Auswärtsdreier für den ATSV Timelkam in der 2. Klasse Süd: Beim SV Grün-Weiß Zell am Pettenfirst setzten sich die Gäste mit 2:1 durch. Nach frühem Rückstand glich Timelkam schnell aus und holte sich nach der Pause dank Elfmeter den Sieg. Sektionsleiter Kustrim Dauti sprach von einer reifen Vorstellung seiner Mannschaft: „Wir haben Ruhe behalten, weiter Fußball gespielt und uns am Ende verdient belohnt.“ Zur Halbzeit hatte es 1:1 gestanden, am Ende jubelten die Gäste.

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Timelkam startete mit klarer Marschroute. „Wir wussten, dass Zell daheim viel mit hohen Bällen arbeitet. Deshalb wollten wir hinten gut stehen und selbst Fußball spielen“, erklärte Kustrim Dauti. Der Plan bekam früh einen Kratzer: Schon nach fünf Minuten traf Tomislav Trupina zum 1:0 für die Heimischen. Aus Timelkam-Sicht fiel das Tor nach einem hohen Ball hinter die aufgerückte Abwehr – „da war die Verteidigung zu hoch“, so Dauti. Seine Elf ließ sich davon aber nicht aus der Bahn werfen. Nur neun Minuten später steckte Timelkam sauber durch die Mitte in die Tiefe, Alban Dauti lief allein an und glich zum 1:1 (14.) aus – „schön herausgespielt“, wie der Sektionsleiter betonte. Die erste Hälfte blieb danach umkämpft und emotional. „Es war hitzig, beide hatten gute Chancen“, sagte Dauti, der das 1:1 zur Pause als „verdientes Unentschieden“ einstufte.
Nach dem Seitenwechsel legte Timelkam spürbar zu. „Der entscheidende Moment war, dass wir Ruhe behalten, konzentriert weiterspielen und nicht aufgeben“, fasste Dauti zusammen. Seine Mannschaft hatte nun mehr vom Spiel, ließ den Ball laufen und setzte die Akzente. In Minute 71 schwächte sich Zell zusätzlich: David Wenninger sah Rot. Kurz darauf die Szene, die die Partie drehte: Timelkam kombinierte sich gut nach vorne, Alexander Oberperfler lief allein durch und wurde gestoppt – Strafstoß. „Wir wussten, die Chancen kommen noch. Dann gab’s die Rote und den Elfer“, schilderte Dauti. Oberperfler übernahm die Verantwortung und traf zum 1:2 (75.). Wichtig war seinem Sektionsleiter: „Wir haben nicht nur wegen des Elfmeters gewonnen. In der zweiten Halbzeit waren wir klar die bessere Mannschaft und hatten das Spiel im Griff.“
Trotz der Niederlage fand Dauti anerkennende Worte für die Gastgeber. „Zell ist hinten stabil gestanden, die hohen Bälle waren gut gespielt. Vor allem die jungen Burschen im Mittelfeld sind sehr, sehr gut unterwegs – Hut ab“, sagte er. Dass der Matchplan des ATSV auf Ballbesitz, Kombinationen und Geduld setzte, hatte auch mit dieser Stärke des Gegners zu tun: Timelkam wollte Zell laufen lassen, statt sich auf lange Bälle einzulassen. Diskussionsstoff gab es für den Funktionär trotzdem rund um das frühe 1:0: „Für mich war das Abseits“, meinte er, relativierte aber zugleich die Schiedsrichterleistung: „Der Schiedsrichter war okay. In dieser Klasse muss er sich auf seine Assistenten verlassen.“ Am Ende blieb es bei der Wertung am Platz – und beim Auswärtssieg für Timelkam.
Was dem ATSV den Sieg brachte, war aus Sicht des Sektionsleiters weniger ein einzelner Moment als eine Haltung. „Die Mannschaft hat zusammengehalten, gekämpft und nicht aufgegeben. Wir wollten den Sieg erzwingen – und haben ihn verdient 2:1 geholt“, sagte Dauti. Gleichzeitig sieht er Potenzial: „Luft nach oben gibt es immer. Wir haben einige junge Spieler, die brauchen Zeit. Kraftmäßig ist noch ein bisschen nachzulegen, fußballerisch sind sie sehr gut unterwegs. Wir haben gute Fußballer.“ In der Tabelle hält Timelkam nach der 20. Runde bei 19 Punkten und rangiert auf Platz 11 – ein Sieg, der Selbstvertrauen gibt. Der Auftrag für die nächsten Wochen ist klar: an der Ruhe festhalten, weiter Fußball spielen und sich für den Aufwand regelmäßig belohnen.