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"Wir sind als Mannschaft aufgetreten": ATSV Rüstorf holt nach Rückstand in Timelkam ein Unentschieden

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TSV Timelkam
ATSV Rüstorf

In der 2. Klasse Süd hat sich der TSV Timelkam am Samstagnachmittag vom ATSV Rüstorf mit einem 2:2-Unentschieden getrennt. Aus Sicht des Absteigers war das Remis aber deutlich mehr als nur ein Punktgewinn. Nach zwei Spielen ohne Zähler zeigte die Mannschaft von Marco Plümecke eine klare Reaktion, ging in Führung, geriet noch vor der Pause ins Hintertreffen und arbeitete sich danach mit viel Einsatz wieder zurück. Der Neo-Trainer sprach von einer "guten Arbeit" seiner Elf.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Starker Start, dann dreht Timelkam die Partie

Rüstorf ging die Aufgabe nach zwei Niederlagen in Serie entsprechend entschlossen an. Plümecke betonte, dass seine Mannschaft diesmal wieder das auf den Platz bringen wollte, "was wir eigentlich können", und genau das habe sie über weite Strecken auch geschafft. Die Gäste spielten laut ihrem Trainer offensiv gut über die Seiten, ließen Timelkam zunächst wenig zu und wurden in der 32. Minute belohnt. Michael Motz spielte dabei den entscheidenden Pass auf Lukas Zobl, der sauber mitnahm und zum 1:0 abschloss. Danach änderte sich die Partie aber rasch. "Nach dem 1:0 haben wir in der Mitte den Zugriff verloren", sagte Plümecke. Timelkam nutzte diese Phase konsequent, glich durch Xaver Köttl aus und drehte das Spiel noch vor der Pause durch Nermin Jahic auf 2:1.


Aus der Kabine mit nur einem Ziel

Gerade deshalb war Plümecke mit dem Auftritt nach dem Seitenwechsel zufrieden. Aus der Kabine sei seine Elf "mit nur einem Ziel" gekommen, nämlich noch einmal alles zu geben. Der Trainer sah genau diese Reaktion: mehr Zusammenhalt, mehr Wille und wieder den Zugriff, der kurz vor der Pause gefehlt hatte. In der 77. Minute fiel dann der Ausgleich, als Sebastian Stieglbauer zum 2:2 traf. Plümecke schilderte die Szene als starken Vorstoß über die Außenbahn, bei dem sich ein Rüstorfer Spieler durchtankte und mit viel Zug abschloss. Damit war für die Gäste aber noch nicht zwingend Schluss. "Wir hatten in der zweiten Halbzeit sogar noch die Chance auf das dritte Tor", sagte der Trainer, der deshalb zwar mit dem Punkt leben konnte, aber auch festhielt, dass mehr drin gewesen wäre.

Punkt, der für Rüstorf mehr wert ist

Besonders wichtig war dem neuen Coach die Art und Weise, wie seine Mannschaft zu diesem Remis gekommen ist. "Wir sind als Mannschaft aufgetreten", sagte Plümecke, und genau darin sah er den ausschlaggebenden Punkt eines Auftritts, der nach zwei Spielen ohne Zähler wieder Mut machen soll. Er sprach von einer guten Arbeit, lobte Einsatz und Einstellung und ordnete zugleich auch den Gegner hoch ein. Der TSV Timelkam sei im Vorfeld schon als schwer zu bespielendes Team eingeschätzt worden, mit guter Offensive und dichter Defensive. Umso mehr wertete er das 2:2 als Schritt nach vorne. Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht keinen, auch mit der Leistung von Schiedsrichter Maurer war er einverstanden: "Der Referee war souverän." Und für die nächsten Wochen nahm er eine klare Erkenntnis mit: "Wenn die Mannschaft das umsetzt, was wir vorgeben, dann sind wir unwahrscheinlich stark."

2. Klasse Süd: TSV Timelkam : Rüstorf - 2:2 (2:1)

  • 77
    Sebastian Stieglbauer 2:2
  • 41
    Nermin Jahic 2:1
  • 37
    Xaver Köttl 1:1
  • 32
    Lukas Zobl 0:1