Im Duell der 2. Klasse Süd feierte der ASKÖ Ebensee am Samstag einen 2:1-Heimsieg gegen die SV Bad Ischl 1b. Zur Pause stand es bereits 2:1, entschieden wurde die Partie mit drei Treffern binnen acht Minuten. Gästetrainer Lukas Schönner haderte trotz viel Ballbesitz: "Wir hatten sehr viel Ballbesitz und übernehmen früh das Kommando, aber machen zu wenig daraus." Gleichzeitig bemängelte er schwere Eigenfehler und forderte: "Wir müssen ab sofort ein ganz anderes Gesicht zeigen."

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Die Partie nahm in der ersten Halbzeit richtig Fahrt auf. In der 33. Minute nutzte Nico Eisl einen der wenigen klaren Momente vor dem Tor und brachte Ebensee 1:0 in Front. Fast im Gegenzug stellte Philipp Elmer für Bad Ischl 1b auf 1:1 – ebenfalls in Minute 33. Kurz vor der Pause traf dann Slavko Pavlovic zum 2:1 für die Hausherren (41.), mit diesem Resultat ging es auch in die Kabinen. Vom Gefühl her hatte Bad Ischl über weite Strecken mehr vom Spiel, ohne sich dafür zu belohnen. Trainer Lukas Schönner brachte es deutlich auf den Punkt: "Wir hatten sehr viel Ballbesitz, hatten von Anfang an das Kommando, aber schaffen es nicht, daraus wirklich Kapital zu schlagen. Es ist mittlerweile sehr mühsam."
Als Knackpunkt sah Schönner weniger einzelne Szenen als das große Ganze. "Wir haben 80 Prozent Ballbesitz, schaffen es aber nicht, uns klare Torchancen herauszuspielen", sagte der 1b-Coach und nahm seine Mannschaft ausdrücklich in die Pflicht: "Wir spielen alles schön und brav, aber wir müssen endlich munter werden. Ab sofort müssen wir ein ganz anderes Gesicht zeigen." Bis zum ersten Treffer habe seine Elf ordentlich agiert, danach sei die Körpersprache abgefallen. Auch die Gegentreffer ärgerten ihn, weil sie aus seiner Sicht vermeidbar waren: Er sprach von einem langen Ball, einem verlorenen Duell, einem freien Mann am zweiten Pfosten – "zwei Geschenke", wie er es nannte. Zudem sprach er von einem Elfmeter gegen seine Mannschaft, den er nicht beanstandete.
Bei allem Ärger verteilte Schönner auch Lob in Richtung Ebensee. "Der ASKÖ hat sehr gut verteidigt, hat alles investiert. Die Basics haben absolut gepasst, kämpferisch war das eine absolute Topleistung", sagte er und sprach trotz seines Eindrucks, Ebensee habe aus dem Spiel heraus kaum eine richtige Torchance gehabt, von einem verdienten Heimsieg. Zur Schiedsrichterleistung meinte er: "Der Schiedsrichter war heute nicht so gut", vor allem die kurze Nachspielzeit habe ihn geärgert – gleichzeitig ordnete er ein: "Das ist in der zweiten Klasse so. Wenn wir das nicht mehr haben wollen, müssen wir aufsteigen." In der Tabelle liegt Bad Ischl 1b nach 20 Runden mit 23 Punkten auf Rang 9, Ebensee hält bei 15 Zählern und steht auf Platz 13. Für Bad Ischl zählt nun die Reaktion.