In der 2. Klasse Süd setzte sich die SPG Grünau/Pettenbach 1b zu Hause mit 3:2 gegen den FC ASKÖ Pinsdorf durch. Nach einem Blitzstart der Hausherren glich Pinsdorf noch vor der Pause aus, ehe Alexander Schinagl in Minute 84 den späten Sieg fixierte. Trainer Patrick Bammer sprach von einem glücklichen Dreier und räumte ein, dass vor dem 3:2 ein mögliches Handspiel zu prüfen sei.

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Die Partie begann ganz nach dem Geschmack der Heimischen. Patrick Bammer schilderte die Anfangsphase so: „Wir haben die ersten zehn, fünfzehn Minuten wirklich sehr gut gespielt. Wir wollten den Ball flach laufen lassen und über Kombinationen kommen.“ Dieser Plan griff sofort. Bereits in Minute 4 stellte Lukas Bammer auf 1:0, über die Seite und mit wenigen Kontakten schön herausgespielt – „das erste Tor war über die Außen mit wenigen Kontakten sehr gut herausgespielt“, so der Trainer. Nur eine Minute später folgte das 2:0, als ein unglückliches Eigentor von Almin Huskaric die starke Startphase der 1b krönte. Pinsdorf fing sich jedoch, verkürzte durch Branislav Panic in der 12. Minute auf 2:1 und blieb im Spiel. Ab der halben Stunde verloren die Gastgeber den Faden. „Von der dreißigsten bis zur fünfundvierzigsten ist nicht mehr viel gegangen, es war auch sehr heiß“, erklärte Bammer. Noch vor der Pause schlug Pinsdorf erneut zu und glich durch Daniel Djedovic (35.) zum 2:2 aus – mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen.
Nach dem Ausgleich entwickelte sich über weite Strecken ein Duell, in dem die Gäste mehr vom Spiel hatten. „Umso länger das Spiel gedauert hat, wurde Pinsdorf immer stärker“, sagte Bammer. Besonders zwischen der 30./35. Minute und weit hinein bis zur 70./80. Minute sah er seine Elf meist hinterherlaufen: „Da hat Pinsdorf das Spiel gemacht. Sie haben starke Routiniers drinnen, das war für uns heute sehr schwer.“ Der Coach ordnete auch den Stil der Gegner ein: „Pinsdorf spielt sehr körperbetont. Unsere jungen Spieler sind da einfach noch grün hinter den Ohren.“ Die Heimischen versuchten weiterhin, es spielerisch zu lösen – „das ist uns heute nicht so gut gelungen“, meinte Bammer offen und verwies darauf, dass der Auftritt zuletzt gegen Zell am Pettenfirst „viel besser“ gewesen sei. Erst in der Schlussphase, so der Trainer, fand die 1b wieder zu mehr Entlastung und eigenen Aktionen.
Als die Partie schon auf ein Remis zulief, setzten die Hausherren in Minute 84 den entscheidenden Stich: Alexander Schinagl traf zum 3:2 und sorgte für großen Jubel auf der Heimseite. Bammer blieb dennoch selbstkritisch: „Erst ab der fünfundsiebzigsten, achtzigsten Minute ist wieder mehr gegangen – und dann machen wir sehr glücklich das 3:2. Ein Unentschieden wäre wahrscheinlich verdient gewesen.“ Zur Entstehung des Siegtreffers hielt er fest: „Vielleicht war vor dem 3:2 ein Handspiel von uns. Ich muss mir das auf der Kamera noch einmal anschauen.“ Gleichzeitig fand der Trainer klare Worte zum Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war sehr fair, für mich gab es keine Fehlentscheidungen. Strittig war nur die Szene vor dem 3:2.“
In der Tabelle bringt der Dreier die 1b auf 27 Punkte und Rang acht, Pinsdorf hält bei 12 Zählern auf Platz 14. Was der Abend trotzdem zeigte: An den starken ersten Minuten kann Grünau/Pettenbach 1b anknüpfen – und die jungen Spieler werden aus einem körperlich geführten Spiel wie diesem ihre Lehren ziehen.