In der 2. Klasse West-Nord prägte beim Duell zwischen Union Guschlbauer St. Willibald und Union Raika Enzenkirchen vor allem die Einordnung von Nikola Georgiev die Stimmung: Aus seiner Sicht war es eine ausgeglichene Partie, in der individuelle Fehler den Ausschlag gaben. „Der Schiedsrichter ist kein Thema, der war voll in Ordnung. Wir schauen auf unser Spiel, halten den Kopf hoch, blicken nach vorne und kämpfen wieder gemeinsam“, betonte der Trainer. entscheidend waren die Aktionen aus dem Spiel heraus.

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Georgievs erster Befund fiel klar aus: Das Spiel sei vom Gefühl her ausgeglichen gewesen, problematisch jedoch die zu häufigen individuellen und einzeltaktischen Fehler. In den ersten zwanzig Minuten sah er sein Team auf Kurs: St. Willibald hätte aus zwei bis drei guten Möglichkeiten mit 1:0 in Führung gehen können. Bis zum ersten Gegentreffer blieb es offen – dann fiel in Minute 35 nach einem einfachen Fehler das 0:1 durch Jakub Sedivy. Auch danach erkannte der Coach kein Übergewicht des Gegners im Ballbesitz, wohl aber die Wirkung kleiner Nachlässigkeiten in der Summe. Standards? „Unauffällig“ – die wesentlichen Akzente fielen aus dem Spiel.
Auf die Frage nach dem prägendsten Akteur nannte Georgiev ohne Zögern den Angreifer der Gäste. Tatsächlich entschied Jakub Sedivy die Partie mit einem Viererpack: Er traf in der 24., 55., 67. und 84. Minute und nutzte die Fehler der Hausherren eiskalt aus. Zur Pause stand es 0:1; zwei weitere Nadelstiche nach dem Seitenwechsel stellten die Weichen endgültig, in der Schlussphase fiel der Treffer zum 0:4 durch Jakub Sedivy. Für Georgiev lag die Ursache nicht im Grundsätzlichen, sondern in klaren individuellen Patzern – eine Diagnose, die sich mit dem Spielverlauf deckte.
In der Bewertung blieb Georgiev sachlich und lenkte den Blick auf das Beeinflussbare. Die Unparteiischen kommentierte er gelassen; entscheidend sei die eigene Leistung. Für die Trainingswoche definierte er eine klare Priorität: Der Schwerpunkt liege auf der Konzentration. Mit Blick nach vorne gab er sich optimistisch: Man wolle schon in der kommenden Woche auswärts gemeinsam etwas erreichen. „Fußball ist so – wir bleiben positiv, mit erhobenem Kopf, schauen nach vorne und entwickeln unsere eigenen Spieler weiter“, so Georgiev. Jetzt gilt es, einfache Fehler abzustellen und die Balance aus Mut, Kontrolle und Konzentration auf den Platz zu bringen.