In der 2. Klasse Süd hat ATSV Rüstorf gegen SK Kammer 1b mit 0:3 verloren. Für Kammer-Trainer Thomas Haslinger war der Auswärtssieg verdient, weil seine Elf das Spiel nach seiner Einschätzung über die vollen neunzig Minuten kontrollierte. Die Gäste führten bereits zur Pause 2:0, blieben auch danach stabil und machten den Erfolg spät endgültig klar. Nur bei der Chancenverwertung sah Haslinger noch Luft nach oben.

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Der Spielverlauf passte aus Sicht der Gäste genau zu dem, was Thomas Haslinger nach dem Schlusspfiff hervorhob. "Von Minute null bis neunzig waren wir die klar dominante Mannschaft, haben verdient gewonnen, es hätte auch höher ausgehen können", sagte der Trainer von Kammer 1b. Schon vor der Pause brachte sich seine Mannschaft in eine sehr gute Ausgangsposition. In der 27. Minute traf Roko Kozbasic zum 0:1, kurz vor dem Halbzeitpfiff legte Florian Josef Auer das 0:2 nach. Damit hatte sich die Überlegenheit auch am Spielstand gezeigt. Haslinger wollte den Erfolg trotzdem nicht auf einzelne Szenen reduzieren, sondern auf das, was seine Mannschaft über längere Phasen auf den Platz brachte.
Gerade dieser Punkt war dem Trainer wichtig, weil er den Sieg nicht an einer Aktion festmachen wollte. Für ihn war es "generell die kompakte und gute Mannschaftsleistung", die den Ausschlag gab. Nach dem Seitenwechsel änderte sich zwar die personelle Lage, weil Rüstorf nach der Roten Karte gegen Lukas Zobl ab der 59. Minute nur noch zu zehnt weiterspielte, doch entschieden war die Partie aus Haslingers Sicht damit noch nicht. "Es gab nie den Moment, wo wir das Gefühl hatten, das Spiel ist jetzt schon entschieden. Speziell bei einem 2:0 kann es oft gefährlich sein", sagte er. Erst das 0:3 durch Matthias Huemer in der 84. Minute war für ihn jener Treffer, der den Auswärtssieg endgültig absicherte. Die Szene rund um den Ausschluss wollte Haslinger übrigens nicht bewerten, weil er sie nach eigenen Worten nicht richtig gesehen hatte.
Was dem Kammer-Coach an diesem Auftritt besonders gefiel, ging deutlich über das Ergebnis hinaus. Haslinger sprach von einer "geschlossenen Kompaktheit" und davon, dass seine Mannschaft spielerisch, kämpferisch und läuferisch alle Tugenden auf den Platz gebracht habe. Gerade mit Blick auf die Zusammensetzung seines Teams war das für ihn ein wesentlicher Punkt. "Die junge Mannschaft, die wir haben, hat den Job richtig gut erfüllt", sagte er. Dazu kam, dass hinten die Null stand, was Haslinger ausdrücklich als zentrale Vorgabe nannte. "Wichtig war heute, die Null zu halten", stellte er klar. Viel Lob verteilte er deshalb an die gesamte Gruppe. Es habe nur wenige Momente gegeben, in denen er mit der Mannschaft oder mit einzelnen Aktionen nicht zufrieden gewesen sei.
Ganz ohne Ansatzpunkte wollte der Trainer den starken Auftritt trotzdem nicht stehen lassen. Obwohl Kammer 1b auswärts drei Tore erzielte, sah Haslinger bei der Verwertung weiterer Möglichkeiten noch Reserven. "Das Spiel könnte schon höher ausgehen, wenn wir die Chancen etwas effizienter nützen", meinte er. Gerade weil er seine Mannschaft über die gesamten neunzig Minuten als überlegen sah, war das für ihn der Bereich, in dem noch mehr möglich gewesen wäre. Unterm Strich überwog aber klar die Zufriedenheit. "Ich will der ganzen Mannschaft ein Pauschallob aussprechen", sagte Haslinger und schob nach: "Wenn wir so weiterarbeiten und so in die Spiele gehen wie heute, kann jeder einzelne Spieler, der ganze Verein und auch ich als Trainer sehr zufrieden, ja sogar sehr stolz sein." Mit dem 3:0 in Rüstorf steht Kammer 1b nach acht Runden bei 15 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle.