In der 2. Klasse Süd hat der FC ASKÖ Pinsdorf gegen die SPG Grünau/Pettenbach 1b mit 1:3 verloren. Für die Gäste war es nach zwei unglücklichen Niederlagen davor ein Sieg, der laut Trainer Patrick Bammer vor allem für den Kopf wichtig war. Trotz sieben Ausfällen und einer komplett umgebauten Defensive brachte seine Mannschaft die Partie früh auf ihre Seite und ließ sich den Vorsprung diesmal nicht nehmen.

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Der Grundton der Partie war für Bammer schon vor dem Anpfiff gesetzt. „Es ist unter keinem guten Stern gestanden, weil wir sieben Ausfälle bei den Stammspielern hatten“, sagte der Trainer. Er musste die komplette Verteidigung umbauen, sogar zwei Stürmer rückten in die letzte Linie zurück. Dass seine Mannschaft unter diesen Voraussetzungen trotzdem sofort gut im Spiel war, gab ihr früh Sicherheit. Florian Fekete erzielte in der 12. Minute das 1:0, und Grünau/Pettenbach 1b blieb danach die aktivere Mannschaft. Bammer hatte vor dem Gegner aus dem Tabellenkeller durchaus Respekt, weil solche Spiele unter Druck unangenehm werden können. Umso wichtiger war es aus seiner Sicht, dass seine Elf nicht lange suchte, sondern sich bis zur Pause das 0:2 erarbeitete. Quentin Kreiseder sorgte in der 30. Minute für den zweiten Treffer, mit dem die Gäste eine ordentliche erste Hälfte auch auf der Anzeigetafel klar untermauerten.
Gerade dieses zweite Tor war für Bammer der Moment, an dem sich die Partie in Richtung seiner Mannschaft verfestigte. „Beim 2:0 wusste ich, dass wir nichts mehr anbrennen lassen werden“, meinte er nach dem Schlusspfiff. Den Treffer von Kreiseder beschrieb er sehr anschaulich: Der Offensivspieler ließ auf der linken Seite zwei, drei Gegenspieler aussteigen, zog nach innen und traf aus rund 25 Metern „ganz genau ins Kreuzeck“. Für den Torhüter sei dabei nichts zu halten gewesen. Dass der Sieg am Ende nicht noch deutlicher ausfiel, erklärte Bammer mit zwei Punkten. Zum einen seien die Platzverhältnisse „extrem schlecht“ gewesen, ein sauberer Pass sei kaum möglich gewesen. Zum anderen fehlte seiner Mannschaft trotz vieler guter Ansätze die letzte Konsequenz vor dem Tor. „Wir hatten fünf oder sechs hundertprozentige Chancen. Solche Spiele müssen wir einfach viel mehr Tore machen“, sagte er und benannte die Chancenauswertung klar als wichtigsten Verbesserungsbereich.
Im zweiten Durchgang blieb der Auswärtssieg aus Bammers Sicht trotzdem über weite Strecken unter Kontrolle. Erst in der 81. Minute machte Ben Zehetner mit dem 3:0 endgültig alles klar, ehe Daniel Djedovic nur zwei Minuten später noch auf 1:3 verkürzte. Am grundsätzlichen Eindruck änderte das für den Trainer nichts. „Der FC Pinsdorf hatte keine einzige Möglichkeit im ganzen Spiel“, sagte Bammer, der seine Mannschaft vor allem für den kämpferischen Auftritt lobte. Zugleich ordnete er auch den Gegner sachlich ein. Man sehe bei Pinsdorf eine Umstrukturierung, mit vielen jungen Spielern, „aber diese Spieler brauchen einfach noch Zeit“. Diskussionen rund um den Unparteiischen gab es für ihn ebenfalls keine: „Ich habe keine Fehlentscheidung gesehen, es gab keine strittigen Situationen.“ Entscheidend war für ihn ohnehin etwas anderes, nämlich die Wirkung dieses Erfolgs nach zwei bitteren Wochen. „Wir hatten einen enormen Druck, weil das Selbstvertrauen bei der jungen Mannschaft nicht mehr so da war“, erklärte Bammer. Darum seien diese drei Punkte „extrem wichtig für das Selbstvertrauen“. Der Blick geht nun schon weiter: „Jetzt heißt es Ärmel hochkrempeln.“ Im nächsten Spiel gegen Gschwandt 1b will die SPG Grünau/Pettenbach 1b gleich nachlegen und damit auch tabellarisch den nächsten Schritt machen.