In der 2. Klasse Süd hat die SPG Grünau/Pettenbach 1b in Runde 8 gegen die Union Gschwandt 1b eine deutliche 0:3-Heimniederlage hinnehmen müssen. Trainer Patrick Bammer sah den Freitagabend schon nach der Anfangsphase in die falsche Richtung laufen. Zwei frühe Gegentore und ein dritter Treffer noch vor der Pause entschieden die Partie, dazu blieb seine Mannschaft trotz mehrerer guter Möglichkeiten ohne eigenen Torerfolg.

Foto von Joshua Hoehne auf Unsplash
Patrick Bammer machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl aus seiner Enttäuschung. „Wir haben 0:3 verloren, und im Endeffekt war das Spiel nach zehn Minuten entschieden“, sagte der Trainer. Tatsächlich geriet seine Mannschaft schnell auf die Verliererstraße. In der 6. Minute brachte Alexander Heidecker die Gäste in Führung, nur drei Minuten später legte Serhat Balikci das 0:2 nach. Für Bammer lag genau dort der Knackpunkt der Partie. „Beim ersten und zweiten Tor hatten wir überhaupt keinen Zugriff. Unsere Verteidiger standen viel zu weit weg und haben die Stürmer aus den Augen verloren“, sagte er. Als Heidecker in der 32. Minute auch noch zum 0:3 traf, war die Begegnung aus Sicht des Trainers praktisch gelaufen. Mit diesem Spielstand ging es auch in die Halbzeit.
Was den Coach der Gastgeber besonders wurmte, war die Mischung aus eigenen Fehlern und fehlender Konsequenz vor dem Tor. „Wir machen zu viele individuelle Fehler und sind vorm Tor extrem schwach“, brachte es Bammer deutlich auf den Punkt. Ganz ohne Offensivaktionen blieb seine Mannschaft zwar nicht. „Positiv war vielleicht, dass wir einige Chancen hatten und sie gut herausgespielt haben“, sagte er. Gerade deshalb fiel sein Urteil so hart aus, denn ein Ertrag sprang daraus nicht heraus. Bammer sprach von „fünf, sechs guten Chancen“, aus denen seine Elf keinen Treffer machte. Für ihn war das ein weiterer Beleg dafür, warum seine Mannschaft an diesem Abend keine Chance auf ein besseres Ergebnis hatte. Während Gschwandt seine Möglichkeiten eiskalt nutzte, blieb die SPG trotz eigener Ansätze ohne Tor und damit auch ohne echtes Comeback.
Auch in der Gesamtbetrachtung fand Bammer klare Worte. „Es war viel zu wenig Laufbereitschaft, wir haben keine Zweikämpfe gewonnen und waren viel zu weit weg vom Gegner“, sagte der Trainer. Gleichzeitig stellte er aber auch heraus, warum die Union Gschwandt die Partie so souverän auf ihre Seite ziehen konnte. Die Gäste seien „eine routinierte Mannschaft“, die „sehr gut steht“ und die Begegnung „richtig gut heruntergespielt“ habe. Sein Fazit fiel deshalb eindeutig aus: „Sie haben das Nötigste gemacht, und der Sieg geht sicher in Ordnung.“ Für die nächsten Wochen fordert der Trainer nun eine klare Reaktion seiner Mannschaft. „Wir müssen uns steigern. Wir müssen viel konsequenter verteidigen und im Sturm die Tore machen“, sagte Bammer. Nach diesem 0:3 war für ihn vor allem eines offensichtlich: So wie an diesem Abend wird es in der Liga nur schwer reichen.