Spielberichte

„Wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben“ – SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b macht es in Uttendorf spät klar

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SV Uttendorf
Pfaffstätt/Munderfing 1b

In der 2. Klasse Süd-West hat der ASKÖ SV Weing Uttendorf lange mehr vom Spiel, brachte den Ball aber nicht unter. Das nutzte die SPG Pfaffstätt/Munderfing 1b spät und deutlich aus und gewann mit 3:0. Neo-Trainer Franz Neuhauser führte den Auswärtssieg vor allem auf die Beharrlichkeit seiner Mannschaft, das nötige Spielglück und die bessere Chancenverwertung zurück. Weil Uttendorf sogar einen Elfmeter vergab, fiel das Ergebnis am Ende klar aus.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Nervöser Beginn, Uttendorf mit besseren Möglichkeiten

Franz Neuhauser sah zunächst keine Partie, in der seine Mannschaft sofort das Kommando übernahm. „Das Spiel wurde von beiden Seiten sehr nervös geführt. Viele Ballverluste“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Gerade in der Anfangsphase hatte Uttendorf nach seiner Einschätzung mehr vom Spiel und war „von Beginn an ein Stück besser“. Die Gastgeber kamen laut Neuhauser auch zu zwei, drei guten Aktionen, in denen zumindest ein Treffer möglich gewesen wäre. Pfaffstätt/Munderfing hielt in dieser Phase aber dagegen, überstand die schwierigen Momente und nahm das torlose 0:0 zur Pause deshalb gern mit. Schon da war zu sehen, dass die Gäste an diesem Tag nicht viel zulassen wollten, auch wenn sie selbst noch nicht richtig in ihren Rhythmus fanden.


Spermoser bringt Gäste nach Freistoß nach vorne

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht des Gästetrainers zunächst nicht grundlegend. Uttendorf blieb im Spiel, wurde vor dem Tor mit Fortdauer der Partie aber immer ungeduldiger. Genau das half den Gästen. „Da konnten wir das eine oder andere Mal einen Angriff zu Ende spielen“, erklärte Neuhauser. Das 0:1 in der 57. Minute fiel dann nach einem kurz abgespielten Freistoß. Nach der Hereingabe kam der Ball in hohem Bogen vor das Tor, Florian Spermoser drückte ihn über die Linie. Uttendorf bekam danach noch die große Möglichkeit zum Ausgleich, setzte einen zugesprochenen Elfmeter aber neben das Tor. Damit blieb Pfaffstätt/Munderfing vorne und konnte weiter auf seine kompakte Art setzen.

Die Null als Basis und starkes Debüt im Tor

Für Neuhauser lag die Grundlage des Sieges klar in der Arbeit gegen den Ball. „Wir haben bis zum Schluss nicht aufgegeben und in der Defensive alles probiert, damit wir die Null halten. Das ist uns gelungen“, sagte er. Besonders hob er den erst 15-jährigen Torwart hervor, der sein erstes Spiel in der Kampfmannschaft machte. Nach anfänglicher Nervosität habe er sich im Lauf der Partie gesteigert, „ein paar sehr starke Paraden“ gezeigt und damit seinen Anteil daran gehabt, dass Uttendorf trotz guter Ansätze ohne Treffer blieb. Dass die Gastgeber nach Ansicht des Trainers „ziemlich viel gut gemacht“ haben, unterstreicht diesen Punkt zusätzlich. Vor allem mit Diagonalbällen und Vorstößen bis rund 20 Meter vor das Tor kam Uttendorf immer wieder in gefährliche Räume, doch im Abschluss blieb zu viel liegen.

Konter entscheiden Spiel, Coach Neuhauser sieht trotzdem Luft nach oben

In der Schlussphase nutzten die Gäste die offenen Räume dann eiskalt. Als die ASKÖ Uttendorf alles nach vorne warf, schlug die SPG Pfaffstätt/Munderfing noch zweimal per Konter zu. Simon Ibertsberger erhöhte in der 85. Minute auf 2:0, der 15-jährige Jonas Friedrich, ebenfalls mit dem ersten Spiel in der Kampfmannschaft, legte vier Minuten später das 3:0 nach. „Das 2:0 hat Uttendorf dann eigentlich komplett gebrochen“, meinte Neuhauser. Trotz des klaren Ergebnisses verschwieg der neue Trainer die offenen Baustellen aber nicht. Vom Mittelfeld bis nach vorne gebe es noch einiges zu verbessern, weil die Positionen nicht immer so gehalten worden seien wie besprochen und Uttendorf dadurch durch die Mitte relativ leicht durchkam. Sein Fazit fiel deshalb eindeutig aus: Der Unterschied lag diesmal im Durchhalten und in der Chancenverwertung, auch wenn für die Gastgeber nach seinen Worten „mehr drinnen gewesen wäre“.

2. Klasse Süd-West: Uttendorf : Pfaffstätt/Munderfing 1b - 0:3 (0:0)

  • 89
    Jonas Friedrich 0:3
  • 85
    Simon Ibertsberger 0:2
  • 57
    Florian Spermoser 0:1