In der 2. Klasse Süd holte ASKÖ Raiffeisen Gosau bei Union Gschwandt 1b einen knappen 1:0-Auswärtssieg. Den Unterschied machte ein früher Treffer von Miroslav Grom. Trainer Josip Lucic sprach offen von einem zähen Arbeitstag: "Es war kein richtig ansehnbares Spiel von beiden Mannschaften. Es war ein Arbeitssieg, ein 1:0-Arbeitssieg. Wir sind sehr zufrieden mit dem 1:0 auswärts." Bei vier Ausfällen im Kader zählte am Ende vor allem das Ergebnis – und eine sauber ausgespielte Aktion vor der Pause.

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Die Partie brauchte nicht lange, um ihre Geschichte zu finden: In der 12. Minute stellte Miroslav Grom auf 0:1 – sein Abschluss war der eine Moment, der an diesem Nachmittag zählte. Bis zur Pause änderte sich am Spielstand nichts, es ging mit 0:1 in die Kabinen. Lucic ordnete den Verlauf nüchtern ein: "Es war kein richtig ansehnbares Fußballspiel. Beide Mannschaften hatten zwei, drei Chancen, aber nur wir haben eine verwertet." Nach dem Seitenwechsel blieb es offen. "Nein, das Gefühl, dass es durch ist, hatte ich nicht. Es war bis zum Schluss offen", erklärte der Coach. Gschwandt kam in Hälfte zwei zu zwei sehr gefährlichen Möglichkeiten, Gosau ließ wiederum ein, zwei Hundertprozentige liegen. Weil sich beide Teams im Abschluss schwer taten, blieb es beim Auswärtssieg, den Groms frühes Tor eingeläutet hatte.
Gosau hatte sich auf die 1b-Truppe eingestellt und wählte bewusst den pragmatischen Weg. "Wir wussten: Eine 1b ist gespickt mit jungen, ballfreudigen Spielern. Wir haben uns entschieden, sie nicht anzupressen, sondern abwartend zu spielen und auf Konter zu gehen. Genau so musst du gegen eine 1b-Mannschaft spielen", erklärte Lucic. Der Matchplan trug früh Früchte: "Das Tor war eine schön herausgespielte Mannschaftsaktion, der Ball lief schnell flach, wir haben Miroslav Grom Freiraum geschaffen. Er ist abschlussstark und hat getroffen." Trotz vier Ausfällen vor dem Spiel blieb die Mannschaft stabil. "Wir hatten das nötige Selbstvertrauen. Das Kollektiv und die Einstellung sind momentan ausschlaggebend für unseren Höhenflug", so der Trainer, der den vierten Sieg in Folge mit sichtbarer Erleichterung einordnete.
Bei allem Jubel über drei Punkte sah Lucic auch Ansatzpunkte. "Das Spiel hätte auch mit ein, zwei Toren mehr für uns enden können. An der Abschlussstärke müssen wir noch feilen", sagte er. Gleichzeitig sparte er nicht mit Anerkennung für den Gegner: "Hochachtung vor der jungen Gschwandter Mannschaft. Sie hatten ein paar richtig gute Chancen und haben sich dagegen gestemmt." Ein Sonderlob ging an den Unparteiischen: "Der Schiedsrichter war höchst professionell. Riesenkompliment. Er hat genau gearbeitet und das Spiel immer in der Hand gehabt." Insgesamt blieb die Bewertung ehrlich: kein Fußball-Leckerbissen, aber eine reife, mannschaftsdienliche Leistung, die aus einer klaren Marschroute und viel Disziplin den maximalen Ertrag herausholte.
Der Blick geht rasch nach vorne. "Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben jetzt vier Spiele hintereinander gewonnen. Jetzt wartet Neukirchen", sagte Lucic. Die nächsten Aufgaben stehen bereits an. "Ich hoffe, dass wir mit komplettem Kader auftreten können. Die Arena in Gosau wird sicher sehr gut gefüllt sein", so der Trainer. Die Devise ist klar: Kräfte bündeln, alle fit bekommen und weiter punkten. "Ich erwarte von meiner Mannschaft die richtige Einstellung und noch einige Punkte bis zum Saisonende", gab Lucic den Ton für die nächste Etappe vor.