Spielberichte

ASKÖ DMS Pinsdorf-Obmann Peter Rastinger: "Wir wollten dem Tabellenführer das Leben schwer machen"

ASKÖ Pinsdorf
FC Altmünster

Nach dem Derby zwischen ASKÖ DMS Pinsdorf und FC Altmünster in der 2. Klasse Süd ordnet Peter Rastinger die 0:6-Niederlage seines Teams nüchtern und respektvoll ein. Er betont den Rang des Gegners als Tabellenführer, verweist zugleich auf die eigene, sehr junge Mannschaft mit zahlreichen Spielern unter zwanzig Jahren sowie auf einen massiven Personalengpass. Inhaltlich prägen seine Analyse zwei Motive: Standardsituationen als Knackpunkt und ein insgesamt faires, robust geführtes Derby mit starker Schiedsrichterleistung. „Wir wollten dem Tabellenführer das Leben schwer machen“, so Rastinger – und er hebt die Phasen hervor, in denen Pinsdorf Mut und Herz gezeigt habe.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

Image by Sepp from Pixabay

Jung, mutig, aber gefordert

Richard Veverka brachte die Gäste in der 14. Minute in Führung und erhöhte in der 33. Minute auf 3:0, nachdem Yannik Jungreithmair (22.) zwischenzeitlich das 2:0 erzielt hatte. Kurz vor der Pause stellte Adnan Camdzija in der 39. Minute auf 4:0. Nach dem Seitenwechsel baute Adnan Agic in der 71. Minute die Führung weiter aus, ehe Veverka in der 86. Minute mit seinem dritten Treffer den 6:0-Endstand fixierte.

Rastinger beschreibt die Chancenverteilung insgesamt eher zugunsten von Altmünster: Pinsdorf hatte zwar einige Möglichkeiten, konnte diese jedoch nicht verwerten. Der Gegner sei abgeklärter und routinierter aufgetreten. Auch im Ballbesitz erkennt er die Qualität des Spitzenreiters an, ohne die eigenen Momente kleinzureden: Man habe versucht mitzuhalten und gezeigt, dass man Fußball spielen könne – am Ende sei Altmünster jedoch das bessere Team gewesen. Besonders die Startphase gefiel ihm: In den ersten 15 Minuten habe Pinsdorf gezeigt, dass es gefährlich sein kann und mit Herz auftritt. Er verweist zugleich auf die schwierigen Rahmenbedingungen: Wenn von der Startelf gleich sechs Spieler fehlen und noch mehr Junge ohne Routiniers einspringen müssen, werde die Aufgabe mit zunehmender Spieldauer deutlich schwerer.

Standards als entscheidender Hebel

In seiner Nachbetrachtung rückt der Obmann die ruhenden Bälle in den Mittelpunkt. Mehrere Gegentreffer fielen nach Standards – Situationen, die für die junge Pinsdorfer Elf schwer zu verteidigen waren. Besonders schmerzhaft: Richard Veverka traf nach einem Eckball direkt sowie per Freistoß aus kurzer Distanz. Insgesamt, so Rastinger, seien die meisten Gegentore nach Standards entstanden – ein Bereich, in dem Routine und körperliche Präsenz oft den Ausschlag geben.

Hart, fair – und ein starker Schiedsrichter

Dass es im Derby körperlich zur Sache gehen würde, war zu erwarten. Umso mehr betont Rastinger die Fairness und hebt die souveräne Leitung hervor: Es sei ein robustes Spiel mit vielen Zweikämpfen gewesen, im Großen und Ganzen aber sehr fair auf beiden Seiten. Der Schiedsrichter habe in diesem Derby eine Topleistung gezeigt – die Partie habe harmonisch begonnen und harmonisch geendet. Strittige Szenen wollte Rastinger nicht skandalisieren und ordnet sie dem Spielverlauf sowie der Autorität des Unparteiischen zu.

Zum Abschluss richtet er einen fairen Gruß an den Rivalen: Er wünsche Altmünster alles Gute für das Frühjahr, möge das Team unfallfrei bleiben. Diese Mannschaft gehöre in die 1. Klasse – und habe den Meistertitel verdient.

2. Klasse Süd: Pinsdorf : Altmünster - 0:6 (0:4)

  • 86
    Richard Veverka 0:6
  • 71
    Adnan Agic 0:5
  • 39
    Adnan Camdzija 0:4
  • 33
    Richard Veverka 0:3
  • 22
    Yannik Jungreithmair 0:2
  • 14
    Richard Veverka 0:1