In der 2. Klasse Süd hat der ATSV Timelkam bei Union Gschwandt 1b einen 3:1-Auswärtssieg geholt, der lange nach einem zähen Nachmittag aussah. Nach torloser erster Hälfte brachte Alban Dauti die Gäste in Front, Felix Huber glich aus, ehe Timelkam die Partie in der Schlussphase noch entschied. Trainer Alexander Oberperfler führte den Erfolg vor allem auf den Zusammenhalt zurück: "Wir haben nie aufgegeben."

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Vieles deutete zunächst auf ein enges Spiel hin. Oberperfler beschrieb die ersten 45 Minuten als ausgeglichene Angelegenheit, in der sich beide Teams schwer taten, klare Möglichkeiten herauszuspielen. "Die erste Halbzeit war eine ziemlich offene Partie. Es gab auf beiden Seiten nicht viele Chancen, das war eher ein Spiel im Mittelfeld", sagte der Timelkam-Trainer. Gerade deshalb war für ihn wichtig, dass seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel zulegte. "Wir sind in der zweiten Halbzeit viel besser rausgekommen", meinte Oberperfler. Diese stärkere Phase zahlte sich in der 75. Minute aus, als Alban Dauti nach einem Einwurf und einer guten Weiterleitung mit einem strammen Schuss ins Eck zum 1:0 für die Gäste traf. Für den Trainer war klar, dass sich seine Mannschaft diese Führung mit der Leistungssteigerung nach der Pause verdient hatte.
Die Führung brachte aber noch keine Ruhe in die Partie, weil Gschwandt nur fünf Minuten später zurückschlug. Felix Huber traf zum 1:1, und auch dieses Tor blieb dem Timelkam-Coach in Erinnerung. "Das war ein super Schuss aus 20 bis 25 Metern. Der hat genau ins Eck gepasst und war für unseren Tormann unhaltbar", sagte Oberperfler. Entscheidend wurde deshalb die Schlussphase. Der Trainer sprach später selbst vom Knackpunkt des Spiels, weil seine Mannschaft in dieser Phase dranblieb und sich doch noch belohnte. In der 90. Minute ging Timelkam nach einem Freistoß wieder in Führung, Torschütze zum 2:1 war Alexander Oberperfler. Kurz darauf sah Bernhard Panzirsch bei Gschwandt die Rote Karte, ehe Fabian Kadrijaj in der Nachspielzeit mit einem weiteren Freistoß den 3:1-Endstand herstellte.
Für Oberperfler lag der Unterschied am Ende weniger in einer einzelnen Aktion als in der Haltung seiner Mannschaft. "Wir haben zusammengehalten, wir haben füreinander gekämpft. Das war heute der Erfolg für uns", sagte er. Genau darin sah er auch den Grund, warum Timelkam nach dem Ausgleich nicht auseinanderfiel. "Irgendwann ist uns Gott sei Dank durch einen Freistoß in der 90. Minute das 2:1 gelungen. Das war der Knackpunkt", erklärte der Trainer. Gleichzeitig verschwieg er nicht, dass noch Luft nach oben bleibt. "Im Zweikampfverhalten und spielerisch sehe ich noch ein wenig Luft nach oben", sagte Oberperfler. Anerkennende Worte fand er auch für den Gegner: "Gschwandt ist hinten gut gestanden und hat im Mittelfeld super zusammengespielt." Nur vorne habe bei den Gastgebern aus seiner Sicht etwas gefehlt. Auch mit der Leistung des Schiedsrichters konnte er leben: "Es hat vielleicht eine Aktion gegeben, bei der man uns Elfmeter hätte geben können, aber sonst war der Schiedsrichter voll okay." Mit dem Auswärtssieg hält Timelkam nach sieben Runden bei 13 Punkten, Gschwandt 1b bleibt bei vier Zählern.