In der 2. Klasse Süd musste SV JARAFLEX Aurach im Heimspiel gegen ATSV Timelkam eine 2:4-Niederlage hinnehmen. Nach 2:2 zur Pause entschieden die Gäste das Match kurz nach dem Seitenwechsel und in der Schlussphase. Aurach-Trainer Jörg Kiefer sprach von der „schwächsten Saisonleistung 2026“ und sah im „gegebenen Elfmeter zum 1:2“ den Knackpunkt. Die große Hitze bremste beide Teams sichtbar, Timelkam nutzte seine Möglichkeiten aber konsequenter.

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Die Partie nahm rasch Fahrt auf. Adin Cavkusic brachte Timelkam in der 12. Minute mit 0:1 in Front, Aurach antwortete durch Ogün Simsek in Minute 20. Die Gäste legten wieder vor: Alexander Oberperfler stellte in der 26. Minute auf 1:2 – aus Auracher Sicht per Strafstoß, der den weiteren Verlauf prägte. Noch vor dem Wechsel glich Markus Schobesberger in der 37. Minute zum 2:2 aus. „Es war ein ausgeglichenes Spiel, wir haben aber keine gute Leistung gezeigt. Die Temperaturen waren extrem heiß“, erklärte Kiefer, der die erste Halbzeit als „hitzig“ und aufgrund der Witterung „sehr laufarm“ beschrieb. Beide Teams suchten ihre Abschlüsse, doch die Balance kippte immer wieder durch frühe Ballverluste und fehlende Klarheit im letzten Drittel.
Aus Auracher Sicht drehte sich vieles um die Aktion zum 1:2. Kiefer schilderte sie so: „Timelkam hat einen schönen Angriff gespielt, der Abschluss ging an die Latte. Unser Tormann hatte den Ball mit beiden Händen. Der Stürmer hat probiert, ihn wegzuspitzeln, ist drüber gefallen und hat lautstark Elfmeter reklamiert – und ihn dann fragwürdigerweise bekommen.“ Zum Unparteiischen wollte er sich nicht weiter äußern: „Ich äußere mich heute ausnahmsweise nicht zum Schiedsrichter, weil alle am Sportplatz gesehen haben, was los war.“ Deutliche Worte fand Kiefer für sein Team: „Das Zusammenspiel und die Verständigung untereinander haben nicht funktioniert.“ Positives sah er kaum: „Eigentlich nur bei unserem Tormann.“ Den Gegner lobte er hingegen für die Haltung: „Die Einstellung vom Gegner hat sie stark gemacht. Sie wollten uns nach acht Siegen in Folge unbedingt die erste Niederlage zufügen.“
Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff erwischte Timelkam den besseren Start. Qendrim Kabashi traf in der 48. Minute zum 2:3 und gab den Gästen Rückenwind. Aurach versuchte, wieder Tritt zu fassen, brachte aber zu wenig Struktur in die Offensivaktionen – genau das, was Kiefer zuvor bemängelt hatte. In der 84. Minute sorgte Alexander Oberperfler mit seinem zweiten Treffer für das 2:4 und damit für die Entscheidung. Selbst die späte Rote Karte gegen Timelkam (Rageb Alahmad, 85.) änderte nichts mehr am Ausgang. In der Tabelle bleibt Aurach mit 41 Punkten Dritter, Timelkam hält bei 28 Zählern auf Rang acht. „Das war unsere schwächste Saisonleistung 2026“, bilanzierte Kiefer, der nun vor allem wieder mehr Zusammenspiel und klare Absprachen sehen will. Für Aurach geht es darum, im nächsten Auftritt eine Reaktion zu zeigen und die gute Saisonbasis zu bestätigen.