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„Islitzer hat das Spiel fast allein gedreht“ – ASKÖ Gosau wendet 1:2-Rückstand in 5:3-Sieg

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ASKÖ Raika Gosau
SV Aurach

In der 2. Klasse Süd hat die ASKÖ Raiffeisen Gosau am Samstagnachmittag in Runde sieben einen torreichen 5:3-Erfolg gegen den SV JARAFLEX Aurach gefeiert. Nach einem 1:1 zur Pause lagen die Gastgeber kurz nach Wiederbeginn erneut hinten, drehten die Partie aber mit einem starken Schlussviertel. Trainer Josip Lucic sah vor allem die taktische Vorbereitung und die Einwechslung von Lukas Islitzer als Schlüssel für diesen Heimsieg.

Weiß-Goldene Fußballschuhe auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Aurach erwischt besseren Start

Lucic machte gleich nach Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass seine Mannschaft zunächst Probleme hatte. „Der Gegner ist in der Anfangsphase sehr strukturiert aufgetreten, wir hatten ein paar Anlaufschwierigkeiten, deshalb lagen wir auch verdient 0:1 hinten“, sagte der Trainer. Aurach nützte diese Phase in der 20. Minute durch Ogün Simsek zur Führung. Gosau brauchte etwas, um in dieses hart umkämpfte Spiel hineinzufinden, reagierte dann aber deutlich besser. „Danach ist eine sehr gute Reaktion von meiner Mannschaft gefolgt“, sagte Lucic. Die Gastgeber spielten ihre Angriffe nun sauberer zu Ende und kamen noch vor der Pause zum Ausgleich, als Miroslav Grom in der 25. Minute das 1:1 erzielte. Der Trainer sprach dabei von einem berechtigten Elfmeter. Mit diesem Stand ging es auch in die Kabinen, wobei Lucic einräumte, dass Aurach bis dahin „ein bisschen mehr Spielanteile“ hatte.

Nach dem 1:2 dreht Gosau auf

Auch nach dem Seitenwechsel lief es für Gosau zunächst nicht nach Wunsch. Schon in der 48. Minute brachte Christoph Riedl die Gäste wieder nach vorne, auch diesmal sprach Lucic von einem berechtigten Elfmeter. Genau dieser Rückschlag wurde für die Gastgeber aber zum Startpunkt ihrer stärksten Phase. „Nach diesem Elfmeter, als wir 1:2 hinten waren, haben wir unser Spiel aufgezogen, mutig aufgespielt und das Spiel über weite Strecken kontrolliert“, sagte Lucic. Lange blieb Aurach vorne, doch in der Schlussphase kippte die Partie vollständig. Lorenz Wallner stellte in der 74. Minute auf 2:2. Für Lucic war genau dieser Treffer der Wendepunkt: „Nach dem 2:2 war das der Punkt, an dem wir noch einmal agieren konnten und offensiv sehr präsent waren.“ Vier Minuten später drehte Christoph Kreßl das Ergebnis auf 3:2. Lukas Islitzer legte in der 83. Minute das 4:2 nach. Weil Ogün Simsek in der 86. Minute noch einmal auf 4:3 verkürzte, blieb es kurzzeitig offen, ehe Islitzer in der 90. Minute mit seinem zweiten Treffer den 5:3-Endstand fixierte.


Klare Idee gegen starke Flügel

Für Lucic war die Wende nicht nur eine Frage der Moral, sondern vor allem das Resultat eines klaren Plans. „Die taktische Einstellung war ganz klar das, was heute besonders gut funktioniert hat“, betonte der Gosauer Trainer. Seine Mannschaft habe gewusst, wie Aurach auftreten würde. „Wir wussten, mit diesem Spielsystem kommen sie sehr häufig über die Seiten. Da sind sie auch am gefährlichsten“, erklärte Lucic. Entsprechend habe Gosau die Außenzonen besonders abgesichert, die Mittelfeldspieler weit mitarbeiten lassen und als Mannschaft kompakt verteidigt. „Wir haben die Außen zugestellt und dann unser Spiel nach Ballgewinn nach vorne gerichtet“, so der Trainer. Gleichzeitig verteilte er dem Gegner ein klares Kompliment. Aurach sei „eine richtig kompakte Mannschaft“ gewesen, die von hinten bis vorne als Team aufgetreten sei. Gerade deshalb war für ihn entscheidend, dass Gosau nach dem zweiten Rückstand nicht den Faden verlor, sondern geduldig blieb und den eigenen Plan weiter durchzog.

Islitzer als Joker und Sieg mit Wirkung

Den größten Ausschlag gab aus Sicht des Trainers dann die Bank. „Lukas Islitzer hat das Spiel fast alleine gedreht“, sagte Lucic und nannte die Einwechslung des Jokers den wichtigsten Moment der zweiten Halbzeit. Der Coach sprach sogar davon, dass Islitzer bei allen vier Treffern nach der Pause beteiligt gewesen sei und zwei davon selbst erzielt habe. „Da kannst du als Trainer froh sein, wenn du so einen von der Ersatzbank bringen kannst“, sagte Lucic. Entsprechend zufrieden war er nicht nur mit dem Ergebnis, sondern auch mit der Art und Weise, wie seine Mannschaft den Plan angenommen hatte. „Wenn wir gegen den SV Aurach nicht hundertprozentig unsere Einstellung an den Tag legen, schaut normalerweise nichts raus“, meinte er. Auch für den jungen Schiedsrichter Ernhard fand Lucic nach diesem intensiven Spiel positive Worte und nannte dessen Auftritt auf dem kleinen Platz in Gosau „mutig“ und „souverän“. Für die Gastgeber bleibt damit ein Heimsieg, der nach zweimaligem Rückstand viel über die Reaktion der Mannschaft aussagt.

2. Klasse Süd: Gosau : SV Aurach - 5:3 (1:1)

  • 90
    Lukas Islitzer 5:3
  • 86
    Ogün Simsek 4:3
  • 83
    Lukas Islitzer 4:2
  • 78
    Christoph Kreßl 3:2
  • 74
    Lorenz Wallner 2:2
  • 48
    Christoph Riedl 1:2
  • 25
    Miroslav Grom 1:1
  • 20
    Ogün Simsek 0:1