Beim Duell von SV Bad Ischl 1b und ASKÖ Raiffeisen Gosau in der 2. Klasse Süd setzte sich die Heimelf nach einer reifen, geduldigen Vorstellung mit 2:0 durch. Trainer Lukas Schönner hob die Kompaktheit seiner sehr jungen Mannschaft und den Wert dieses Erfolgserlebnisses für die Trainingswoche hervor. Gegen tief stehende Gäste blieben die Ischler geduldig und fokussiert. Die späte Belohnung prägte die Stimmung – getragen von klarer Marschroute, Disziplin und spürbarem Zusammenhalt.

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„Wir wollten defensiv kompakt stehen und über die Seiten schnell umschalten, weil Gosau oft mit langen Bällen agiert“, erklärte Schönner. Früh spielte Bad Ischl 1b in Überzahl: In der 9. Minute sah Patrick Pomberger auf Seiten der Gäste Rot. Gosau verteidigte danach noch tiefer und ließ lange wenig zu – folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen. In Minute 85 kam die Erlösung: Leo Samardzic schob zum 1:0 ein. Nur zwei Minuten später stellte Lucas Moreira (87.) auf 2:0 und machte den Heimsieg perfekt.
Schönner ordnete die Spielkontrolle klar bei seinem Team ein: „Wir hatten sehr viel Ballbesitz – ich würde das Verhältnis auf siebzig zu dreißig, wenn nicht sogar auf achtzig zu zwanzig schätzen.“ Gleichzeitig verteilte er Anerkennung: „Gosau ist sehr tief und gut gestanden und hat es uns wirklich schwer gemacht – ein Lob an den Gegner.“ Nach dem Platzverweis verteidigten die Gäste kompromisslos, weshalb Geduld und sauberes Umschalten entscheidend blieben.
Im physischen Bereich legte die junge Ischler Elf sichtbar zu: „Wir haben heute das erste Mal wirklich gut dagegengehalten.“ Besonders lobte der Coach zwei Defensivakteure: Linksverteidiger Simon Höll überzeugte mit konsequentem Anlaufen, und Sebastian Jetschgo sorgte in der Innenverteidigung für Stabilität und agierte kompromisslos. Im Ballbesitzspiel gegen tiefe Blöcke sieht Schönner weiteres Potenzial – vor allem in der Bewegung ohne Ball. Sein Fazit: „Wir sind eine Einheit, müssen den erwachsenen Fußball annehmen, und die Marschroute ist klar vorgegeben.“ Mit Blick nach vorn betont er: „Nächste Woche wartet der Tabellenführer – wir wollen ihn so gut wie möglich ärgern.“ Der Sieg sei wichtig, um die Stimmung im Training hochzuhalten und sich für harte Arbeit zu belohnen.