In der 2. Klasse Süd musste sich der ATSV Timelkam am Sonntagnachmittag im Heimspiel den ASKÖ Ohlsdorf Juniors mit 1:3 geschlagen geben. Nach dem 0:1 zur Pause brachte Alexander Oberperfler die Gastgeber direkt nach Wiederbeginn zurück, doch danach riss bei den Heimischen der Faden. Obmann Erwin Kubinger sprach von fehlendem Siegeswillen, zu wenig Kampfgeist und einer am Ende verdienten Niederlage aus Sicht der Gastgeber.

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Der Beginn der Partie war nach Einschätzung von Erwin Kubinger noch durchaus ausgeglichen. „Wir haben Chancen herausgespielt, sowohl Timelkam als auch Ohlsdorf“, sagte der Obmann und beschrieb damit eine erste Phase, in der beide Mannschaften zu Möglichkeiten kamen. Den ersten Treffer machten aber die Gäste. In der 34. Minute brachte Isnel Hasanovic die Juniors mit 1:0 in Führung, und mit diesem Spielstand ging es dann auch in die Halbzeit. Für Timelkam war die Partie direkt nach Wiederbeginn noch einmal offen, weil Alexander Oberperfler in der 46. Minute den Ausgleich zum 1:1 erzielte. Genau in diesem Moment schien wieder alles möglich, doch lange konnte die Heimmannschaft dieses Zwischenhoch nicht mitnehmen.
Kubinger machte aus seiner Sicht vor allem die Entstehung der Tore zum Thema. Beim 0:1 habe es „einen blöden Rückpass“ gegeben, der vom gegnerischen Stürmer abgefangen worden sei und zum Rückstand geführt habe. Den eigenen Treffer bewertete er dagegen positiv. „Das 1:1 war eine sehr schöne Aktion von unseren Spielern, schnelle Spielzüge“, sagte er über den Angriff, den Oberperfler erfolgreich abschloss. Danach lief das Spiel aber wieder in die andere Richtung. In der 69. Minute stellte Luca Ornetzeder auf 1:2, ehe Isnel Hasanovic in der 78. Minute mit seinem zweiten Treffer den Endstand herstellte. Für Kubinger war auch da die Ursache klar: „Das 2:1 ist wieder durch Abwehrfehler passiert, und wir haben verdient verloren.“
Die Erklärung des Timelkamer Obmanns ging aber über die einzelnen Fehler hinaus. „Das Quäntchen Glück und die Kraft“ hätten am Ende gefehlt, meinte Kubinger und sprach vor allem einen Punkt deutlich an, der ihn mehr störte als das nackte Ergebnis. „Im letzten Spiel haben wir bis zur letzten Spielminute gekämpft. Dieses Mal hat man von diesem Kampfgeist wenig gesehen“, sagte er. Damit benannte er aus seiner Sicht den entscheidenden Unterschied. Die Gäste seien „auf jeden Fall williger“ gewesen, hätten „unbedingt den Sieg heimfahren“ wollen und die Partie mit „starker kämpferischer Leistung und spielerischer Leistung“ für sich entschieden. Auch zum Unparteiischen hatte Kubinger eine klare Meinung und keinen Grund zur Kritik: „Die Schiedsrichterleistung war ausgezeichnet.“
Unter dem Strich bleibt der ATSV Timelkam damit auch nach der zweiten Runde ohne Punkt, während die Juniors mit dem 3:1-Erfolg ihren ersten Saisonsieg anschrieben und nun bei drei Zählern halten. Für Kubinger ließ sich der Unterschied zwischen den beiden Teams nach dem Schlusspfiff knapp und deutlich zusammenfassen: „Der Siegeswille ist abgegangen.“ Genau daraus lässt sich auch der Blick nach vorne ableiten. Nach dem schnellen 1:1 war die Partie wieder offen, doch Timelkam konnte aus diesem Neustart nichts machen, weil das Spiel in der Folge wieder aus der Hand glitt. Wenn die Gastgeber in den nächsten Wochen anschreiben wollen, wird es nach der eigenen Analyse vor allem wieder mehr Kampf über die volle Distanz brauchen.