Spielberichte

Gosau dreht nach der Pause auf: 3:1 dank Traumtoren – Lucic lobt die Viererkette

ASKÖ Raika Gosau
Grünau/Pettenbach 1b

In der 2. Klasse Süd feiert ASKÖ Raika Gosau einen 3:1-Heimsieg gegen die SPG Grünau/Pettenbach 1b. Nach dem 1:1 zur Pause – Bernard Majic (16.) traf für Gosau, Florian Fekete (34.) glich aus – legten die Hausherren nach dem Seitenwechsel deutlich zu. Andreas Gamsjäger (58.) brachte Gosau erneut in Front, Christian Egger (76.) machte den Deckel drauf. Trainer Josip Lucic sprach von einer dominanten zweiten Hälfte, lobte die stabile Viererkette und zwei echte Traumtore.

Ein Hund steht hinter der Eckfahne

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Zähe erste Hälfte – Majic setzt das erste Ausrufezeichen

Die Partie brauchte, so schildert es Josip Lucic, eine Weile, um in Fahrt zu kommen. „In der ersten Halbzeit war es kein richtig gutes Fußballspiel. Beide Mannschaften haben viel mit hohen Bällen operiert, es gab Chancen auf beiden Seiten“, erklärte der Gosau-Trainer. Nach gut einer Viertelstunde hatten die Hausherren trotzdem Grund zum Jubeln: Bernard Majic stellte in Minute 16 auf 1:0. Lucic hob diesen Treffer besonders hervor: „Das war ein reines Champions-League-Tor. Mit einem Fallrückzieher schießt uns Bernard zum 1:0.“ Grünau/Pettenbach 1b blieb jedoch dran und kam durch Florian Fekete in der 34. Minute zum Ausgleich. Der Coach blieb auch bei strittigen Momenten sachlich: „Wir hatten vor der Pause einen Elfmeter und haben ihn verschossen – da gibt es nichts zu diskutieren.“ So ging es mit einem 1:1 in die Kabinen, das dem zähen ersten Durchgang entsprach und den Gastgebern den Plan für Halbzeit zwei klar vorgab.

Gosau schaltet hoch – Gamsjäger aus der Ferne, Egger sorgt für Ruhe

Nach der Pause zeigte Gosau ein anderes Gesicht. „Wir konnten einen Gang höher schalten“, sagte Lucic – und seine Mannschaft setzte das vom Wiederanpfiff weg um. Sie hatte mehr vom Spiel, gewann die wichtigen Zweikämpfe und ließ hinten kaum etwas zu. Die Belohnung folgte in Minute 58: Andreas Gamsjäger stellte auf 2:1 – ein Abschluss aus großer Distanz, der den Torhüter überraschte. Lucic schilderte die Szene so: „Andreas wollte den Ball eigentlich diagonal flanken, der Ball wurde immer länger und knallte hinter den Tormann ins Tor. Ein unglaublich schönes Tor.“ Der Trainer machte keinen Hehl daraus, dass es wohl eine abgerissene Flanke war, aber umso wirkungsvoller: „Ab diesem Zeitpunkt war es nur eine Frage der Zeit, bis wir nachlegen. Ich hatte nie Angst, dass wir noch den Ausgleich kassieren.“ Gosau blieb am Drücker, spielte die Angriffe sauber aus und legte in Minute 76 nach: Christian Egger traf zum 3:1 und sorgte damit für die Entscheidung in einer zweiten Halbzeit, die die Hausherren klar kontrollierten.

„Abwehrsieg“ und fairer Blick auf den Gegner – Lucic lobt Viererkette und bleibt beim Elfer sachlich

In seiner Analyse rückte Lucic die Basis dieses Erfolgs in den Mittelpunkt. „Was wir letzte Woche angesprochen haben, war die Abwehr zu stabilisieren. Das hat sehr gut funktioniert. Die Viererkette hinten war der Schlüssel zum Sieg“, betonte er und sprach sogar von einem „Abwehrsieg“ – weil von hinten alles kontrolliert wurde und vorne genug Chancen herausgespielt wurden. Den Gegner vergaß er dabei nicht: „Grünau/Pettenbach 1b ist eine kampfstarke, junge Mannschaft, technisch sehr versiert. Auf das waren wir eingestellt. Hut ab, sie haben in der ersten Halbzeit sehr gut mitgespielt, in der zweiten konnten sie läuferisch wahrscheinlich nicht mehr mithalten.“ Auch beim Thema Elfmeter blieb Lucic ausgewogen: „In Halbzeit zwei hätte ich einen Elfer an Lukas Islitzer gesehen, aber der Schiedsrichter hat das anders entschieden. Auf so einem kleinen Platz ist das schwer zu bewerten. Ich will da keine Kritik üben.“ Unterm Strich stand aus seiner Sicht eine reife Vorstellung nach dem Seitenwechsel, die Gosau mit nun 38 Punkten auf Rang fünf festigt.

Ausblick: letzte drei Spiele als Testlauf für die neue Saison

Der Sieg war für Lucic mehr als nur ein Dreier, er passte in eine Entwicklung, die er im Verein sieht. „Momentan passiert einiges richtig. Wir bereiten uns bereits auf die nächste Saison vor“, sagte der Coach. Die restlichen drei Partien will er gezielt nutzen: „Ich lege den Fokus auf die Defensive: Viererkette, Stellungsspiel, Kleinigkeiten verbessern. Dazu probieren wir Varianten – mal Angriffspressing, mal bewusst auf Konter.“ Ergebnisse sind für ihn dabei zweitrangig, die Haltung nicht: „Ich will gute Leistungen mit klaren Zielen sehen. Jeder Spieler muss zeigen, dass er in die erste Elf rücken kann.“ Dass er dafür Breite im Kader hat, zeigte sich bereits gegen Grünau/Pettenbach 1b: „Ich hatte genügend zum Wechseln, Leute wie Christian Egger und junge Spieler haben noch einmal Schwung gebracht.“ So soll der klare Auftritt nach der Pause auch Richtung Zukunft wirken – mit Stabilität hinten, Mut nach vorne und dem Selbstvertrauen, enge Spiele auf die eigene Seite zu ziehen.

2. Klasse Süd: Gosau : Grünau/Pettenbach 1b - 3:1 (1:1)

  • 76
    Christian Egger 3:1
  • 58
    Andreas Gamsjäger 2:1
  • 34
    Florian Fekete 1:1
  • 16
    Bernard Majic 1:0