainer, und genau daraus entwickelte sich auch die frühe Führung. In der 13. Minute brachte Tobias Schwankner die Heimelf mit 1:0 in Front. Nach 23 Minuten legte Adrian Mayer das 2:0 nach, wobei Huber die Vorarbeit von Bence Ficzere besonders hervorhob. In dieser Phase hatte Geretsberg das Spiel klar auf seiner Seite, doch die Partie kippte nicht völlig in eine Richtung. Schon eine Minute später verkürzte Naron Szücs auf 2:1. Mit Blick auf die beiden Gegentore sprach Huber nach dem Spiel von „zwei sehr einfachen Gegentoren“, bei denen seine Mannschaft den Ball aus seiner Sicht besser hätte klären müssen. So blieb St. Peter trotz des starken Geretsberger Starts voll in Schlagdistanz, und mit dem 2:1 ging es auch in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Huber seine Mannschaft über weite Strecken vorne. „Wir waren klar spielbestimmender, hatten viel mehr Ballbesitz, viel mehr Abschlüsse und viel mehr hundertprozentige Torchancen“, sagte der Geretsberg-Trainer. Trotzdem blieb die Partie offen, weil die Gäste immer wieder Umschaltmomente fanden. Genau das sprach Huber ihnen auch ausdrücklich zu: „St. Peter war im Umschalten mit dem schnellen Ball nach vorne auf die Außenspieler immer gefährlich.“ Lange hielt Geretsberg das knappe 2:1, ehe Fabian Auer in der 80. Minute für die Gäste zum 2:2 ausglich. Dass die Heimelf danach noch einmal zurückkam, war für Huber ein Zeichen für den Willen seiner Mannschaft. Den entscheidenden Moment benannte er ohne Zögern: „Entscheidend war mit Sicherheit das 3:2 durch Thomas Reisch.“ In der Nachspielzeit gewann Geretsberg im Mittelfeld den Ball, schaltete laut Huber „relativ gut und klar“ um, spielte den Ball in die Tiefe, und Reisch schloss die Aktion in der 92. Minute mit einem wuchtigen Treffer zum 3:2 ab.
In seiner Analyse führte Huber den Heimsieg vor allem auf das Anlaufen und die Konsequenz gegen den Ball zurück. „Das hohe Pressing hat heute sehr gut funktioniert, weil wir sehr viele Ballgewinne gehabt haben“, sagte er. Dazu kamen laut dem Trainer viele gute Aktionen nach diesen Ballgewinnen. Huber sprach sogar von „fünf, sechs hundertprozentigen Torchancen“, bei denen der Gästetorhüter mehrmals stark gehalten habe. Deshalb blieb seine Einschätzung auch trotz des späten Siegtors klar: „Zum Schluss ist es schon ein verdienter Sieg, aber aufgrund des Kampfgeists und des Willens der Mannschaft auch ein glücklicher Sieg.“ Diskussionen rund um den Unparteiischen wollte er dagegen nicht aufmachen. „Schiedsrichter Feichtinger hat das Spiel meiner Meinung nach sehr gut geleitet“, meinte Huber, auch wenn er nach dem 2:0 noch eine mögliche Strafraumszene erwähnte, die aus seiner Sicht schwer zu sehen gewesen sei. In der Tabelle hält die Union Geretsberg nach Runde sieben nun bei 13 Punkten und bleibt damit in der oberen Hälfte dran. Ganz ohne Wermutstropfen endete der Sonntagnachmittag für die Gastgeber aber nicht, denn Huber berichtete nach dem Spiel von einer Verletzung in seiner Mannschaft und wünschte dem betroffenen Spieler ausdrücklich eine rasche und gute Besserung.