Spielberichte

„Wir haben ruhig auf unsere Chance gewartet“ – Neukirchen nimmt nach zähem Start ein 6:2 aus Timelkam mit

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ATSV Timelkam
SK Polar Neukirchen/A.

In der 2. Klasse Süd hat sich ATSV Timelkam gegen SK Polar Neukirchen/A. lange gewehrt, nach einer zähen Anfangsphase aber doch klar mit 2:6 geschlagen geben müssen. Trainer Ismir Jamakovic sah den Schlüssel darin, dass seine Mannschaft auf schwierigem Boden ruhig blieb, vor der Pause die entscheidenden Treffer setzte und nach dem Seitenwechsel sofort nachlegte. Genau daraus entwickelte sich ein Auswärtssieg, der deutlicher wirkte, als die ersten 30 Minuten vermuten ließen.

Duell zweier Spieler in grünen und weißen Trikots

Foto von Ian Taylor auf Unsplash

Lange tut sich wenig, dann nützt Neukirchen seine Phase

Jamakovic machte gleich zu Beginn klar, dass dieser Auftritt auch eine Frage der Bestätigung war. Nach dem Sieg gegen Regau wollte seine Mannschaft nachlegen und den Lauf fortsetzen. Einfach war das aber nicht. „Wir haben sicher 20 oder 30 Minuten gebraucht, um uns an den Platz und an den Gegner zu gewöhnen“, sagte der Trainer. Er sprach von sehr schlechten Platzverhältnissen und von einem unangenehmen Auswärtsspiel, in dem man nur schwer Fußball spielen konnte. Entsprechend entwickelte sich zunächst eine Partie, in der sich beide Mannschaften weitgehend neutralisierten und kaum etwas passierte. Gerade deshalb maß Jamakovic dem 1:0 große Bedeutung bei. In Minute 39 brachte Thomas Altmaninger die Gäste in Führung, und der Neukirchner Trainer ordnete diesen Treffer klar ein: „Das war sehr wichtig in einer Phase, in der das Spiel wirklich sehr neutral war.“ Danach kam mehr Zug hinein. Neukirchen erarbeitete sich laut Jamakovic noch ein, zwei gute Möglichkeiten und legte kurz vor der Pause nach. Wieder war Altmaninger zur Stelle und stellte in Minute 42 auf 2:0. Damit nahm der Tabellenführer einen kleinen Polster mit in die Kabine, obwohl die Partie davor lange völlig offen gewesen war.


Mit dem Doppelschlag nach der Pause war die Partie gekippt

Was vor der Pause noch ein zähes Ringen gewesen war, kippte nach Wiederbeginn rasch auf die Seite der Gäste. Jamakovic sprach von einem „unglaublich starken“ Start seiner Mannschaft nach der Pause, weil sie den Sieg unbedingt nach Hause bringen wollte. Schon in Minute 46 erhöhte Sebastian Leitner auf 3:0, nachdem Neukirchen den Angriff über außen sauber zu Ende gespielt hatte. Nur vier Minuten später traf Altmaninger erneut und stellte auf 4:0. Für Jamakovic waren genau diese beiden Momente die klaren Wendepunkte des Spiels. „Das 1:0 war sicher ein wesentlicher Faktor, und natürlich das 4:0, wo wir kurz nach der Halbzeit zwei Tore machen und das Spiel mehr oder weniger für uns entschieden haben“, sagte er. Ganz vorbei war die Partie damit noch nicht, weil Timelkam in Minute 56 durch Alexander Oberperfler auf 1:4 verkürzte. Jamakovic verwies dabei auf einen unglücklichen Strafstoß gegen seine Mannschaft, betonte aber auch sofort: „Das hat uns aber absolut nicht aus der Bahn geworfen.“ Neukirchen blieb vorne gefährlich, kam weiter zu Chancen und erhöhte in Minute 82 durch Sebastian Leitner auf 5:1. Danach stellte Neukirchen noch auf 6:1, ehe Timelkam in der Schlussphase durch Alban Tahiraj noch zum 2:6 kam.

Ruhiger Kopf, stabile Abwehr und ein Sieg, der den Lauf bestätigt

Die Erklärung für den klaren Auswärtserfolg lieferte Jamakovic nach dem Schlusspfiff recht deutlich. „Unsere größte Stärke war, dass wir trotz des schwierigen Starts ruhig geblieben sind und an unsere Chance geglaubt haben“, sagte er. Genau dieses Warten auf den richtigen Moment habe seine Mannschaft in den letzten Wochen ausgezeichnet. Der Trainer sprach davon, dass Neukirchen als Team immer mehr zusammenwachse und inzwischen eine spürbare Stärke ausstrahle. Dazu passte auch seine Einschätzung zur Defensivarbeit: „Man hat heute wirklich gesehen, dass wir uns auf unsere Abwehr verlassen können.“ Ganz ohne Kritik wollte er den Auftritt aber nicht stehen lassen. In der einen oder anderen Abschlusssituation hätte seine Mannschaft noch konsequenter sein können, und dass es 30 Minuten dauerte, bis Neukirchen richtig im Spiel war, sprach er ebenfalls an. Den Gegner beschrieb Jamakovic als unangenehm, zweikampfstark, aggressiv und mit einem guten Tormann im Rücken. Umso höher bewertete er den Sieg. Auch für den Unparteiischen hatte er klare Worte: Strittige Szenen habe es aus seiner Sicht kaum gegeben, die Leistung des Schiedsrichters sei „außerordentlich gut“ gewesen, sogar die beste in dieser Saison. Unterm Strich nimmt Neukirchen damit nicht nur drei Punkte mit, sondern bestätigt nach dem Erfolg gegen Regau auch seinen Lauf und bleibt nach acht Runden an der Spitze.

2. Klasse Süd: ATSV Timelkam : Neukirchen/A. - 2:6 (0:2)

  • 88
    Alban Tahiraj 2:5
  • 82
    Sebastian Leitner 1:5
  • 56
    Alexander Oberperfler 1:4
  • 50
    Thomas Altmaninger 0:4
  • 46
    Sebastian Leitner 0:3
  • 42
    Thomas Altmaninger 0:2
  • 39
    Thomas Altmaninger 0:1