In der 2. Klasse Süd-West hat sich die Union Feldkirchen/ Mattighofen von der Union St. Radegund mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Die Gäste gingen nach einer Standardsituation in Führung, Feldkirchen antwortete noch vor der Pause ebenfalls nach einem ruhenden Ball. Sektionsleiter Franz Josef Katzdobler sprach danach von einem intensiven Spiel, einem gerechten Remis und einer Leistung, mit der er „sehr zufrieden“ war, auch wenn aus seiner Sicht sogar mehr möglich gewesen wäre.
Das Spiel entwickelte sich von Beginn an so, wie Katzdobler es nach dem Schlusspfiff schilderte: intensiv, umkämpft und mit zwei Mannschaften, die sich wenig schenkten. St. Radegund nutzte in der 15. Minute eine Standardsituation und ging durch Laszlo Toth mit 1:0 in Führung. Feldkirchen musste also früh einem Rückstand nachlaufen, blieb aber in der Partie und fand noch vor der Pause die passende Antwort. In der 45. Minute fiel der Ausgleich durch Maximilian Schönhofer, und auch dieser Treffer entstand nach einem ruhenden Ball. Katzdobler gefiel dabei nicht nur der Zeitpunkt, sondern auch die Ausführung. „Der Ausgleichstreffer war schön gemacht“, sagte er und ergänzte: „Unser Ausgleichstreffer war ein Freistoß, schön ins lange Eck abgefälscht.“ Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Partie wieder völlig offen.
Gerade im zweiten Durchgang sah der Feldkirchner Funktionär seine Mannschaft sogar leicht im Vorteil. „Ich denke, in der zweiten Halbzeit waren wir sogar etwas besser“, sagte Katzdobler und verwies darauf, dass seine Elf immer wieder in gute Situationen kam. Das Problem lag für ihn weniger im Spielaufbau als in der letzten Konsequenz. „Wir hatten einige Gelegenheiten, wo wir beim letzten Pass zu ungenau oder beim Abschluss einfach nicht das nötige Glück hatten“, erklärte er. Einen einzelnen Moment wollte er dabei gar nicht herausheben, weil es aus seiner Sicht nicht die eine große Chance gab, sondern mehrere Möglichkeiten, aus denen Feldkirchen zu wenig machte. Genau deshalb brachte er den Knackpunkt nach dem Spiel knapp und treffend auf den Punkt: „Die Chancenauswertung hat gefehlt.“ Weil aber auch die Gäste nach dem Seitenwechsel noch zu Möglichkeiten kamen, blieb Katzdobler bei seiner Einordnung: „Ich denke, das Unentschieden ist gerecht.“
Was dem Sektionsleiter am Freitagabend besonders gefiel, war die Art und Weise, wie die Union Feldkirchen auftrat. „Dieses Mal waren die Einstellung und der Wille, das Spiel gewinnen zu wollen, sehr gut“, sagte Katzdobler. Er sprach ausdrücklich davon, dass seine Mannschaft gegen den Ball gut gearbeitet habe und sich auch nach vorne Chancen herausspielen konnte. Entsprechend klar fiel sein Gesamturteil aus: „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung.“ Dass dieser Punktgewinn für ihn Gewicht hat, lag auch an der Einschätzung des Gegners. Katzdobler beschrieb die Union St. Radegund als „sehr stark“ und hob hervor: „Radegund hat sehr gute Einzelspieler, ist defensiv stabil und nach vorne immer gefährlich. Eine sehr gute Mannschaft.“ Zum Spiel passte daher auch, dass es viele Zweikämpfe und viele enge Situationen gab. Über einzelne Entscheidungen könne man zwar reden, meinte Katzdobler, „aber im Großen und Ganzen hat es gepasst“. So bleibt für Feldkirchen ein Auftritt, der Mut machen kann: Die Leistung stimmte, die Einstellung ebenfalls, nur vor dem Tor hätte es am Ende noch etwas konsequenter sein müssen.