In der 2. Klasse Süd-West hat Union Raiffeisen Geretsberg beim Tabellenführer Union Neukirchen/Enknach trotz guter Anfangsphase mit 1:4 verloren. Trainer Moritz Huber sah seine Elf lange auf Kurs, ehe die Partie kurz vor der Pause kippte. Vor allem das 2:1 in der Nachspielzeit der ersten Hälfte und die ausgelassenen Chancen auf ein zweites oder drittes Tor waren für ihn die Punkte, die diesen Nachmittag am Ende in eine klare Niederlage kippen ließen.

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Dabei hatte für die Gäste zunächst vieles in die richtige Richtung gezeigt. Geretsberg kam gut hinein, ging in der 18. Minute durch Elias Handleder mit 1:0 in Führung und hatte nach Hubers Eindruck das Spiel bis weit in die erste Hälfte hinein im Griff. „Wir haben einen sehr guten Start hingelegt“, sagte der Trainer, der sogar von „einem sehr, sehr guten Spiel“ seiner Mannschaft in dieser Phase sprach. Erst in der 38. Minute gelang Neukirchen durch Nikola Stanisavljevic der Ausgleich. Noch bitterer aus Sicht der Geretsberger war dann das 2:1 in der Nachspielzeit vor dem Seitenwechsel, erneut durch Stanisavljevic. Nach der Pause legten die Gastgeber durch Christoph Pommer in der 62. Minute nach, ehe Stanisavljevic mit seinem dritten Treffer in der 76. Minute den 4:1-Endstand herstellte.
Huber machte nach dem Schlusspfiff vor allem an einem Punkt fest, warum seine Mannschaft ohne Zählbares heimfuhr. „Wir haben es verpasst, das 2:0 oder 3:0 zu machen“, sagte er, und genau darin lag für ihn der große Unterschied. Geretsberg habe in dieser Phase genug gute Möglichkeiten gehabt, um die Partie klarer auf die eigene Seite zu ziehen. Stattdessen ließ man Neukirchen zurück ins Spiel kommen und kassierte die Gegentore nach seiner Einschätzung „relativ einfach“. Besonders deutlich wurde der Trainer beim Blick auf den Wendepunkt: „Beim 2:1 vor der Halbzeit hat sich das Spiel gedreht.“ Deshalb lautete sein Fazit auch entsprechend nüchtern: „Im Großen und Ganzen haben wir verdient verloren, aber in der Höhe ist es nicht gerecht.“
Trotz des klaren Endstands nahm Huber aus der Partie auch etwas mit, das ihm für die nächsten Wochen wichtig sein kann. „Es waren mit Sicherheit 30 Minuten, die zu unseren besten in dieser Saison gehört haben“, sagte er über die Anfangsphase, in der seine Mannschaft nach seiner Einschätzung „das Spiel klar unter Kontrolle“ hatte und bis auf zwei Konter kaum etwas zuließ. Den Tabellenführer sah er dabei nicht als übermächtigen Gegner. „Wenn ich ehrlich bin, hätte ich mir mehr erwartet“, meinte der Geretsberg-Coach, verwies aber gleichzeitig auf Nikola Stanisavljevic als „Topstürmer in der Liga“. In der Tabelle bleibt Geretsberg nach acht Runden bei 13 Punkten auf Rang fünf, während Neukirchen mit 22 Zählern die Spitze behauptet.