In der 2. Klasse Süd hat der SV JARAFLEX Aurach am Freitagabend ein enges Heimspiel gegen den FC ASKÖ Pinsdorf mit 2:1 für sich entschieden. Nach der Pausenführung, dem raschen Ausgleich und dem späten Siegtor blieb für Trainer Jörg Kiefer vor allem eines hängen: „In diesem einen Tor lag der Unterschied.“ Es war, wie er selbst sagte, ein „schwer erkämpfter Arbeitssieg“.

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Dass es kein Abend für leichten Kombinationsfußball werden würde, war aus Sicht von Jörg Kiefer früh zu erkennen. Der Auracher Trainer sprach von einem „sehr intensiven, kampfbetonten Spiel“ und erklärte auch, warum sich seine Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit so schwertat: „Der Gegner hat uns sehr wenig Platz gelassen und ist mit viel Körpereinsatz gegen uns agiert. Da hatten wir ziemliche Probleme, vor allem in der ersten Hälfte.“ Trotzdem nahm Aurach die knappe Führung mit in die Kabine. In der 45. Minute traf Ogün Simsek zum 1:0, ein wichtiger Treffer zu einem Zeitpunkt, an dem die Partie stark von Zweikämpfen und engen Räumen lebte.
Nach dem Seitenwechsel war die Begegnung rasch wieder völlig offen. Pinsdorf kam in der 52. Minute durch Armin Hrustanovic zum 1:1 und unterstrich damit, wie wenig die Gastgeber an diesem Abend geschenkt bekamen. Kiefer machte nach dem Schlusspfiff deutlich, dass er bei seiner Mannschaft zwar gute Ansätze gesehen hat, im letzten Drittel aber noch einiges besser werden muss. „Luft nach oben haben wir definitiv beim letzten Pass oder bei der letzten Entscheidung, die wir treffen, da wir aktuell meistens die falsche Entscheidung treffen“, sagte er. Gleichzeitig stellte er seiner Mannschaft im Spiel nach vorne kein schlechtes Zeugnis aus: „Wir spielen bis zum Strafraum sehr gut, erarbeiten uns auch viele Chancen. Der Abschluss fehlt jedoch oder der entscheidende letzte Pass.“ Dass Aurach trotzdem dranblieb, zahlte sich in der Schlussphase aus, als Benedikt Urich in der 80. Minute den Treffer zum 2:1 erzielte.
Kiefer rückte nach dem Spiel nicht nur die eigene Leistung in den Mittelpunkt, sondern auch den Auftritt der Gäste. „Der Gegner hat gekämpft bis zur letzten Sekunde und hat uns keine Räume geschenkt, hat sich immer wieder motiviert“, sagte der Trainer und nannte den Erfolg deshalb einen „schwer erkämpften Arbeitssieg“. Den Knackpunkt sah er in der entscheidenden Phase vor dem Siegtor, auch weil der SV Aurach davor selbst heikle Momente überstehen musste. „Wobei ich sagen muss, dass Sebastian Laubichler bei einer Doppelchance der Gäste vorher zwei- oder dreimal gehalten hat“, meinte Kiefer und hob damit den Beitrag seines Tormanns ausdrücklich hervor. Entsprechend nüchtern fiel auch sein Gesamturteil aus: „In diesem einen Tor lag der Unterschied. Ansonsten gab es keine.“ Mit dem Heimsieg hält Aurach nach zehn Runden bei 18 Punkten und bleibt damit im oberen Bereich der Tabelle. Dass dafür an diesem Abend viel Geduld und viel Arbeit nötig waren, machte dieser knappe Erfolg allerdings über 90 Minuten deutlich.