Der FC Altmünster überwintert in der 2. Klasse Süd nach einer nahezu makellosen Herbstsaison an der Tabellenspitze. 37 Punkte aus 13 Spielen, keine Niederlage und lediglich acht Gegentore unterstreichen die bisherige Dominanz der Mannschaft von Trainer Richard Veverka. Dennoch ist die Ausgangslage trotz dieser Bilanz nicht völlig komfortabel: Verfolger Neukirchen/Altmünster liegt nur einen Punkt zurück, ein spannungsgeladener Meisterkampf der Lokalrivalen zeichnet sich ab.
Der sportliche Leiter, Nikolaus Fraueneder, zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf wenig überraschend sehr zufrieden, ohne dabei in Euphorie zu verfallen. „Wir sind natürlich sehr zufrieden. Es hat einfach vieles zusammengepasst.“ Der Trainerwechsel im Sommer habe dabei neben einer Verstärkung des Kaders auch eine zentrale Rolle gespielt. „Der neue Trainer war natürlich spannend, man weiß ja nie, wie sich so etwas entwickelt. Aber es hat vom ersten Spiel weg gepasst – nach den ersten Siegen sind wir schnell in einen richtigen Lauf gekommen.“
Neben dem sportlichen Konzept hebt Fraueneder vor allem den zwischenmenschlichen Aspekt hervor. „Trainer Veverka hat mit seinem Charakter auch viel Spaß reingebracht, was extrem wichtig ist. Es ist wieder eine richtige Gemeinschaft entstanden – im Team und im ganzen Verein. Jeder hat Freude am Fußball, und das merkt man am Platz.“
Trotz der starken Zahlen warnt Fraueneder davor, die Rückrunde auf die leichte Schulter zu nehmen. „Das halbe Jahr ohne Niederlage war außergewöhnlich. Aber man darf nicht davon ausgehen, dass das einfach so weitergeht.“ Gerade die enge Tabellensituation sorge für zusätzliche Spannung. „Normalerweise wärst du mit so einer Bilanz schon deutlich vorne. Dass wir jetzt nur einen Punkt Vorsprung haben, macht die Sache richtig interessant und hilft auch, den Fokus zu behalten.“ Das klare Ziel bleibt natürlich der Aufstieg in die 1. Klasse. „Natürlich wollen wir nach oben. Aber genau das ist auch das Gute an der Situation: Du kannst dich nicht zurücklehnen.“ „Die Mannschaften hinter uns verstärken sich, was man so hört. Da darf die Spannung nicht nachlassen. Jetzt heißt es wirklich, konzentriert von Spiel zu Spiel zu schauen.“
Im Winter blieb der Kader weitgehend zusammen, lediglich ein Abgang war zu verkraften. „Unser Top-Torschütze Roland Gajdo ist nach Griechenland ausgewandert. Das ist natürlich bitter, aber mit Mateo Mecir von Bad Mitterndorf haben wir bereits Ersatz gefunden.“ Große Umbrüche sind nicht geplant, der Fokus liegt klar auf Kontinuität. Der Trainingsstart erfolgt am Samstag, das zentrale Element der Vorbereitung wird ein Trainingslager in Slowenien sein. „Das Highlight ist sicher das Trainingslager Ende Februar. Da holen wir uns noch einmal den Feinschliff.“ Fraueneder betont, dass der Weg stimmen müsse. „Wir wollen uns weiterentwickeln, spielerisch besser werden und den Spaß hochhalten. Wenn das alles zusammenkommt, dann zeigt sich am Ende auch der Erfolg.“