Nach dem 0:0 zwischen UFC Eferding 2 und Union Peuerbach Juniors in der 2. Klasse West-Nord sprach Trainer Jürgen Sageder von einem leistungsgerechten Remis. Nach einem Ausschluss von Leomir Kryeziu agierte seine Mannschaft lange in Unterzahl, fand nach einer zähen ersten Halbzeit aber immer besser in die Partie. Sageder sah kontrollierte Phasen, ein Plus an Ballbesitz und druckvolle Momente nach der Pause – ohne Ertrag, weil der letzte Pass häufig nicht ankam. Zugleich betonte er die Fairness des Duells, die sehr jungen Teams auf beiden Seiten und lobte die kompakt verteidigenden Gäste.

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Sageder ordnete den Verlauf klar ein: „Wir hatten in der zweiten Halbzeit klare Vorteile im Ballbesitz und das Spiel immer besser im Griff; die erste Halbzeit war noch zerfahren und ausgeglichen.“ Nach seiner Einschätzung erspielte sich Eferding nach dem Seitenwechsel drei bis vier gute Möglichkeiten, während Peuerbach je eine aussichtsreiche Chance pro Halbzeit vorfand. Entscheidend fehlte den Hausherren die Effizienz im letzten Drittel: Pässe wurden geblockt, Flanken fanden keinen Abnehmer – das Tor zum möglichen Sieg blieb aus.
„Standards sind bei uns sicher noch ausbaufähig, was besonders die Eckbälle betrifft“, hielt Sageder fest. Mehrere Corner führten nicht zur gewünschten Gefahr – Ausführungen gerieten zu kurz, zu flach oder zu weit, zudem passte die Positionierung nicht immer. Defensiv stand Eferding stabil und ließ bei gegnerischen Standards nichts Nennenswertes zu; insgesamt bescheinigte Sageder beiden Abwehrreihen eine starke Vorstellung. Das Duell blieb aus seiner Sicht fair und überwiegend technisch geprägt, auch weil Peuerbach die Räume diszipliniert schloss und Eferding damit in Halbzeit eins lange vom Kombinationsspiel abhielt.
Der Ausschluss von Leomir Kryeziu prägte die Partie: In der Pause stellte Eferding von Viererkette auf Dreierkette um, um trotz Unterzahl weiter auf Sieg zu spielen – mit mehr Offensivmut, aber ohne den entscheidenden Durchbruch. Eine mögliche Elfmeter-Szene beurteilte Sageder nicht, da er zu weit weg stand; die rote Karte gegen Leomir Kryeziu sah er als harte, letztlich zu akzeptierende Entscheidung. Den Fokus richtet er bereits auf das nächste Derby gegen den Tabellenführer: Man könne frei aufspielen, der Favorit liege klar beim Gegner, doch Eferding wolle „den Tabellenführer ein bisschen ärgern“. Überschattet wurde der Abend von einer Verletzung: Ersatzspieler Shpeart Behra musste mit Verdacht auf eine Muskelverletzung im Leistenbereich ins Krankenhaus. Sageder schickte Genesungswünsche: „Ich wünsche ihm alles Gute und eine rasche Besserung.“