In der 2. Klasse Süd-West hat sich die Union Neukirchen/Enknach am Samstagnachmittag mit 2:1 gegen die Union Feldkirchen/Mattighofen durchgesetzt. Die Gäste führten nach einem Treffer von Michael Stockinger zur Pause, brachten den Vorsprung aber nicht ins Ziel. Für Sektionsleiter Franz Josef Katzdobler lag der Knackpunkt klar vor der Halbzeit: Feldkirchen hätte auf 2:0 stellen können, ließ diese Möglichkeit aber liegen und wurde dafür nach der Pause bestraft.

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Dass die Partie alles andere als ein einseitiges Spiel war, daran ließ Katzdobler keinen Zweifel. "Viele Chancen auf beiden Seiten. Es ging hin und her mit dem glücklicheren Ende für den Absteiger", sagte der Sektionsleiter kurz nach dem Schlusspfiff. Gerade in der Anfangsphase hatte der Tabellenführer nach seiner Wahrnehmung bereits mehrere Möglichkeiten, ließ diese aber ungenutzt. Feldkirchen blieb dennoch im Spiel und ging in der 24. Minute durch Michael Stockinger mit 1:0 in Führung. Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste auch in die Pause, ehe sich das Bild nach dem Seitenwechsel drehte: Tobias Hötzenauer glich in der 71. Minute aus, nur zwei Minuten später legte Nikola Stanisavljevic das 2:1 für Neukirchen nach.
Für Katzdobler lag die entscheidende Phase trotzdem nicht erst bei den beiden Gegentreffern in der Schlussphase, sondern schon deutlich davor. "Entscheidend war sicherlich die Phase vor der Halbzeit, wo wir das 2:0 hätten machen können", sagte er. Aus seiner Sicht hätte ein zweiter Treffer das Spiel wohl auf die Seite der Gäste gezogen. Stattdessen blieb es beim knappen Vorsprung, und genau das wertete er rückblickend als offenen Punkt der Partie. Dazu kam aus Feldkirchner Sicht noch eine strittige Szene beim Stand von 1:0. Katzdobler schilderte sie klar aus seiner Perspektive: "Ein Feldkirchener Spieler wurde im Strafraum umgeschnitten. Ein klarer Elfmeter aus unserer Sicht. Überraschenderweise ließ der Schiedsrichter weiterspielen." Mehr wollte er an der Leistung des Unparteiischen aber nicht aufhängen, denn "ansonsten war alles in Ordnung".
Trotz der Niederlage nahm Katzdobler nicht nur Negatives aus dem Auswärtsspiel mit. "Positiv war, dass wir zu Chancen gekommen sind und über lange Zeit dagegenhalten konnten. Wir haben mental dagegengehalten, wir haben gekämpft", betonte er. Gleichzeitig sprach er dem Gegner Qualität nicht ab. Die Union Neukirchen sei "stark", habe "gute Einzelspieler" und sei speziell im Sturm immer gefährlich gewesen; dazu habe die Heimelf in der Abwehr Kopfballstärke gezeigt. Unterm Strich blieb für die Union Feldkirchen daher das Gefühl, beim Tabellenführer über weite Strecken ordentlich mitgehalten zu haben, sich für den eigenen Aufwand aber nicht belohnt zu haben. Für Katzdobler lief die Niederlage letztlich auf einen einfachen Punkt hinaus: "Ich glaube, die Chancenauswertung. Das 2:0 hätten wir machen müssen."