Der TSV Timelkam hat sich nach Platz neun in der Vorsaison im Herbst deutlich gesteigert. Mit 21 Punkten überwintert die Mannschaft von Trainer László Major auf Rang fünf der Tabelle der 2. Klasse Süd und damit gerade noch in jenem Bereich, den man sich vor der Saison vorgenommen hatte. Vor allem defensiv präsentierten sich die Timelkamer deutlich stabiler als noch im Vorjahr. Offensiv sorgte Gergö Olajos mit neun Treffern für die meisten Akzente.
Der sportliche Leiter, Jürgen Seifriedsberger, spricht von einer insgesamt soliden Hinrunde, sieht aber auch klaren Verbesserungsbedarf. „Es ist eigentlich gut gelaufen, wobei unser größtes Problem sicher die fehlende Konstanz war“, so Seifriedsberger. In einigen Spielen sei deutlich mehr möglich gewesen, doch zu große Leistungsschwankungen hätten eine noch bessere Punkteausbeute verhindert. „Manchmal war es sehr, sehr gut, dann haben wir wieder unnötig Punkte liegen gelassen.“
An der grundsätzlichen Zielsetzung hat sich für die Rückrunde nichts geändert. Der TSV wollte vor der Saison zwischen Platz eins und fünf landen – dieses Ziel ist zur Halbzeit weiterhin greifbar. Auch wenn der Abstand nach ganz vorne bereits etwas größer ist, zeigt sich Seifriedsberger mit der aktuellen Platzierung zufrieden. „Vom Tabellenplatz her ist es absolut okay. Im Frühjahr möchten wir aber noch mehr punkten.“ Der spielerische Ansatz soll dabei weiter geschärft werden. Man lege bewusst Wert auf Ballbesitz und Struktur im Spielaufbau, auch wenn man laut Seifriedsberger „noch nicht ganz dort ist, wo wir gerne hinwollen“.
Im Kader hat sich Timelkam in der Winterpause punktuell verstärkt. Neu dazugekommen sind Ahmet Omerovic (zuletzt SC Schwanenstadt), Felix Schuster (Neukirchen/Vöcklamarkt-Puchkirchen) und Philipp Juhasz (Vöcklabrucker SC). Weitere Transfers sind nicht geplant. Besonders über die Rückkehr von Felix Schuster freut man sich im Verein. Er stammt aus dem eigenen Nachwuchs und soll der jungen Mannschaft zusätzliche Stabilität geben. Auch Philipp Juhasz ist kein Unbekannter, war er doch bereits früher für Timelkam im Einsatz. Ahmet Omerovic bringt vor allem technische Qualität mit, hatte bereits im Herbst mittrainiert und konnte nun fix verpflichtet werden.
Darüber hinaus setzt Timelkam weiterhin stark auf Eigenbauspieler. Der Großteil des Kaders stammt aus Timelkam, ergänzt durch gezielte externe Verstärkungen. Positiv hebt Seifriedsberger auch die Entwicklung der 1b-Mannschaft hervor, die sich mit vielen jungen Spielern stabilisiert habe. „Das war ein wichtiger Schritt, auch wenn dort ebenfalls noch mehr möglich gewesen wäre.“
Der Trainingsbetrieb wurde bereits in der vergangenen Woche aufgenommen. In den kommenden Wochen steht zudem ein Trainingslager in Ungarn auf dem Programm, an dem Kampfmannschaft und 1b teilnehmen werden. Ziel ist es, weiter an Fitness und Abläufen zu arbeiten, um im Frühjahr einen nächsten Schritt nach vorne zu machen.