In der 20. Runde der 2. Klasse Süd feierte der SV JARAFLEX Aurach bei SK Polar Neukirchen/A. einen 2:1-Auswärtssieg. Es war, wie Aurach-Trainer Jörg Kiefer schilderte, „eine sehr intensiv geführte, kampfbetonte Partie mit Chancen auf beiden Seiten“. Nach einer Führung vor der Pause, dem Ausgleich der Gastgeber und einem späten Siegtor für Aurach war am Ende genau das ausschlaggebend, was Kiefer betonte: „Einstellung und Wille gaben heute den Ausschlag – das war bis zum Schluss offen.“

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Die Begegnung begann eng und hart umkämpft. Beide Seiten suchten den direkten Weg zum Tor, ohne lange Anlaufzeit, aber zunächst ohne Zählbares. Kurz vor der Pause nützte Aurach eine der klareren Möglichkeiten: In Minute 43 war Felix Urich zur Stelle und stellte auf 0:1. Mit dieser knappen, aber nicht unverdienten Führung der Gäste ging es in die Kabinen, auch weil Aurach über weite Strecken aufmerksam verteidigte und die Gastgeber von Neukirchen in den entscheidenden Zonen vom Tor weghielt. Nach dem Seitenwechsel drückte der Tabellenzweite mehr, der Ausgleich fiel in der 77. Minute durch Alexander Kaltenleithner. Aurach ließ sich davon jedoch nicht aus dem Konzept bringen. Nur drei Minuten später, in Minute 80, kam die Antwort: Benedikt Urich traf zum 1:2 – jene Szene, die Kiefer so beschrieb: „Ausschlaggebend war der Angriff in Überzahl. Der Ball ist nach hinten geprallt, unser Spieler hat sofort Richtung Tor abgeschlossen, der Schuss war für den Tormann verdeckt, der Ball ist unglücklich aufgesprungen und ins Tor gegangen.“ Dieser Punch kurz nach dem 1:1 gab Aurach den Sieg zurück, und den ließ man sich auf der Zielgeraden nicht mehr nehmen.
In seiner Analyse hob Jörg Kiefer besonders die Mentalität seiner Mannschaft hervor. „Funktioniert hat der Kampfgeist, der Wille und die Motivation zum Sieg“, sagte der Coach und erklärte damit, warum seine Elf in der hektischen Schlussphase noch einmal zulegen konnte. Gleichzeitig blieb er selbstkritisch: „Verbesserungsbedarf sehen wir noch bei hohen Bällen nach vorne.“ Das passt zur Art der Partie, in der viele Duelle und zweite Bälle gefragt waren. Lob hatte Kiefer auch für den Gegner parat: „Neukirchen hat sehr schnelle Spieler auf den Flügeln, die wurden oft sehr gut in Szene gesetzt.“ Dass trotz Tempo und Intensität keine großen Kontroversen aufkamen, schrieb er einer souveränen Leistung des Unparteiischen zu: „Der Schiedsrichter war gut. Es war eine hektische Partie, ein Topspiel zwischen zwei Mannschaften aus dem oberen Drittel. Er hat die Partie im Griff gehabt und hat im Endeffekt nicht zum Spielergebnis beigetragen.“
Dass hier zwei Teams aus dem oberen Tabellendrittel aufeinandertrafen, war am Platz deutlich spürbar: hoher Einsatz, viel Laufarbeit und der Mut, nach Rückschlägen sofort zu antworten. Neukirchen steht in der Liga auf Rang zwei, Aurach mischt als Dritter ebenfalls vorne mit – genau diese Konstellation machte das Match zu einem echten Topspiel. Für den SV JARAFLEX Aurach ist der Auswärtsdreier ein wichtiger Sieg für die kommenden Wochen: Das Team kann enge Partien ziehen, auch wenn es zwischendurch Rückschläge gibt. Kiefer brachte es nach dem 2:1 auf den Punkt: „Am Ende hat die Einstellung und der Wille zum Sieg den Unterschied gemacht.“
Mit diesem Gefühl im Gepäck geht Aurach die nächsten Aufgaben an – wissend, dass an den hohen Bällen gearbeitet wird, der Glaube an den eigenen Plan aber da ist.