In der 2. Klasse Süd hat SV Bad Ischl 1b eine durchwachsene Frühjahrssaison mit Rang zwölf und 24 Punkten beendet. Trainer Lukas Schönner sieht trotzdem klare Fortschritte, weil die Mannschaft nach dem Winter noch einmal jünger geworden ist und mehrere Spieler Richtung Kampfmannschaft entwickelt wurden. Parallel dazu steht ein Wechsel auf der Trainerbank bevor, weil Schönner seine Doppelfunktion beendet und sich wieder ganz auf die Jugendleitung konzentriert.
Dass der Rückblick nicht nur vom Tabellenplatz lebt, hat Lukas Schönner im Gespräch sehr deutlich gemacht. „Es war eher eine durchwachsene Frühjahrssaison für uns“, sagte der Trainer offen und sprach damit genau jenes Bild an, das sich auch in den Ergebnissen widerspiegelt. SV Bad Ischl 1b beendete die Saison auf Rang zwölf, in den letzten fünf Partien gab es Niederlagen gegen TSV Timelkam, Gschwandt 1b, SK Polar Neukirchen/A., SV Zell/Pettenfirst und Grünau/Pettenbach 1b. Für Schönner erklärt sich diese Phase aber nicht nur über nackte Zahlen. „Wir sind einfach noch einmal jünger geworden, im Winter. Einige Spieler haben wir weiter für unsere Kampfmannschaft entwickelt. Das ist auch genau richtig so“, sagte er. Gerade in einer 1b-Mannschaft gehört dieser Spagat zum Alltag: einerseits Punkte holen, andererseits junge Spieler auf das nächste Niveau bringen. Schönner betonte deshalb auch, dass seine Mannschaft im Verlauf des Frühjahrs Fortschritte gemacht habe. „Im Laufe der Frühjahrssaison haben wir uns extrem gesteigert“, so seine Einschätzung, verbunden mit dem Hinweis, dass diese Entwicklung Zeit brauche.
Genau auf diesem Gedanken baut die Planung für die kommende Saison auf. Schönner macht keinen Hehl daraus, dass SV Bad Ischl 1b weiter auf junge Spieler setzen will und den eingeschlagenen Weg nicht verlassen wird. „Die Jungs brauchen Zeit, sich gut zu entwickeln“, sagte er, und damit legte er den Schwerpunkt nicht auf kurzfristige Korrekturen, sondern auf nachhaltige Arbeit. Aus seiner Sicht ist gerade das die Basis dafür, in der nächsten Saison wieder anzugreifen. Einen Namen hob er dabei besonders hervor: Atakan Yakar, der am rechten Flügel spielt, steht laut Schönner schon wieder „am Sprung in die Kampfmannschaft“. Das passt zur Linie des Vereins, Talente nicht nur mitlaufen zu lassen, sondern gezielt weiterzubringen. Gleichzeitig sprach Schönner auch über die Gruppe als Ganzes in sehr positiver Form. „Menschlich war die ganze Mannschaft wirklich absolut top“, sagte er. Gerade nach einer Saisonhälfte, die sportlich nicht immer leicht war, ist auch das ein Punkt, den der Trainer bewusst hervorhob.
Auch personell tut sich bei SV Bad Ischl 1b in diesen Tagen einiges. Mit Emirhan Acar verlässt ein zentraler Mittelfeldspieler den Verein. Dazu kommt das Karriereende von Daniel Pamminger. Ansonsten, so schilderte es Schönner, „bleiben alle an Bord“. Bei möglichen Neuzugängen wollte er noch keine Namen nennen, machte aber die Stoßrichtung klar. „Es sind einige Spieler im Gespräch bei uns, vermehrt jüngere Spieler. Wir werden unseren Weg weitergehen, die besten Jungs aus der Umgebung zu holen und zu entwickeln“, sagte er. Schwerer wiegt aktuell allerdings der Ausfall von Markus Schönner. Der Innenverteidiger hat sich am Meniskus verletzt, wurde bereits operiert und wird dem Team laut Lukas Schönner wahrscheinlich den ganzen Herbst fehlen. „Die Genesung läuft sehr gut, und wir sind positiv gestimmt, dass er dann im Frühjahr wieder zurück ins Team stoßen wird“, sagte der Trainer. Dazu kommt nun auch eine Veränderung an der Seitenlinie. Lukas Schönner legt sein Amt als Trainer zurück, nachdem er im Frühjahr parallel auch als Jugendleiter tätig war. „Das hat nichts mit der sportlichen Leistung der Mannschaft zu tun. Die Doppelbelastung war etwas zu viel“, stellte er klar. Ein neuer Trainer für die 1b-Mannschaft soll bereits in der kommenden Woche präsentiert werden.
Bei aller Arbeit an der eigenen Entwicklung verlor Schönner auch den Blick auf die Liga nicht. Den FC Altmünster bezeichnete er als absolut verdienten Aufsteiger und als „Maß aller Dinge“ in dieser Saison. Diese Einordnung passt gut dazu, wie nüchtern der bisherige Trainer auch die eigene Lage bewertet. Es gibt bei SV Bad Ischl 1b keine lauten Durchhalteparolen, sondern eine klare Linie: junge Spieler weiterentwickeln, das Umfeld stabil halten und mit einem neuen Trainer den nächsten Schritt setzen. Genau deshalb wirkt die Ausgangslage trotz Rang zwölf nicht wie ein kompletter Umbruch, sondern eher wie eine Fortsetzung mit neuen Zuständigkeiten. Schönner selbst wird sich nun ganz auf seine Funktion in der Jugendleitung konzentrieren. Abseits des Rasens steht für den Verein zuerst das Stadtfest an, bei dem SV Bad Ischl stark vertreten sein will. Sportlich bleibt die Botschaft aber dieselbe: Geduld mit den jungen Spielern, Vertrauen in den eigenen Weg und die Hoffnung, in der kommenden Saison wieder besser anschreiben zu können.